12 Feb

Datensammlung Afghanistan: Gefährliches Land

Wie gefährlich ist Afghanistan?

Sammlung nationaler und internationaler Medienberichte zur Sicherheitslage in Afghanistan. Diese Sammlung wird ehrenamtlich gepflegt und hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

###Update 15.02.18

Zahl der Anschlagsopfer in Afghanistan auf Höchstwert
Einem neuen Uno-Bericht zufolge ist die Zahl ziviler Opfer durch Anschläge in Afghanistan im vergangenen Jahr auf den Wert von knapp 2300 Zivilisten gestiegen. Das sei ein Anstieg um 17 Prozent und mehr als in jedem anderen Jahr des Konflikts seit Beginn der Uno-Aufzeichnungen 2009.
http://www.spiegel.de/politik/ausland/afghanistan-2300-opfer-durch-terroranschlaege-neuer-negativrekord-a-1193609.html

 

Neue Offensive auf 4 Jahre: USA wollen die afghanischen Taliban besiegen
Die Sicherheitslage in Afghanistan verschlechtert sich dramatisch. Praktisch täglich werden aus der Hauptstadt Kabul verheerende Selbstmordattentate gemeldet. Spiegel Online: „Was Sie beschreiben, klingt ziemlich genau wie die Strategie in der Hochphase der Afghanistan-Kriegs rund um das Jahr 2006.“ Interview mit US-Kommandeur Nicholson
http://www.spiegel.de/politik/ausland/afghanistan-us-kommandeur-john-nicholson-ueber-neue-offensive-am-hindukusch-a-1192974.html

 

###Update 13.02.18

UN befürchten Massenrückkehr von Flüchtlingen
Eine weitere Migrationswelle würde die große Gruppe der Binnenflüchtlinge anschwellen lassen, die humanitäre Helfer für die „verletzlichsten Afghanen“ halten. Der Krieg hatte 2016 rund 660.000 Menschen obdachlos gemacht und 2017 noch einmal rund 450.000.
http://app.handelsblatt.com/politik/international/afghanistan-un-befuerchten-massenrueckkehr-von-fluechtlingen/20957326.html

###Update 12.02.18

SIGAR – Special Inspector General for Afghanistan Reconstruction, September 2017, Reconstructing the Afghan National Defense and Security Forces: Lessons from the U.S. Experience in Afghanistan; abzurufen unter:

https://www.sigar.mil/interactive-reports/reconstructing-the-andsf/index.html

“A fully capable Afghan National Defense and Security Force (ANDSF) that is able to secure Afghanistan from internal and external threats and prevent the re-establishment of terrorist safe havens is a U.S. national security objective. Despite U.S. government expenditures of more than $70 billion in security sector assistance to design, train, advise, assist, and equip the ANDSF since 2002, the Afghan security forces are not yet capable of securing their own nation.               ….   …”

 

Der Hohe Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen (UNHCR), 03.02.2017, Tough choices for Afghan refugees returning home after years in exile, abzurufen unter:

http://www.unhcr.org/afr/news/briefing/2017/2/589453557/tough-choices-afghan-refugees-returning-home-years-exile.html

„…   UNHCR does not promote refugee returns to Afghanistan given the enduring conflict in different parts of the country and its limited absorption capacity. However, it is our clear mandate to help those who decide to return. …   UNHCR shares concerns that the pace of returns in 2016 far outstripped Afghanistan’s capacity to help people reintegrate after years – in most cases decades – of refuge in Pakistan. Many of refugees returned to uncertain futures in Afghanistan. Returning refugees have to rebuild their lives amidst increasing levels of internal displacement, insecurity and levels of violence not seen since the fall of the Taliban in 2002. ..”

Pentagon verschweigt aktuelle Zahlen
Auf Nachfrage hat das Pentagon erklärt, wie viel Gebiet die afghanische Regierung aktuell kontrolliert: Es sind laut US-Militärs nur noch 56 Prozent Afghanistans. Vor wenigen Jahren waren es noch 72 Prozent des Landes. Wie groß ist die Gruppe der Taliban in Afghanistan? Wie viele afghanische Soldaten und wie viele Zivilisten sind ums Leben gekommen? Das US-Verteidigungsministerium verschweigt derzeit entscheidende Daten zum Krieg in Afghanistan.
http://www.deutschlandfunk.de/krieg-in-afghanistan-pentagon-verschweigt-aktuelle-zahlen.1773.de.html?dram:article_id=410550

###Update 11.02.18

Kollegen töten Sicherheitskräfte
Im Süden Afghanistans sind 16 Sicherheitskräfte von eigenen Kollegen zu einem Kontrollposten gelockt und getötet worden. Die radikalislamische Taliban beanspruchte das Attentat für sich.
https://www.zdf.de/nachrichten/heute/attentat-in-afghanistan-kollegen-toeten-sicherheitskraefte-100.html

 

###Update 07.02.18

USA bombardieren, Taliban spotten
Die Taliban sind stärker denn je – im 17. Jahr des Afghanistankriegs: Das US-Militär redet die Lage schön, feiert sich für einen Bombenrekord und verschärft seinen Luftkrieg gegen die Islamisten.
http://www.spiegel.de/politik/ausland/taliban-weiter-so-in-afghanistan-aber-wohin-a-1192331.html

###Update 05.02.18

„Das Schicksal hat eine Wette gegen Afghanistan abgeschlossen“
„Was wir im Januar in Kabul und in anderen Städten landesweit erlebt haben, ist sicherlich in seiner Dichte und in seiner Intensität eine Entwicklung von einer neuen Qualität“, sagt Mirco Günther. Es handele sich umi eine neue Eskalation der Sicherheitslage – aber keine ganz neue. „Insgesamt ist der Trend in der Sicherheitsentwicklung in Afghanistan spätestens seit Ende 2014 deutlich negativ“, so Günther: „Afghanistan ist ein Land im Krieg.“

###Update 04.02.18

Afghanistan – wieder ein Land im Krieg?
Afghanistan wird beherrscht von Terror  und Korruption. Beinahe täglich kommt es zu neuen Anschläge mit Toten und Verletzten, die bewaffneten Auseinandersetzungen halten an.
https://www.inforadio.de/programm/schema/sendungen/weltsichten/201802/206628.html

Parlamentswahl in Afghanistan wird wohl erneut verschoben
Die für 2015 geplante Abstimmung wurde wegen Sicherheitsbedenken und Differenzen darüber, wie sich die Wahl nach der heftig umstrittenen Präsidentenwahl 2014 fair gestalten lasse, immer wieder verschoben.
https://de.reuters.com/article/afghanistan-wahl-idDEKBN1FO0HH

###Update 03.02.18

Afghanistan-Abschiebungen:  Geheimer Afghanistan-Lagebericht / Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Grünen
„Wir haben wirklich erhebliche Zweifel daran, ob sich die Sicherheitslage überhaupt einschätzen lässt. Und wenn ja – also wenn es eine Möglichkeit gibt – glauben wir nicht, dass die Bundesregierung gerade den richtigen Blick darauf hat. Sondern wirklich eher zu Lasten der Betroffenen urteilt und überhaupt nicht einbezieht, dass es eine sich ständig ändernde Sicherheitslage ist.“ Luise Amtsberg, flüchtlingspolitische Sprecherin von Bündnis90/ Die Grünen. Es sei zwingende Voraussetzung, dass die Bundesregierung einen neuen Lagebericht vorlegt, sagt Amtsberg. Ursprünglich sollte das schon Ende des vergangenen Jahres geschehen. Da aber die deutsche Botschaft in Kabul zerstört ist, zieht sich das hin. Bis wann das dauern wird kann das Auswärtige Amt nicht beantworten.
http://www.br.de/nachrichten/neue-erkenntnisse-ueber-afghanistan-abschiebungen-100.html

###Update 02.02.18

Afghanistan: Mehr als 60.000 Taliban-Kämpfer
64 Prozent der Bevölkerung sollen „unter Kontrolle oder Einfluss“ der Regierung stehen. Das ist schon vorsichtig formuliert und weist darauf hin, dass selbst nach Angaben des US-Militärs über ein Drittel der Bevölkerung in Gebieten außerhalb des Regierungseinflusses lebt (24 Prozent in umkämpften Gebieten, 12 Prozent in von den Taliban kontrollierten Gebieten).
https://www.heise.de/tp/features/Afghanistan-Mehr-als-60-000-Taliban-Kaempfer-3959144.html

Einfluss der Taliban nimmt zu
Das US-Militär verweigert die gewohnte Herausgabe von Zahlen über die Ausbreitung der Aufständischen. Die Situation wird immer schlimmer, auch die UN stuft Afghanistan wieder als Land in »aktivem Konflikt« ein.
https://www.proasyl.de/news/afghanistan-ist-so-sicher-dass-es-keiner-wissen-darf/

###Update 01.02.18

Meldungen, die es kaum noch in westliche Medien schaffen
Die Lage in Afghanistan wird immer brisanter: Die Zahl der Toten und Verletzten steigt, viele Regionen sind für unabhängige Beobachter nicht mehr zugänglich. Die Lage zu ergründen wird immer schwieriger. (…)  So hatte der Sonderbeauftragte der US-Regierung, der die Verwendung amerikanischer Hilfsgelder in Afghanistan überprüfen soll, stets auch darüber berichtet, wie viele Distrikte in der Hand der Regierung, wie viele umkämpft und wie viele in der Hand der Taliban sind. Diese Zahlen darf er nach einer Weisung des US-Verteidigungsministeriums nicht mehr liefern
http://www.deutschlandfunk.de/kaempfe-in-afghanistan-meldungen-die-es-kaum-noch-in.1773.de.html?dram:article_id=409692

 

Pakistan weist zwei Millionen Flüchtlinge aus
Das Kabinett in Islamabad hat angekündigt, dass mehr als zwei Millionen afghanische Flüchtlinge innerhalb von 60 Tagen das Land verlassen müssen. Erst gestern hatte Pakistan eine für Ende Januar geplante Ausweisung abgesagt.
http://www.t-online.de/nachrichten/ausland/krisen/id_83157742/pakistan-weist-zwei-millionen-fluechtlinge-nach-afghanistan-aus.html

###Update 31.01.18

Taliban bedrohen 70 Prozent des Landes
Damit leben „um die 15 Millionen Afghanen – die Hälfte der Bevölkerung – in Gegenden, die entweder von den Taliban kontrolliert werden oder in denen die Taliban offen präsent sind und regelmäßig Angriffe verüben“, berichtete die BBC. Nach eigenen Angaben hat die BBC für die Studie zwischen August und November mehr als 1200 Menschen aus allen Bezirken befragt.
http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/afghanistan-taliban-bedrohen-70-prozent-des-landes-15425447.html

###Update 29.01.18

Kabul: IS greift afghanische Militärakademie an
B
ei einem Angriff von fünf schwer bewaffneten Kämpfern der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) auf eine Militäreinheit nahe einer großen Militärakademie in der afghanischen Hauptstadt Kabul sind nach offiziellen Angaben mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen, darunter drei der Angreifer.
http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/afghanistan-tote-bei-angriff-auf-kabuler-militaerakademie-15422147.html

###Update 28.01.18

Taliban-Anschlag in Kabul fordert 103 Tote und mehr als 200 Verletzte
Im Stadtkern von Kabul hatte ein Angreifer am Samstag einen Rettungswagen genutzt, um durch eine Sicherheitskontrolle in der Nähe des alten Gebäudes des Innenministeriums zu gelangen. Die radikalislamischen Taliban bekannten sich kurz nach der Explosion zu der Tat. Die meisten Opfer waren Zivilisten, Barmak zufolge waren aber auch Polizisten unter den Toten und Verletzten.
http://www.handelsblatt.com/politik/international/afghanistan-taliban-anschlag-in-kabul-fordert-103-tote-und-mehr-als-200-verletzte/20900506.html

###Update 24.01.18

Anschlag auf Save the Children
In Dschalalabad haben Bewaffnete das Büro der Hilfsorganisation Save the Children gestürmt. Mindestens vier Menschen kamen ums Leben. Die Organisation stellte daraufhin landesweit die Arbeit ein.
https://www.tagesschau.de/ausland/anschlag-afganistan-save-the-children-101.html

Auswärtiges Amt bleibt Lagebericht zu Afghanistan schuldig
Bis heute ist das Auswärtige Amt den neuen Lagebericht zu Afghanistan schuldig geblieben, den es schon im Herbst 2016 versprochen hat. Der aber ist Voraussetzung, um aufgrund aktuellster Informationen urteilen zu können.
http://www.tagesspiegel.de/politik/casdorffs-agenda-auswaertiges-amt-bleibt-lagebericht-zu-afghanistan-schuldig/20880450.html

 

###Update 22.01.18

Weitere 1000 US-Soldaten für den Krieg in Afghanistan
Die „Washington Post“ berichtete, Militärs erwarteten, bald 15 000 Soldaten im Land zu haben. US-Präsident Donald Trump hatte im August seine Afghanistan-Strategie vorgestellt und seitdem nach Jahren der Truppenabzüge die Zahl der US-Soldaten von rund 8400 auf rund 14 000 erhöht.
http://www.zeit.de/news/2018-01/22/konflikte-bericht-weitere-1000-us-soldaten-fuer-den-krieg-in-afghanistan-22090404

###Update 21.01.18

Mehr als zwanzig Tote bei Angriff auf Luxushotel
Bei einem mehr als 17 Stunden dauernden Taliban-Angriff auf eines der größten Hotels in der afghanischen Hauptstadt Kabul sind nach offiziellen Angaben 24 Menschen getötet worden. Unter ihnen sind laut Innenministerium 18 Zivilisten, 14 Ausländer und vier Afghanen.
http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/tote-bei-angriff-auf-hotel-intercontinental-in-kabul-15409177.html
Bei dem Angriff ist auch eine deutsche Frau ums Leben gekommen. Es handele sich um eine ältere Dame aus Baden-Württemberg, die über Jahrzehnte immer wieder arme Menschen in Afghanistan unterstützt und eine kleine Hilfsorganisation namens Cabilla betrieben hat.
http://www.handelsblatt.com/politik/international/afghanistan-deutsches-opfer-bei-anschlag-in-kabul/20873332.html

###Update 18.01.18

Viele Tote bei Gefechten in Afghanistan
Insgesamt sind in den vergangenen zwei Tagen mindestens 20 Zivilisten und Sicherheitskräfte in Afghanistan getötet worden. Überfälle der Taliban auf Sicherheitskräfte gibt es mittlerweile mehrmals wöchentlich. 2016 waren im Kampf gegen die zunehmend erfolgreichen Islamisten mehr als 8000 Sicherheitskräfte getötet und mehr als 14.000 verletzt worden. 2017 hat die afghanische Regierung die Opferzahlen in Armee und Polizei nicht mehr veröffentlicht.
http://www.spiegel.de/politik/ausland/afghanistan-mindestens-20-tote-bei-angriffen-und-einer-explosion-a-1188586.html

###Update 16.01.18

UN-Sicherheitsrat verspricht Unterstützung für Friedensprozess
Die Präsenz von Al-Qaida, Taliban und ISIL-Khorasan fordere einen regionalen und integrierten Ansatz im Bereich Sicherheit und Entwicklung.
http://www.unric.org/de/uno-schlagzeilen/28232-nach-afghanistanbesuch-un-sicherheitsrat-verspricht-unterstuetzung-fuer-friedensprozess

###Update 15.01.18

Afghanische Armee hält sich ohne dieses Land keine sechs Monate – Präsident Ghani
CBS erinnert vor diesem Hintergrund daran, dass alleine in vier Monaten des vergangenen Jahres 2500 afghanische Soldaten ums Leben gekommen und mehr als 4000 weitere verletzt worden waren.
https://de.sputniknews.com/politik/20180115319057447-afghanische-armee-durchhalten-ghani/

###Update 12.01.18

Karzai: „Der IS wechselt jetzt nach Afghanistan!
Das Jahr 2017 war ein „Erfolgsjahr“ für die Taliban – und seit Neuestem meldet sich dort auch der IS mit blutigem Terror.
http://www.krone.at/1612179

Mehr Soldaten nach Afghanistan
Die Spitzen von Union und SPD haben vereinbart, die Truppe in Afghanistan und Mali aufzustocken. Die Aufstockung der Afghanistan-Truppe war bereits vor den Sondierungsgesprächen von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) und Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) befürwortet worden. Sie soll dem Selbstschutz dienen.
https://www.zdf.de/nachrichten/heute/weniger-fuer-anti-is-kampf-mehr-soldaten-nach-afghanistan-100.html

 

#Update 11.01.18

Afghanistan: Die Kriegsfürsten verschwinden nicht
In Kabul endete das Jahr 2017 mit Blutvergießen. Mehr als 40 Menschen starben bei einem Selbstmordanschlag des IS in der afghanischen Hauptstadt. Auch in den letzten Wochen und Monaten vor Jahresende ereigneten sich derartige Attentate, die zahlreiche Zivilisten töteten. Sie machen deutlich, dass auch in den urbanen Gebieten des Landes die Präsenz des IS keineswegs zu unterschätzen ist – und dass unweit vom Präsidentenpalast Anschläge zum Alltag gehören und nicht zu verhindern sind.
http://www.deutschlandfunkkultur.de/afghanistan-die-kriegsfuersten-verschwinden-nicht.1005.de.html?dram:article_id=408015

###Update 08.01.18

Mullahs schickten 2000 afghanische Flüchtlinge in den Syrien-Tod
Menschenrechtsorganisation „Human Rights Watch“: „Der Iran hat afghanischen Flüchtlingen und Migranten nicht nur Belohnungen angeboten, wenn sie in Syrien kämpfen, sondern viele sagten, dass ihnen die Deportation zurück nach Afghanistan
angedroht wurde, wenn sie es nicht tun. “
http://www.bild.de/politik/ausland/headlines/mullahs-fluechtlinge-syrien-54409968.bild.html

###Update 06.01.18 

20 Buspassagiere in Afghanistan entführt
Talibankämpfer haben im Westen Afghanistans 20 Passagiere eines Reisebusses entführt. Die Bewaffneten hätten den Bus auf der Fernstraße von Kabul nach Herat in der Provinz Farah gestoppt. Am 26. Dezember hatten radikalislamische Taliban in der Provinz Gasni fünf Menschen aus einem Fahrzeug geholt und erschossen. Sie haben in verschiedenen Teilen des Landes Kontrollpunkte errichtet.
https://www.stern.de/panorama/20-buspassagiere-in-afghanistan-entfuehrt-7812306.html

###Update 05.01.18 

Will Pakistan Hunderttausende Afghanen aus dem Land werfen?
Seit Jahren beherbergt Pakistan viele Afghanen, die vor dem Krieg in ihrer Heimat geflohen sind. Nun sorgt eine Kabinettsentscheidung über die Flüchtlinge für Verwirrung. Vermutet wird verstärkter Druck der USA.
http://www.dw.com/de/will-pakistan-hunderttausende-afghanen-aus-dem-land-werfen/a-42038137

 

Afghanistan: Das neue Jahr beginnt, wie das alte endete
Mindestens zwanzig Tote, darunter Teilnehmer einer Demonstration: Auch 2018 reißen die Meldungen über blutige Anschläge in Afghanistan nicht ab. Allein in der Hauptstadt Kabul gab es im vergangenen Jahr über 20 große Anschläge mit mehr als 500 Todesopfern. Erst vergangene Woche starben über 30 Personen bei einem Anschlag auf ein Kulturzentrum. Zu beiden Anschlägen bekannte sich der afghanische IS-Ableger, der seine Aktivität im letzten Jahr merklich erhöht hat.
https://www.proasyl.de/news/afghanistan-das-neue-jahr-beginnt-wie-das-alte-endete/

###Update 04.01.18 

Anschlag in Kabul
Bei einem Selbstmordanschlag auf Sicherheitskräfte in der afghanischen Hauptstadt Kabul sind mindestens 20 Menschen getötet worden. Zudem seien 30 Menschen verletzt worden, teilte das Gesundheitsministerium mit. Nach Angaben des Innenministeriums sprengte sich der Attentäter neben einer Gruppe von Polizisten in die Luft.
http://www.zeit.de/politik/ausland/2018-01/afghanistan-kabul-tote-anschlag-makroroian

###Update 02.01.18 

2017 knapp 450.000 Kriegsvertriebene in Afghanistan
In Afghanistan sind 2017 knapp 450.000 Menschen vor Kampfhandlungen aus ihren Dörfern und Städten geflohen. Das geht aus einem gestern veröffentlichten Bericht der UNO-Agentur zur Koordinierung humanitärer Hilfe (OCHA) hervor.
http://orf.at/stories/2420955/

###Update 01.01.18 

Mindestens 15 Tote bei Anschlag auf Begräbnis
Nach Angaben der Behörden wurden 13 weitere verletzt. In der Nähe der Trauergesellschaft in Nangahar sei eine auf einem geparkten Motorrad montierte Bombe detoniert, hieß es.

###Update 28.12.17 

Afghanistan ist die neue IS-Herberge
Der schwere Anschlag in Kabul zeigt: Die Terrormiliz Islamischer Staat wandert von Syrien zum Hindukusch aus. Damit gerät der Atomwaffenstaat Pakistan ins Spiel
https://www.welt.de/debatte/kommentare/article171992718/Islamischer-Staat-in-Afghanistan-Die-Terrormiliz-nistet-sich-neben-Pakistan-ein.html 

Mindestens 42 Tote bei Anschlag in Kabul
Bei einer Gedenkveranstaltung soll mindestens ein Täter Sprengsätze gezündet haben. Afghanistans Präsident Ghani sieht in dem Angriff auf ein schiitisches Kulturzentrum ein „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“. Der IS reklamiert die Tat für sich.
http://www.handelsblatt.com/politik/international/afghanistan-mindestens-42-tote-bei-anschlag-in-kabul/20795998.html

Rechtfertigung durch Halbwahrheiten
Allen Kämpfen, toten Zivilisten und Anschlägen zum Trotz vermittelten deutsche Politiker gerne ein ganz anderes Bild von Afghanistan, kommentiert Jürgen Webermann. Und zwar das von einem armen aber in Teilen normalem Land. Andernfalls müsste man wohl auch eingestehen, dass Abschiebungen in ein Land im Krieg nicht zu rechtfertigen sind.
http://www.deutschlandfunk.de/abschiebungen-nach-afghanistan-rechtfertigung-durch.720.de.html?dram:article_id=407085

Kinder als Zielscheibe – Alltag in Afghanistan
Sagt  die Kinderhilfsorganisation UNICEF. Allein in Afghanistan sind im ersten Halbjahr 700 Kinder getötet worden – auch am 28.12.17.
http://www.deutschlandfunk.de/der-tag-kinder-als-zielscheibe-alltag-in-afghanistan.3415.de.html?dram:article_id=407029 

 

###Update 27.12.17 

15 Verletzte bei Autobomben-Anschlag auf Polizei in Afghanistan
Der Attentäter habe sich am Mittwoch mit seinem mit Sprengstoff beladenen Fahrzeug vor dem Zugang zu der Polizeizentrale in der Helmander Hauptstadt Laschkar Gah in die Luft gesprengt.
https://deutsch.rt.com/newsticker/62813-15-verletzte-bei-autobomben-anschlag-auf-polizei-in-afghanistan/

###Update 25.12.17 

Mehrere Tote bei zwei Anschlägen in Afghanistan
Bei zwei Anschlägen in Afghanistan sind mindestens 13 Menschen getötet worden. In Kabul sprengte sich offenbar ein Teenager in die Luft, in der südlichen Provinz Helmand fuhren Polizisten auf eine versteckte Bombe.
http://www.spiegel.de/politik/ausland/mehrere-tote-bei-zwei-anschlaegen-in-afghanistan-a-1184973.html

###Update 23.12.17 

Frontbesuch in Afghanistan: Kampf in einem verlorenen Krieg
In Afghanistan kämpft der Westen schon 16 Jahre. Noch immer sind 980 deutsche Soldaten am Hindukusch stationiert. Allein in diesem Jahr sind fast 350.000 Menschen aus ihren Heimatorten geflohen. Neben den Taliban breitet sich die Terrormiliz des „Islamischen Staats“ unter den Augen der internationalen Gemeinschaft aus.
https://www.stern.de/politik/ausland/frontbesuch-in-afghanistan–der-kampf-in-einem-verlorenen-krieg-7796646.html

Der schwierige Kampf für mehr Sicherheit in Afghanistan
Wenn ein Staat den Flughafen seiner Hauptstadt nicht mehr sichern kann, ist es auch mit der Autorität der Staatsgewalt nicht mehr weit her. Die Tatsache, dass der Flughafen der afghanischen Hauptstadt Kabul immer wieder von Aufständischen beschossen wird, sagt daher viel über die Stabilität des Landes aus.
http://www.tagesspiegel.de/politik/nato-will-truppen-aufstocken-der-schwierige-kampf-fuer-mehr-sicherheit-in-afghanistan/20787678.html

###Update 22.12.17 

„Ich halte es hier nicht aus“: Abgeschobene Flüchtlinge berichten von ihrem Leben in Afghanistan
Badam Haidari lebt weiter wie gelähmt in der Hütte am Rande der Hauptstadt Kabul. Arasch Alokosai kommt nicht voran mit seiner deutschen Hochzeit. Matiullah Asisi hat Arbeit gefunden, aber kämpft mit Depressionen. Allein in Kabul  gab es in diesem Jahr rund 20 große Anschläge mit Hunderten von Toten und Verletzten.
https://www.focus.de/politik/ausland/aus-deutschland-abgeschoben-fluechtlinge-zurueck-in-der-heimat-drei-leben-in-afghanistan_id_8055270.html

 

###Update 20.12.17 

Über 20 Tote bei Taliban-Angriff auf Sicherheitsposten in Afghanistan
Mindestens acht Tote waren Polizisten, aber auch 15 Talibankämpfer sind unter den Opfern
https://www.derstandard.de/story/2000070761525/ueber-20-tote-bei-taliban-angriff-auf-sicherheitsposten-in-afghanistan

 

###Update 18.12.17 

Kein Ende der GewaltÜber 400.000 Binnenflüchtlinge in Afghanistan seit Januar
Kabul – In Afghanistan sind seit Jahresbeginn mehr als 400.000 Menschen vor Kampfhandlungen aus ihren Heimatorten geflohen. Das geht aus einem Bericht der UN-Agentur zur Koordinierung humanitärer Hilfe (OCHA) hervor.
https://www.stern.de/politik/ausland/kein-ende-der-gewalt-ueber-400-000-binnenfluechtlinge-in-afghanistan-seit-januar-7794152.html

Afghanistan: Angriff auf Gebäude des Geheimdiensts
Eine Gruppe bewaffneter Männern hat in der afghanischen Hauptstadt Kabul ein Gebäude des Geheimdiensts NDS angegriffen.
http://orf.at/stories/2419279/

###Update 14.12.17 

Angreifer beschießen Bundeswehr-Soldaten in Afghanistan
Die Soldaten waren am späten Mittwochabend bei einer Routine-Aufklärungsfahrt nahe der nordafghanischen Stadt Masar-i-Scharif mit Handwaffen beschossen worden.
https://www.focus.de/politik/deutschland/taeter-unbekannt-angreifer-beschiessen-bundeswehr-soldaten-in-afghanistan_id_7984401.html

Afghanistan als Zuflucht für IS-Kämpfer: Norden bietet Extremisten mehr Schutz
Taliban gewinnen derzeit wieder an Boden. In Syrien und im Irak hat die IS-Terrormiliz fast alle Gebiete verloren. Kämpfer von dort sollen nach Afghanistan gekommen sein. Wird das kriegszerrissene Land zum nächsten Kalifatsprojekt des IS?
http://www.nordbayern.de/politik/neue-heimat-afghanistan-als-zuflucht-fur-is-kampfer-1.6995637

Weltweit über 2000 Menschen durch Sprengfallen getötet
Die meisten Opfer wurden demnach in Afghanistan, Libyen, der Ukraine und im Jemen registriert. 42 Prozent der zivilen Opfer waren minderjährig
http://www.deutschlandfunk.de/landminen-monitor-ueber-2000-menschen-durch-sprengfallen.1773.de.html?dram:article_id=405997

 

###Update 08.12.17 

Caritas gegen Abschiebungen nach Afghanistan und Syrien
Der Deutsche Caritasverband hat sich gegen Abschiebungen nach Afghanistan und Syrien gewandt. Es sei unverantwortlich, in Kriegs- und Krisengebiete abzuschieben, sagte Caritaspräsident Peter Neher am Freitag im Südwestrundfunk (SWR) in Baden-Baden.
https://www.domradio.de/video/caritas-gegen-abschiebungen-nach-afghanistan-und-syrien 

###Update 04.12.17 

3,3 Millionen Afghanen brauchen humanitäre Hilfe
Aktuell leben fast 40 Prozent der afghanischen Bevölkerung unter der Armutsgrenze. Besonders betroffen seien Kinder und die wachsende Gruppe der Kriegsvertriebenen.
http://www.deutschlandfunk.de/uno-3-3-millionen-afghanen-brauchen-humanitaere-hilfe.1939.de.html?drn:news_id=823288

###Update 03.12.17 

Tote bei Anschlag in Afghanistan
Bei einem Selbstmordanschlag auf eine politische Veranstaltung im Osten Afghanistans sind heute mindestens sechs Menschen getötet worden.
http://orf.at/stories/2417434/

###Update 27.11.17 

Hamid Karsai, ehemaliger Präsident Afghanistans:
Die Sicherheitslage in Afghanistan ist extrem schlecht zur Zeit. Und ein Ende ist nicht absehbar. … Zur Zeit gibt es täglich Angriffe und Kämpfe überall in Afghanistan. Jeden Tag sterben mindestens 100 Menschen. … Der deutschen Regierung empfehle ich, mehr Milde im Umgang mit den Afghanen walten zu lassen, die jetzt abgeschoben werden. Ich hoffe, dass man sich mehr Zeit lässt damit, diese Menschen zurückzuschicken. Solange, bis sich die Lage gebessert hat und sicherer ist.“
http://www.deutschlandfunk.de/karsai-ueber-die-lage-in-afghanistan-trumps-entscheidung.694.de.html?dram:article_id=401641

###Update 26.11.17 

Der verschärfte Krieg in Afghanistan lässt die Anzahl der Verwundeten nach oben steigen. Bis Mitte November meldeten Kliniken und Organisationen im Gesundheitssektor schon 69.000 Fälle, 21 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.
http://www.unocha.org/afghanistan

###Update 23.11.17 

Anschlag in Afghanistan
In der ostafghanischen Stadt Dschalalabad sind bei einem Selbstmordanschlag auf einen ehemaligen Kommandeur einer Anti-Taliban-Miliz sechs Zivilisten getötet worden.
https://www.n-tv.de/ticker/Attentaeter-reisst-sechs-Menschen-in-den-Tod-article20147896.html

USA weiten Bombenkrieg in Afghanistan aus
Neue Statistiken zeigen einen drastischen Anstieg von US-Luftangriffen in Afghanistan. Ziel sind der IS, die radikalislamischen Taliban und deren geldträchtige Schlafmonplantagen. Auch die Zahl der zivilen Opfer steigt dramatisch.
https://www.n-tv.de/politik/USA-weiten-Bombenkrieg-in-Afghanistan-aus-article20144348.html

Travel Risk Map 2018: Diese Länder sollten Reisende meiden
Extremes Risiko: Afghanistan zählt zu den gefährlichsten Regionen der Welt (Medical Risk: Very High; Travel Security Risk: Extreme)
http://derstandard.at/2000068330391/Travel-Risk-Map-2018-Diese-Laender-sollten-Reisende-meiden

###Update 21.11.17 

Uno: Knapp 350.000 Menschen in Afghanistan auf der Flucht
Die Sicherheitslage in Afghanistan hat sich seit dem Ende des Nato-Kampfeinsatzes im Dezember 2014 drastisch verschlechtert. Im früher als eher ruhig geltenden Norden und Nordosten, wo die Bundeswehr bis 2013 Schutzmacht war und wo sie immer noch ein großes Feldlager führt, würden mittlerweile 32 Prozent aller Kriegsvertriebenen registriert.
http://www.spiegel.de/politik/ausland/afghanistan-knapp-350-000-menschen-auf-der-flucht-a-1179472.html

###Update 16.11.17

Kabul: Tote bei Anschlag auf politische Versammlung
Mindestens sieben Menschen starben durch Selbstmordattentäter.
http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2017-11/afghanistan-kabul-schwere-explosion-tote

###Update 15.11.17

Warum Afghanen in Syrien für Assad kämpfen
Der Umstand, dass Iran afghanische Milizen nach Syrien schickt, wird auch von anderen, extremistischen Gruppierungen, die sektiererisch vorgehen, instrumentalisiert. Parallel zum Krieg in Syrien sind auch die Angriffe auf Schiiten in Afghanistan gestiegen. In der Hauptstadt Kabul fanden in den letzten Wochen und Monaten mehrere blutige Angriffe auf schiitische Moscheen statt. Regelmäßig bekannte sich der afghanische Ableger des sogenannten „Islamischen Staates“ zu den Bluttaten.
http://www.deutschlandfunkkultur.de/irans-soeldner-truppe-warum-afghanen-in-syrien-fuer-assad.979.de.html?dram:article_id=400688

###Update 14.11.17

Anschlagsserie erschüttert Afghanistan
Bei einer Serie von Anschlägen in Afghanistan sind mehrere Polizisten und Soldaten getötet worden. Die Anschläge gingen von der radikalislamischen Taliban aus.
http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.radikalislamische-taliban-anschlagsserie-erschuettert-afghanistan.100463b1-f936-40bc-b7a8-db3615bd5e2d.html

 ###Update 9.11.17

Kommentar: Die Nato schickt mehr Soldaten nach Afghanistan.
Über politische Lösungen spricht dagegen derzeit so gut wie niemand. Dabei bröckelt es derzeit gefährlich in Afghanistan. Alte Kriegsfürsten und auch deren Milizen kriechen wieder aus ihren Löchern. Die Regierung ist de facto zwischen zwei verfeindeten Lagern gespalten und handlungsunfähig.
http://www.deutschlandfunk.de/afghanistan-die-truppenaufstockung-nuetzt-nichts.720.de.html?dram:article_id=400289

 ###Update 7.11.17

Bewaffneter Angriff auf TV-Sender in Kabul
Unbekannte haben das Büro eines afghanischen Fernsehsenders gestürmt. Ein Mensch kam ums Leben.
http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2017-11/afghanistan-kabul-tv-sender-bewaffnete

###Update 5.11.17

Kundus: US-Luftangriffe treffen offenbar Zivilisten
Laut einem Vertreter der Provinzbehörden von Kundus starben bei den Attacken auf drei Dörfer im Bezirk Char Dara insgesamt 22 Menschen, 40 wurden verletzt. Andere Mitglieder des Provinzrates berichteten von 14 Toten.
http://www.zeit.de/politik/ausland/2017-11/afghanistan-us-luftangriffe-tote

 ###Update 31.10.17

Entscheidungen und Anträge aus Afghanistan
Es ändert sich dieses Jahr kaum etwas, die Zahlen sind mehr oder weniger konstant seit  Januar 2017, obwohl die Lage in Afghanistan sich deutlich verschlechtert:

Anzahl der neu gestellten Asylanträge bis Oktober_2017

 

Entscheidungen über Anträge auf Asyl von Afghanen bis Oktober 2017.

 

 ###Update 24.10.17

Treffen in einem „fensterlosen Raum“ der schwer bewachten US-Militärbasis Bagram
Neben der Geheimhaltung des Besuchs im Vorfeld verdeutlichte eine Photoshop-Panne, wie gefährlich die Lage am Hindukusch ist. Bereits im September war US-Verteidigungsminister James Mattis zu einem Besuch nach Afghanistan gereist. Kurz nachdem er den Flughafen von Kabul per Helikopter verlassen hatte, schlugen dort Dutzende Raketen ein.
http://www.spiegel.de/politik/ausland/rex-tillerson-manipuliertes-foto-bei-visite-in-afghanistan-a-1174356.html

Abschiebeflug am 24.10.17 – Warnung vor Raketenangriffen
Eindringlich warnt Berlin Piloten und Airlines der EU vor Raketenangriffen auf dem Flughafen Kabul. Die Innenbehörden wollen diese Woche trotzdem den nächsten Abschiebeflug losschicken.
http://www.spiegel.de/politik/ausland/afghanistan-innenressort-plant-trotz-konkreter-warnung-neuen-abschiebe-flug-a-1174181.html

 ###Update 21.10.17

IS bekennt sich zu Anschlag auf schiitische Moschee in Kabul
Mehr als 50 Menschen starben beim Selbstmordattentat in Kabul. Der Selbstmordattentäter erklärte,  er habe seine Sprengstoffweste in der Menge „in einem Tempel der Polytheisten“ gezündet und beschuldigte damit Shiiten, an mehrere Götter zu glauben.
http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/is-bekennt-sich-zu-anschlag-auf-schiitische-moschee-in-kabul-15256890.html 

Es ist bereits der dritte Anschlag auf eine schiitische Moschee in Kabul binnen zwei Monaten. Ende September waren bei einem Angriff auf eine schiitische Moschee sieben Menschen getötet worden, Ende August starben bei einem weiteren Anschlag mindestens 28 Menschen. Ein ähnliches Attentat gab es Anfang August auch in der westafghanischen Stadt Herat, damals kamen 29Menschen ums Leben.
http://www.sueddeutsche.de/politik/attentat-in-afghanistan-viele-tote-bei-selbstmordattentat-in-kabul-1.3718147

 ###Update 20.10.17

Bei zwei Angriffen auf Moscheen in Afghanistan sind am Freitagabend mindestens 72 Menschen ums Leben gekommen. Ein Attentat traf ein Gotteshaus in der Hauptstadt Kabul, ein weiteres eine Moschee in der zentralafghanischen Provinz Ghor.
http://www.handelsblatt.com/politik/international/afghanistan-is-bekennt-sich-zu-selbstmordanschlag-in-kabul/20484564.html

 

 ###Update 18.10.17

Schule nur für jedes dritte Mädchen
Dass die Taliban Mädchen aus angeblich religiösen Gründen Bildung vorenthielten, war stets ein wichtiges Argument der internationalen militärischen wie zivilen Intervention. Von den 3,5 Millionen Kindern, die heute nicht zur Schule gingen, seien 85 Prozent weiblich.
http://www.taz.de/Bildung-in-Afghanistan/!5453422/

Über 20.000 Menschen sind allein in der vergangenen Woche innerhalb Afghanistans aus ihrer Heimat geflohen, berichtet UNOCHA, seit Januar sind es mehr als 280.000. Insgesamt dürften damit rund zwei Millionen Personen – teilweise seit vielen Jahren – im eigenen Land auf der Flucht, sein denn Ende 2016 lag die Zahl bereits bei 1,8 Millionen. Es ist nicht anzunehmen, dass viele von ihnen im Laufe des Jahres zurückkehren konnten, schließlich verschlechtert sich die Lage immer weiter.
https://www.proasyl.de/news/afghanistan-bomben-in-der-luft-bomben-am-boden/

 ###Update 17.10.17

Konzertierte Aktion der radikalislamischen Taliban
In Afghanistan starben bei mehreren Angriffen auf Polizeieinrichtungen mehr als 70 Menschen. Unter den Opfern sind viele Zivilisten.
http://www.tagesschau.de/ausland/afghanistan-anschlag-121.html

 

###Update 13.10.17

Die USA haben im September so viele Bomben und andere Munition über Afghanistan abgeworfen wie zuletzt 2012, als noch knapp 80.000 US-Soldaten im Land waren. Gleichzeitig stieg die Zahl der durch Luftangriffe getöteten und verletzten Zivilisten im Vergleich zu 2016 um 43 Prozent auf 232 Personen.
http://www.focus.de/politik/videos/afghanistan-wegen-trump-strategie-us-luftwaffe-fliegt-rekordangriffe_id_7708317.html

 ###Update 9.10.17

Rotes Kreuz schließt zwei Büros in Nordafghanistan
Grund sei die zunehmende Gewalt der vergangenen Monate. In diesem Jahr sind sieben Mitarbeiter des Roten Kreuzes getötet worden.
http://www.deutschlandfunk.de/afghanistan-rotes-kreuz-verringert-praesenz.1939.de.html?drn:news_id=801505

 ###Update 7.10.17

Die Bundeswehrführung fordert, die deutschen Einheiten für die Nato-Trainingsmission „Resolute Support“ um fast 50 Prozent aufzustocken. Der Grund: die gefährliche Lage am Hindukusch.
http://www.spiegel.de/politik/ausland/bundeswehr-fordert-mehr-soldaten-fuer-afghanistan-a-1171592.html

###Update 06.10.17

Uno-Bericht zu Kriegsopfern
In Afghanistan seien 3512 Kinder getötet oder verstümmelt worden. Laut Guterres stieg die Zahl um fast ein Viertel, so viele Opfer habe es zuvor in Afghanistan noch nie gegeben.
http://www.spiegel.de/politik/ausland/uno-8000-kinder-in-konflikten-getoetet-oder-verstuemmelt-a-1171504.html#ref=rss

Ein neuer Amnesty-Bericht (Download: 1710_Afghanistan_Amnesty_ForcedBacktoDanger) dokumentiert die Gefahren für abgeschobene Asylbewerber in Afghanistan. Den Menschen drohen dort Gewalt, Entführungen und Tod. Jede Abschiebung stellt einen Verstoß gegen das Völkerrecht dar.
https://www.amnesty.de/informieren/aktuell/afghanistan-bundesregierung-ignoriert-lebensgefahr-fuer-abgelehnte-asylbewerber

###Update 28.09.17

Taliban starten Angriff auf Flugzeug von US-Verteidigungsminister. In einer Attacke beschießen die Extremisten den Internationalen Flughafen von Kabul mit Mörsergranaten, kurz nachdem Mattis dort gelandet war. Bei einem Gegenangriff des US-Militärs kommen auch Zivilisten zu Schaden.
https://amp.welt.de/amp/politik/ausland/article169112138/Taliban-starten-Angriff-auf-Flugzeug-von-US-Verteidigungsminister.html

 

###Update 20.09.17

Die Regierung in Afghanistan will während des islamischen Trauermonats Hunderte Zivilisten bewaffnen und zum Schutz von Moscheen vor Anschlägen einsetzen. Die vom Innenministerium in Kabul rekrutierten Bürger sollen gemeinsam mit zusätzlich mobilisierten Soldaten und Polizisten die Gotteshäuser beschützen.
http://www.vol.at/afghanistan-will-zivilisten-zum-moscheen-schutz-bewaffnen/apa-1438243338

###Update 18.09.17

Kabul wird zur Festung ausgebaut
Geplant ist eine 5 Quadratkilometer große Hochsicherheitszone ähnlich der Green Zone in Bagdad. Kabul sei, so die New York Times, der unsicherste Ort in Afghanistan geworden.
https://www.heise.de/tp/features/Kabul-wird-zur-Festung-ausgebaut-3834366.html

###Update 17.09.17

Vier Tote bei Bombenanschlag im Osten des Landes
Weitere 14 Menschen wurden zudem verletzt, als eine Bombe auf einem belebten Marktplatz in der Provinzhauptstadt Khost explodierte.
http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/welt/weltpolitik/917451_Vier-Tote-bei-Anschlag-im-Osten-Afghanistans.html

###Update 14.09.17

Wo der Drohnenkrieg der USA im Schatten tobt
In der Provinz Khost im Osten Afghanistans gehören Drohnenangriffe der USA seit 2001 zum Alltag. Tausende Menschen wurden so aus der Luft getötet.
http://www.deutschlandfunkkultur.de/khost-in-afghanistan-wo-der-drohnenkrieg-der-usa-im.979.de.html?dram:article_id=395846

###Update 13.09.17

Angesichts der verschärften Sicherheitslage in Afghanistan haben seit Jahresbeginn landesweit 164 Kliniken schließen müssen. Für drei Millionen Menschen wurde dadurch der Zugang zu medizinischer Versorgung in dem Land erheblich erschwert (Bericht der Welt­gesund­heits­organi­sation (WHO)
https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/79251/Kliniken-muessen-wegen-Sicherheitslage-in-Afghanistan-schliessen

### Update 09.09.17

Aktuelle Zahlen zur Entscheidungspraxis des BAMFs bis August 2017 bei Afghanen

Entscheidungen werden wieder getroffen, Bescheid wieder zugestellt.
Die Zahlen sind  immer noch schlecht, aber ein bisschen besser als in Juni: 43% Ablehnungen (fast 50% in Juni), 20.8% Anerkennungen (fast 17% in Juni).

Was man nicht hier sieht: deutlich mehr Verfahren bekommen eine
„sonstige“ Erledigung (also Dublin, Drittstaat oder Rücknahme). Das sind
mehr als 12% in August, die höchste Zahl seit Mai 2016. Seitdem waren
„nur“ zwischen 4% und 7% der Anträge „sonstig“ erledigt. Die Anzahl von Anträge steigt ständig seit Januar.

BAMF-Entscheidungen_Afghanistan-August_2017

BAMF-Anträge_Afghanistan-August_2017

### Update 02.09.17

Dossier von Dipl. Ing. Thorsten Liermann vom 03.09.2017 zur Analyse der politischen Situation in Afghanistan, erstellt aus Infoquellen und Medienberichten zu Afghanistan, mit besonderem Fokus auf die Situation der Hazara:
170902_Afghanistan_Dossier_Flüchtlingsrat NDS   – zum Download
Quelle. https://www.nds-fluerat.org/wp-content/uploads/2016/10/Afghanistan_Dossier_170902.pdf

### Update 01.09.17

Die Vereinten Nationen haben den Tod von mindestens 28 Zivilisten durch Luftangriffe auf radikalislamische Taliban in dieser Woche als inakzeptabel bezeichnet.
http://www.deutschlandfunk.de/afghanistan-zahl-getoeteter-zivilisten-durch-luftangriffe.1939.de.html?drn:news_id=787230

###Update 30.08.17

Seit Jahresbeginn 2017 haben mehr als 210.000 Menschen wegen der anhaltenden Kämpfe zwischen Aufständischen und Regierungskräften ihre Heimatorte in Afghanistan fluchtartig verlassen haben.Dem aktuellen Afghanistan-Wochenreport von OCHA zufolge sind im Zeitraum 1. Januar bis 22. August 2017 insgesamt 212.439 Menschen in Afghanistan aus Städten und Dörfern geflüchtet. Die OCHA-Statistik registriert dabei für die Berichtswoche 21. bis 27. August eine Zunahme um rund 10.300 Binnenflüchtlinge im Vergleich zur Vorwoche.  Die anhaltenden Gefechte, die sich die nationalen Sicherheitskräfte mit radikal-islamischen Taliban sowie anderen Gruppierungen liefern, haben zu teilweise massiven Flüchtlingsbewegungen in 30 der 34 afghanischen Provinzen geführt.

http://www.bundeswehr-journal.de/2017/weitere-210-000-menschen-in-afghanistan-auf-der-flucht/

### Update 29.07.17

Tote und Verletzte bei Selbstmordanschlag in Kabul
In der Umgebung der amerikanischen Botschaft in der afghanischen Hauptstadt hat es eine Explosion gegeben. Es war der zwölfte große Anschlag in der afghanischen Hauptstadt seit Januar.
http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/afghanistan-tote-und-verletzte-bei-selbstmordanschlag-in-kabul-15173401.html

### Update 28.07.17

Mehr als ein Dutzend Tote bei Selbstmordattentat in Helmand
Die Taliban deklarieren den Anschlag auf eine Armeepatrouille in der Provinz Helmand für sich: Es war der erste größere Anschlag der radikalen Islamisten, seit Trump im Amt ist.
http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/afghanistan-mehr-als-ein-dutzend-tote-bei-selbstmordattentat-15171616.html

 

### Update 25.08.17

Bei einem Anschlag auf eine schiitische Moschee in Kabul sind nach jüngsten Angaben der Behörden mindestens 25 Menschen getötet worden.
http://www.deutschlandfunk.de/kabul-tote-und-verletzte-nach-angriff-auf-schiitische.1939.de.html?drn:news_id=784806

Afghanistan: Einschätzung des Auswärtigen Amtes zur Lage für Asylverfahren und Abschiebungen unbrauchbar: Im Oktober 2016 übten die Taliban in 74 Distrikten Einfluss aus, nun in 121, so der Bericht. Die Zahl der von den Taliban allein kontrollierten Gebiete stieg von 21 im Oktober 2016 auf 30. Unbeeindruckt von der sich kontinuierlich verschlechternden Situation wird die Behauptung des »Patts« seit Jahren aufrechterhalten – absurd vor dem Hintergrund, dass in 27 der 34 Provinzen Afghanistans sogar mit Angriffen gerechnet wird, Zahlen, die sich übrigens auch in anderen verfügbaren Quellen finden lassen.

www.proasyl.de/pressemitteilung/afghanistan-einschaetzung-des-auswaertigen-amtes-zur-lage-fuer-asylverfahren-und-abschiebungen-unbrauchbar/

Asylanträge von Afghanen werden wieder entschieden. Gleichzeitig kündigt das BMI auch an, demnächst wieder abzuschieben. „In dem Begleitschreiben von de Maizière und Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) zu dem Bericht heißt es jedoch, die Darstellung der Sicherheitslage sei unvollständig. Die Minister räumen ein, dass man „zu verschiedenen relevanten Aspekten – etwa zur Situation in den von Taliban kontrollierten Landkreisen oder zur Gefährdung bestimmter Volksgruppen – aufgrund der Umstände keine umfassende Auskunft geben kann und insofern Fragen offen bleiben“.“Kernaussage des Berichts sei, dass die Sicherheitslage stark von individuellen Faktoren abhänge. Das werde bei der Einzelfallprüfung umfassend gewürdigt.“

http://www.weser-kurier.de/deutschland-welt/deutschland-welt-politik_artikel,-de-maizière-bamf-entscheidet-wieder-ueber-asylantraege-von-afghanen-_arid,1640032.html

 

### Update 14.08.17

Der Hohe Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen (UNHCR), 12.11. 2016, Global Focus – Afghanistan,

abgerufen am 14.08.2017 unter:

http://reporting.unhcr.org/node/4505

[33 % Anstieg der Personen, um die Sorge besteht („people of concern“) im Jahr 2016 auf insgesamt rund 2,36 Mio.; davon 1,8 Mio. Binnenvertriebene, 384 Tsd. zurückgekehrte Flüchtlinge, 60 Tsd. Flüchtlinge, 128 Asylbewerber, 114 Tsd. andere]

### Update 11.08.17

Thomas Ruttig spricht von der höchsten Intensität dieser Phase des Krieges in Afghanistan. Und zwar seit dem Einmarsch der Internationalen Schutztruppe ISAF im Jahr 2001.

http://www.n-tv.de/politik/Warum-ist-Berlin-bei-Afghanistan-so-rigoros-article19979904.html

Die Bundesregierung geht davon aus, dass sich der verheerende Anschlag in Kabul mit bis zu 150 Toten im Mai gegen die deutsche Botschaft gerichtet hat.

http://www.handelsblatt.com/politik/international/afghanistan-deutsche-botschaft-war-wohl-anschlagsziel/20177478.html

 

### Update 10.08.17

In Afghanistan fällt ein Gebiet nach dem anderen an die Taliban. Bereits drei Millionen Menschen leben wieder unter ihrer Herrschaft.

http://www.zeit.de/politik/ausland/2017-08/afghanistan-taliban-islamischer-staat-us-luftwaffe-korruption

 

### Update 09.08.17

„Das Leben in Afghanistan wird immer gefährlicher. Doch die Bundesregierung bleibt bei ihrer Haltung: Sie will weiter in das Land abschieben. Zumindest Kriminelle. Berlins Kurs ist so populistisch wie menschenverachtend.“

http://www.n-tv.de/politik/politik_kommentare/Berlin-ist-lebensgefaehrlich-pragmatisch-article19976096.html

Außenminister Gabriel und Innenminister de Maizière wollen daran festhalten, nur Straftäter und Gefährder nach Afghanistan abzuschieben.

http://www.sueddeutsche.de/politik/afghanistan-berlin-haelt-an-abschiebepraxis-fest-1.3622243

### Update 08.08.17

“ … Während die Gesamtzahlen etwa denjenigen des Vorjahres entsprechen, des blutigsten seit 2001, haben die Opfer unter Frauen und Kindern erheblich zugenommen. Als einer der gefährlichsten Orte im Land gilt mittlerweile die Hauptstadt Kabul, die in diesem Jahr bereits mehrmals Ziel grosser Anschläge wurde.(…)“

https://www.nzz.ch/international/massaker-in-nordafghanistan-grausamkeiten-im-namen-von-is-und-taliban-ld.1309604

Taliban und IS-Kämpfer haben in Afghanistan ein Massaker angerichtet.
Nach der Eroberung des Dorfes am Samstagabend hätten sie die Einwohner zusammengetrieben und hingerichtet. Er sprach von etwa 50 Toten. Provinzgouverneur Zahir Wahdat sagte, mindestens 30 Zivilisten seien getötet worden.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/afghanistan-terroristen-toeten-dutzende-menschen-a-1161564.html

### Update 02.08.17

Für afghanische Flüchtlingsfrauen, die sich bei der Begründung ihres Asylantrags – auch – darauf verweisen, dass ihnen ein unabhängiges und gleichberechtigtes Leben in Afghanistan als Frau nicht möglich ist, sollten ggfs. auf diesen Kommentar Bezug nehmen.

http://www.dw.com/de/kommentar-frauen-in-afghanistan-kein-name-keine-rechte/a-39921134?maca=de-rss-de-region-asien-4023-rdf

Im Süden Afghanistans sind Nato-Soldaten bei einem Anschlag der Taliban ums Leben gekommen.

http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/selbstmordanschlag-auf-nato-konvoi-in-afghanistan-15133319.html

### Update 01.08.17

Bei dem Selbstmordanschlag in der westafghanischen Stadt Herat sind mindestens 29 Menschen getötet worden. 64 weitere wurden nach Angaben des Gourverneurspalastes verletzt.

http://www.heute.de/dutzende-tote-bei-selbstmord-anschlag-auf-moschee-in-herat-in-afghanistan-47683996.html

Die UNO zählte in der ersten Hälfte 2017 rund 1.700 Tote und etwa 3.600 Verletzte, überwiegend durch Angriffe von Taliban und anderen islamistischen Gruppen, Milizen und organisierte Kriminalität.

 http://www.deutschlandfunk.de/nato-einsatz-in-afghanistan-keine-stabilitaet-in-sicht.724.de.html?dram:article_id=392504

 

### Update 30.07.17

SIGAR – Special Inspector General for Afghanistan Reconstruction, 30.07.2017, Quarterly Report to the United States Congress, (272 Seiten; Kapitel “Security”:S. 80-123),

abzurufen unter:
https://www.sigar.mil/pdf/quarterlyreports/2017-07-30qr.pdf

zusammenfassende Pressemitteilung vom 17.07.2017 unter: https://unama.unmissions.org/sites/default/files/17_july_2017_-_extreme_harm_to_afghan_civilians_continues_as_suicide_attacks_worsen_latest_un_report_shows_english.pdf

The number of civilians killed and injured in the Afghanistan conflict during the first six months of 2017 persisted at the same record high levels as last year, according to a mid-year report from the United Nations. Extreme harm to civilians continued amid a worsening toll from suicide attacks, and a greater impact on women and children.        A total of 1,662 civilian deaths were confirmed between 1 January and 30 June – an increase of two per cent on the same period last year, according to figures from the UN Assistance Mission in Afghanistan (UNAMA). The number of civilians injured in the same period fell one per cent to 3,581.   ….   Anti-government forces caused the deaths of 1,141 civilians and injury of 2,348, a 12 per cent increase on the first six months of last year. These deaths and injuries represent 67 per cent of the total number of civilian casualties, with 43 per cent attributed to the Taliban, five per cent to Islamic State in Khorasan Province (ISKP), and the rest to unidentified attackers.   ….   UNAMA attributed a total of 327 civilian deaths and 618 injuries to pro-government forces, a 21 per cent decrease compared with the same period last year, although UNAMA noted a 43 per cent rise in civilian casualties during aerial operations (95 deaths and 137 injuries).    Nineteen per cent of the casualties occurred in the capital, Kabul, as a result of suicide and complex attacks. Civilian casualties increased in 15 of Afghanistan’s 34 provinces, mainly due to increased attacks by anti-government forces. The highest numbers of casualties occurred in Kabul, Helmand, Kandahar, Nangarhar, Uruzgan, Faryab, Herat, Laghman, Kunduz and Farah provinces.     The UN report includes only incidents which have been confirmed after a thorough verification process. This strict documentation process, which requires multiple steps of confirmation in each case, means that the overall figures are probably conservative.     UN figures show that since January 2009 more than 26,500 civilians have died and just under 49,000 have been injured as a result of armed conflict in Afghanistan.”

### Update 17.07.17

Stopp der Visabearbeitung in Afghanistan
Auf eine erneute Anfrage von Ulla Jelpke räumt die Bundesregierung zunächst noch einmal die bereits vor wenigen Tagen bekannt gewordene Schließung der  Botschaft / Visabearbeitung auf unabsehbare Zeit ein (vgl.: http://www.asyl.net/startseite/artikel/58691.html).

Neu ist die für die Praxis wichtige Information, dass in besonders eilbedürftigen Fällen (Familiennachzug zu bald volljährig werdenden unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge sowie für das Ortskräfteverfahren) schon jetzt Sondertermine an den Auslandsvertretungen der Region zur Antragstellung vergeben werden.

Zahl der getöteten Zivilisten erneut gestiegen
Die Sicherheitslage in Afghanistan bleibt prekär. Unter den getöteten Zivilisten sind viele Frauen und Kinder. Am gefährlichsten ist es in Kabul.
http://www.zeit.de/politik/ausland/2017-07/afghanistan-zivilisten-opfer-unama

Mehr als 1600 tote Zivilisten seit Januar
„Die Uno-Mission in Afghanistan meldet einen erschreckenden Höchststand: Durch islamistischen Terror und Krieg starben in der ersten Jahreshälfte so viele Zivilisten wie nie seit Beginn der Zählung vor acht Jahren. (…) Besonders gefährlich war die Lage in der Hauptstadt Kabul, wo alleine bei einem Anschlag nahe der deutschen Botschaft Ende Mai mehr als 150 Menschen getötet wurden. Nach Uno-Angaben waren 92 Zivilisten unter den Opfern.“

http://www.spiegel.de/politik/ausland/afghanistan-mehr-als-1600-tote-zivilisten-seit-januar-a-1158275.html

Extreme harm to Afghan civilians continues as suicide attacks worsen, latest UN report shows
KABUL – The number of civilians killed and injured in the Afghanistan conflict during the first six months of 2017 persisted at the same record high levels as last year, according to a mid-year report from the United Nations. Extreme harm to civilians continued amid a worsening toll from suicide attacks, and a greater impact on women and children. A total of 1,662 civilian deaths were confirmed between 1 January and 30 June – an increase of two per cent on the same period last year, according to figures from the UN Assistance Mission in Afghanistan (UNAMA). The number of civilians injured in the same period fell one per cent to 3,581. “The human cost of this terrible conflict in Afghanistan – loss of life, destruction and immense suffering – is far too high,” said Tadamichi Yamamoto, the Secretary-General’s Special Representative for Afghanistan and head of UNAMA. “The continued use of indiscriminate, disproportionate and illegal improvised explosive devices is particularly appalling and must immediately stop.”

The full report can be found at https://unama.unmissions.org/protection-of-civilians-reports.

 

 

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Urteile mit Abschiebehindernis für Afganen, die nicht in Afghanistan gelebt haben bzw. keine Bezug dazu haben:

 

Urteil zu Afghanen, die im Iran aufgewachsen sind

 

Augsburg | Überraschende Wende im Asylverfahren um den jungen afghanischen Waldorfschüler

 

 

 

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Update 10.07.17

Entscheidungspraxis des BAMF für Anträge aus Afghanistan bis Juni 2017:

Entscheidungen über Asylanträge von Afghanen (ohne Dublin)

 

Anzahl von Asylanträgen von Afghanen

 

 

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Update 15.06.17
 

„Alles Straftäter“ wird bei den Abschiebungen nach Afghanistan ja immer wieder suggeriert – die Zahlen der Bundesregierung zeigen jetzt: Weniger als 30% der Betroffenen in den Fliegern sind straffällig geworden – und auch, was überhaupt zur Einstufung als „Straftäter“ führt, ist höchst unklar.

Der Afghanistan-Experte Thomas Ruttig mit einer guten Zusammenfassung der „Straftäter“-Debatte:

 

https://thruttig.wordpress.com/2017/06/13/was-passiert-bei-der-abschiebung-mit-straffalligen-afghanen-und-wie-viele-gab-es-bisher/

 

 

 

 

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Update 14.06.17

Wie dem nachfolgenden Schreiben des Auswärtigen Amts zu entnehmen ist, wurde der Familiennachzug (und die Bearbeitung sonstiger Visa) für afghanische Staatsangehörige bis auf Weiteres komplett ausgesetzt. Die deutschen Auslandsvertretungen in Kabul und Masar-e-Sharif seinen aufgrund der Bombenanschläge nicht nutzbar. Absurd: Einen vollständigen Stopp der Abschiebungen nach Afghanistan lehnt die Bundesregierung dagegen weiterhin ab. An der Sicherheitslage in dem Land habe sich durch den Anschlag in Kabul nichts geändert.

Anfrage Sächsischer Flüchtlingsrat e.V. (10.06.17):
Die Botschaft in Kaubul ist z. Zt. geschlossen. Bei welcher Botschaft können nun Bewohner Kabuls Visaanträge für Aufenthaltstitel für den Familiennachzug zu anerkannten Flüchtlingen nach Deutschland stellen?

Antwort AUSWÄRTIGES AMT – Bürgerservice (13.06.17):
Derzeit ist die Beantragung von deutschen Einreisevisa für Bewohner Kabuls leider nicht möglich. Sowohl die Botschaft Kabul als auch das Generalkonsulat Masar-e-Sharif sind nach den schweren Anschlägen vorerst nicht mehr nutzbar. Aufgrund der hohen Antragszahlen in Afghanistan ist es derzeit leider auch noch nicht möglich, andere deutsche Auslandsvertretungen in der Region mit der Durchführung von Visumverfahren für nachzugsberechtigte afghanische Staatsangehörige zusätzlich zu ermächtigen, da diese schon mit originären Aufgaben seit länger Zeit ihre sachlichen wie auch personellen Kapazitätsgrenzen erreicht haben.

 

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Update Juni 2017:

Entscheidungspraxis des BAMF für Anträge aus Afghanistan bis Mai 2017:

 

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Auch drei Tage nach dem Anschlag kamen am Samstag in Kabul zahlreiche Menschen bei einer Trauerfeier ums Leben, als der Sohn eines Senats-Abgeordneten beerdigt wurde, der bei Protesten ums Leben kam. Am Tag davor fanden mindestens sieben Demonstranten bei Zusammenstössen mit der Polizei und Sicherheitskräften des Präsidentenpalastes den Tod. Aber auch Fotos von bewaffneten ‚Demonstranten‘ machten die Runde.

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Update 01.06.17

Bei einem Bombenanschlag in Kabul sind gestern mindestens 80 Menschen ums Leben gekommen, bis zu 400 weitere wurden verletzt. Der Attentäter hatte mitten im morgendlichen Berufsverkehr im Diplomatenviertel, unweit der deutschen Botschaft, einen enormen Sprengsatz gezündet, der einen Krater in der Straße hinterließ. Anwohner fühlten sich an ein Erdbeben erinnert.

Ein für den Abend geplanter Abschiebeflug aus Deutschland wurde daraufhin von der Bundesregierung abgesagt. Linke, SPD, Grüne sowie Menschenrechtler fordern, keine Afghanen mehr in ihre Heimat zurückzuschicken.

Wie die Grafik von Statista zeigt, steigt die Zahl der verletzten oder getöteten Zivilisten laut Unama im Afghanistan-Konflikt seit 2009 kontinuierlich an. Im vergangenen Jahr gab es 11.400 Opfer, fast doppelt so viele wie noch sieben Jahre zuvor.

Zahl der verletzten oder getöteten Zivilisten steigt laut Unama im Afghanistan-Konflikt seit 2009 kontinuierlich an (Statista)

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Update 30.05.17 (zusammengestellt von: Flüchtlingrat Niedersachsen)

Das Auswärtige Amt hat seine Reisewarnungen für Afghanistan seit dem 22.05.2017 weiter verschärft:

„Aktuelle Hinweise –  Bombenanschläge, bewaffnete Überfälle und Entführungen gehören seit Jahren in allen Teilen von Afghanistan zum Angriffsspektrum der regierungsfeindlichen Kräfte. Sie richten sich auch gegen die Verbündeten der afghanischen Regierung, darunter Deutschland, und deren Staatsangehörige. So fanden auch in den letzten Monaten mehrere schwere Anschläge mit zahlreichen Opfern statt, darunter ein Anschlag auf eine Nicht-Regierungsorganisation, dem eine deutsche Staatsangehörige zum Opfer fiel. Das deutsche Generalkonsulat in Masar-e-Scharif, im Norden Afghanistans, wurde bei einem Angriff im November 2016 weitgehend zerstört. Dieser Anschlag kostete mindestens sechs Afghanen das Leben, über 120 Menschen im Umfeld des Generalkonsulats wurden verletzt. —  Landesspezifische Sicherheitshinweise — Reisewarnung — Vor Reisen nach Afghanistan wird gewarnt. — Wer dennoch reist, muss sich der Gefährdung durch terroristisch oder kriminell motivierte Gewaltakte einschließlich Entführungen bewusst sein. Auch bei von professionellen Reiseveranstaltern organisierte Einzel- oder Gruppenreisen besteht unverminderte Gefahr, Opfer einer Gewalttat oder einer Entführung zu werden. — Für zwingend notwendige Reisen nach Afghanistan gilt: Der Aufenthalt in weiten Teilen des Landes bleibt gefährlich. Jeder längerfristige Aufenthalt ist mit zusätzlichen Risiken behaftet. … „

Afghanische Opfer, die weiterhin vielfach die Mehrheit der zivilen Opfer auch bei Anschlägen auf Ausländer/ausländische Einrichtungen nationale und internationale Sicherheitskräfte und auch von staatlicher oder internationaler Seite auf Aufständische stellen, wird es kaum trösten, wenn sie nicht gezielt, sondern nur als Kolateralschaden getötet oder verletzt werden.

Außerdem interessant:

UN OCHA berichtet, dass zwischen dem 1. Januar und 14. Mai 2017 (soweit registriert) über 101.000 Personen in Afghanistan aus ihrer Heimat geflohen seien: in 29 von 34 Provinzen habe es Zwangsvertreibungen von gewissem Umfang gegeben. Die Versorgungslage für die Binnenflüchtlinge und Rückkehrer verschärfe sich damit weiter.

The Jamestown Foundation, Abubakar Siddique, 19. Mai 2017: The Taliban’s Spring Offensive: Afghanistan Faces a Crucial Year

Briefing Notes des BAMF u.a. zu Afghanistan:
http://www.refworld.org/country,,,,AFG,,592433cb4,0.html
http://www.refworld.org/country,,,,AFG,,591d97bb4,0.html

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Wenig hoffnungsvoll stimmt allerdings eine neuere Entscheidung des VGH München, (Beschluss v. 06.03.2017 – 13a ZB 17.30099). Dort heißt es bei Randnr. 12:

„Unabhängig davon sind aber auch nach Auffassung von UNHCR alleinstehende, leistungsfähige Männer und verheiratete Paare im berufsfähigen Alter in der Lage, ohne Unterstützung von Familie und Gemeinschaft in urbanen und semi-urbanen Umgebungen zu leben (S. 10 der Richtlinien).“

Dass das BVerfG (Beschluss vom 14.12.2016 – 2 BvR 2557/16,) kürzlich   a u s d r ü c k l i c h   offen gelassen hat (da im konkreten Fall nicht entscheidungsrelevant), ob Abschiebungen nach Afghanistan derzeit verfassungsrechtlich zulässig seien, wird abgetan. Die in Bezug geommene Passage auf Seite 10 der UNHCR-Richtlinien vom 19. April 2016 lautet:

„Die einzigen Ausnahmen von dieser Anforderung der externen Unterstützung stellen nach Auffassung von  UNHCR  alleinstehende,leistungsfähige  Männer  und  verheiratete  Paare  im  berufsfähigen Alter ohne festgestellten besonderen Schutzbedarf dar. Diese Personen können unter bestimmten Umständen ohne Unterstützung von Familie und Gemeinschaft in urbanen und semiurbanen Umgebungen leben, die die  notwendige  Infrastruktur  sowie  Erwerbsmöglichkeiten  zur  Sicherung  der  Grundversorgung bieten  und unter  tatsächlicher staatlicherKontrolle  stehen.  Angesichts  des  Zusammenbruchs  des traditionellen  sozialen  Gefüges  der  Gesellschaft  aufgrund  jahrzehntelang  währender  Kriege,  der massiven  Flüchtlingsströme  und  der  internen  Vertreibung  ist  gleichwohl  eine  einzelfallbezogene Analyse notwendig.

Die Entscheidung des VGH München erwähnt zwar (Rn. 8, 12) die Anmerkungen des UNHCR zur Situation in Afghanistan vom Dezember 2016 auf Anfrage des deutschen BMI , in der eine deutliche weitere Verschärfung der Sicherheitslage auch noch nach den Richtlinien vom April 2016 dargelegt und eine Neubewertung empfohlen wird (bis hin zum Wiederaufgreifen von mit Ablehnungen abgeschlossenen Verfahren). Inhaltlich setzt sich der VGH damit aber nicht auseinander. Im Hinblick auf die humanitäre Situation und Abschiebeverbote verweist er auf alte Entscheidungen –  „(BayVGH, U.v. 12.2.2015 – 13a B 14.30309 – juris – unter Hinweis auf BVerwG, U.v. 31.1.2013 – 10 C 15.12 – NVwZ 2013, 1167, das wiederum verweist auf EGMR, U.v. 21.1.2011 – M.S.S./Belgien und Griechenland, Nr. 30696/09 – NVwZ 2011, 413; U.v. 28.6.2011 – Sufi und Elmi/Vereinigtes Königreich, Nr. 8319/07 – NVwZ 2012, 681; U.v. 13.10.2011 – Husseini/Schweden, Nr. 10611/09 – NJOZ 2012, 952)“, die sich zwangsläufig nicht mit der humanitären Krise angesichts von rund 2 Mio. Binnenflüchtlingen und Zwangsrückkehrern aus Pakistan und Iran in den letzten ein, zwei Jahren und den Bedingungen für ein menschenwürdiges Überleben in den wenigen angeblich relativ sicheren Regioinen auseinandersetzen konnten. Der VGH nimmt diese jüngeren Entwicklungen auch nicht in den Blick. Die vom BVerfG in einer neueren Entscheidung (Beschluss vom 27. März 2017 – 2 BvR 681/17,  Rn. 11, 12; )  verlangte „tagesaktuelle“ Bewertung der Sicherheitslage wird hierbei nicht ansatzweise erkennbar.

Die Konsequenzen, die sich für „alleinstehende,leistungsfähige  Männer“ aus den UNHCR-Richtlinien zum internationalen Schutz Nr. 12 vom 02.12.2017  ergeben, werden – wen wundert das noch? – ebenfalls nicht erörtert.
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In der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage (der Abgeordneten Ulla Jelpke, Sevim Dağdelen, Inge Höger,
weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE. – Drucksache 18/11570 – Sammelabschiebungen nach Afghanistan und rechtsstaatliche Defizite im Abschiebungsvollzug;  )  heißt es bei Frage 5, die auf die UNHCR-Anmerkungen vom Dezember 2016 Bezug nimmt:

„Insgesamt hat sich die Sicherheitslage 2016 im Vergleich zum Vorjahr nicht wesentlich verändert. Wie die Statistik der VN-Mission United Nations Assistance Mission in Afghanistan UNAMA (Bericht vom 6. Februar 2017) belegt, erhöhte sich die Zahl ziviler Opfer nur leicht (+3 Prozent). Während die Zahl der verletzten Zivilisten leicht gestiegen ist, ist die Zahl der Todesfälle allerdings etwas zu rückgegangen. Die Statistik wird durch die intensiven Kampfhandlungen zwischen Aufständischen und Sicherheitskräften vor allem in der südlichen Provinz Helmand geprägt; zivile Opferzahlen im Nordosten und Osten sind dagegen im Vergleich zum Vorjahr gesunken.

Diese Antwort verzichtet auf die gebotene Gesamtschau und beschränkt sich auf einen statistischen Vergleich der Zahlen (registrierter!) Opfer. Verglichen werden auch nur 2016 und 2015. Dabei wird nicht erwähnt, dass bereits 2015 als „Rekordjahr“ ziviler Opfer seit Beginn der systematischen Zählungen angesehen wurde. Auch die sonst von der Bundesregierung wieerholt angeführte „Volatilität“ und „Fragilität“ der Sicherheitslage in ganz Afghanistan findet hier keine Erwähnung.

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Update 12.05.17

Entscheidungspraxis des BAMF (Quelle: BAMF)

Während Entscheidungen auf GFK und subsidiären Schutz seltener werden, steigt die Anzahl der Ablehnungen an.

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Update 04.05.17

Der Afghanistan-Bericht des Special Inspector General for Afghanistan
Reconstruction (SIGAR) für den US-Kongress vom 30.4.2017 liegt vor
(https://www.sigar.mil/pdf/quarterlyreports/2017-04-30qr.pdf). Im
Vergleich zu Januar 2016 zum Stand vor der Frühjahrsoffensive der
Taliban gilt: Aktuell sind 11% weniger Distrikte unter
Regierungskontrolle oder -einfluss, 6% mehr Distrikte umkämpft, und 5%
mehr Distrikte unter Kontrolle oder Einfluss der Aufständischen
(gerundete Angaben laut Grafik S. 87). Im Februar 2017 verbucht SIGAR
nach Nettozugewinnen auf beiden Seiten im Vergleich zu November 2016
weniger umkämpfte Gebiete.

Der aktuelle Folter-Bericht des afghanischen UNO-Programms UNAMA aus
April 2017
(http://www.ohchr.org/Documents/Countries/AF/AfghanReportApril2017.pdf)
belegt, dass exzessive Gewalt auch in den von der Regierung
kontrollierten Gebieten herrscht und auch diese Regionen regelmäßig
nicht als sicher klassifiziert werden dürfen.

UNAMA hat gerade auch Opferzahlen für das erste Quartal 2017 vorgelegt.
Demnach gibt es mehr Opfer unter Frauen, Kindern und in Kabul
(https://unama.unmissions.org/unama-first-quarter-2017-civilian-casualty-data).

Und der in Kürze erwartete Afghanistan-Bericht von EASO sollte dann hier
zu finden sein: https://coi.easo.europa.eu/
<https://coi.easo.europa.eu/> Noch unklar ist, ob es ein allgemeiner
Bericht zur Sicherheitslage wird, oder zu einem speziellen Thema.

Update-Quelle: *Flüchtlingsrat Schleswig-Holstein e.V. *

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Sammlung nationaler und internationaler Medienberichtedes Flüchtlingsrats Niedersachsen, um Ehrenamtliche und Geflüchtete in Ihrer Argumentation zu unterstützen.

Quelle: https://ausbildungsplatzfluechtlinge.word press.com

1.) allgemeine Einschätzungen (schwerpunktmäßig aus 2016): Seite 1 bis 9

(Für ausführlichere Zitate siehe auch PDF-Datei „sicherheit-afghanistan-161209“)

2.) Fallbeispiele (schwerpunktmäßig letzte Monate 2016): Seite 10 bis 17

(Hinweis: Es wurden keine Vorfälle aufgenommen, bei denen nach Nachrichtenlage ausschließlich Aufständische zu Schaden gekommen sind)

3.) Beispiele Rechtsprechung aus der BR Deutschland: Seite 18 bis 20

Die neue Erkenntnismittelliste Afghanistan, ergänzt u.a. um den am 6.2.2017 veröffentlichten UNAMA-Jahresbericht 2016 und den neuesten SIGAR-Vierteljahresbericht vom 30.01.2017 an den US-Kongress. Veröffentlicht auf der Homepage des Flüchtlingsrat Niedersachsen:

http://www.nds-fluerat.org

1.) allgemeine Einschätzungen:

Afghanistan allg.:

15 tote Journalisten, 500 Gewaltaten gegen Presse in 2016 (81 % durch staatl. Stellen)

Quelle: Afghanistan Times

http://afghanistantimes.af/2016-a-bloody-year-for-journalists-in-afghanistan/

(17.12.2016)

Afghanistan allg.:

Reisewarnung des Auswärtigen Amtes: „Vor Reisen nach Afghanistan wird dringend gewarnt. Gefährdung durch terroristisch oder kriminell motivierte Gewaltakte. In ganz Afghanistan besteht ein hohes Risiko, Opfer einer Entführung oder eines Gewaltverbrechens zu werden. Landesweit kann es zu Attentaten, Überfällen, Entführungen und andere Gewaltverbrechen kommen.“

Quelle: Auswärtiges Amt

http://www.auswaertiges-amt.de/DE/Laenderinformationen/00-SiHi/AfghanistanSicherheit.html?searchArchive=0&searchEngineQueryString=reisewarnung&path=%2Fdiplo%2FDE*&searchIssued=0&searchIssuedAfter=27.11.2013

(09.12.2016)

Provinz Balkh / Mazar-i-Sharif:

vorgebl. „sichere“ Gebiete entvölkert und lebensgefährlich, 370 (Balkh) bzw. 27 (Mazar) Anschläge Sept. 2015 – Mai 2016; Taliban rücken immer näher an die Stadt, Anschlag auf dt. Generalkonsulat

Quelle: Tagesschau / Monitor (eig. Report)

https://www.tagesschau.de/ausland/afghanistan-sicherheit-101.html

(08.12.2016)

Nord-Afghanistan:

ARD-Reporter bereisen Norden Afghanistans: „Es gibt keine sichereren Gebiete im Norden – weder auf dem Land noch in der Stadt.“

Quelle: ARD

http://www1.wdr.de/daserste/monitor/sendungen/afghanistan-158.html

(08.12.2016)

Provinz Herat:

zunehmend Kinder für Drogentransporte missbraucht, 5.500 Kinder drogenabhängig

Quelle: Rawa News / IWPR / EU-Delegation Afghanistan

http://www.rawa.org/temp/runews/2016/12/07/afghan-children-targeted-by-drug-gangs.html

(07.12.2016 / 29.11.2016)

Afghanistan allg.:

„gefährlicher als vor 15 Jahren“. 40.000 Aufständische, 900 tote Regierungskämpfer im Juli 2016 (derzeit 30-50 Tote pro Tag), ca. 40% des Territoriums unter Taliban-Kontrolle

Quelle: RAWA News / zit. Interview US-General

http://www.rawa.org/temp/runews/2016/12/03/afghanistan-more-dangerous-today-than-15-years-ago-2.html

(03.12.2016)

Afghanistan allg.:

Plenardebatte im Bundestag. Von der Leihen: (…) „zeigt aber auch, wie fragil und volatil die Sicherheitslage in Afghanistan nach wie vor ist.“ u. weitere Zitate (s. auch sicherheit-afghanistan161209.pdf. Seite 2)

Quelle: Dt. Bundestag

http://dip21.bundestag.de/dip21/btp/18/18206.pdf

(01.12.2016)

Afghanistan allg.:

Tätigkeitsbericht WFP: 200.000 Rückkehrer, 1 Mio. Binnenflüchtlinge, erstmalig Vertreibungen in allen Provinzen

http://reliefweb.int/report/afghanistan/wfp-afghanistan-situation-report-2-28-november-2016

Quelle: World Food Programme

(28.11.2016)

Afghanistan allg.:

IV. Kommandeur der Bundeswehr in Afghanistan „Wir sind im Kriegsgebiet“

https://www.welt.de/politik/deutschland/article159807779/Auch-die-Taliban-haben-gelernt- Menschen-zu-versorgen.html

(28.11.2016)

Afghanistan allg.:

BAMF schätzt Lage in A. deutlich kritischer ein als Bundesregierung. Innerstaatlicher bewaffneter Konflikt in allen Teilen des Landes.

Quelle: Die Zeit

http://www.zeit.de/news/2016-11/17/migration-bundesregierung-will-tausende-afghanen-ab- schieben-17072803

(17.11.2016)

Afghanistan allg.:

Okt. 2016: 3.285 tote / verletzte Zivilisten, 83 % Steigerung zu Sept., 193 Angriffe, 30 Provinzen betroffen (z.B. Baghlan: 144 Opfer, Kabul: 122 Opfer)

Quelle: Pajhwok Nachrichtenagentur

http://www.pajhwok.com/en/2016/11/14/october-over-3000-afghans-killed-and-wounded

(14.11.2016)

Afghanistan allg.:

„Afghanistan zählt inzwischen 1,8 Millionen Binnenvertriebene. 600 000 von ihnen verließen alleine während der vergangenen zwei Monate ihre Dörfer, um den überall aufflammenden Kämpfen zu entgehen.“

Quelle: Frankfurter Rundschau

http://www.fr-online.de/einsatz-in-afghanistan/masar-i-scharif-im-fadenkreuz-der-taliban,1477334,34931484.html

(11.11.2016)

Afghanistan allg.:

EASO-Bericht 2016 zur Sicherheitssituation (alle Angriffe u. Opferzahlen, nach Regionen, Akteuren usw., Kartenmaterial, Trends, Analysen), unter anderem:

  • – Kämpfe allg. (S. 26 ff): gleichbleibend schlechte Sicherheitssituation, Verschlechterung in Kabul, zunehmend Kontrolle von Distrikten inkl. Zentren durch Aufständische, teilw. dauerhaft; zunehmende Kämpfe in 2015 und 2016; High-Profile-Angriffe zunehmend auch in bislang relativ sicheren Gegenden (z.B. Mazar-i-Sharif, Kabul)
  • – Justizsystem (S.29 ff): unterfinanziert, korrupt, abhängig, ineffizient; teilw. Paralleljustiz durch Taliban
  • – Flüchtlinge (S. 31 ff): 384.000 neue Binnenflüchtlinge in 2015 (2014: 192.000), Bevölkerungsanstieg in Kabul von 500.000 (2002) auf 5 Mio. (2015)

regionale Berichte, z.B.:

  • – Kabul (S. 39 ff): 151 sicherheitsrelevante Zwischenfälle Sept. 2015 – Mai 2016 (Bomben, Schießereien, Entführungen usw.; zahlreiche Fallbeispiele); Eskalation in 2016; massenhafte Ansiedlung von Binnenflüchtlingen o. Sicherheitsmaßnahmen
  • – Baghlan (S. 120 ff): 415 sicherheitsrelevante Zwischenfälle Sept. 2015 – Mai 2016 (zahlreiche Fallbeispiele); Aufgabe von Polizei-Checkpoints, Schließung des UN-Büros; massenhafte Rekrutierung durch Taliban und IS-Ableger, Ansiedlung von IS-Familien
  • – Balkh / Mazar-i-Sharif (S. 149 ff): 370 sicherheitsrelevante Zwischenfälle Sept. 2015 – Mai 2016 (zahlreiche Fallbeispiele); starke Beteiligung der Drogenschmuggler, zahlreiche Menschenrechtsverletzungen durch Polizei und alliierte Gruppierungen

Quelle: ECOI / European Asylum Support Office

http://www.ecoi.net/file_upload/90_1479191564_2016-11-09-easo-afghanistan-security-situation.pdf

(November 2016)

Afghanistan allg.:

25.939 sicherheitsrelevante Ereignisse Jan.-Nov. 2016 (Nov.: 2.184)

Quelle: INSO

http://www.ngosafety.org/country/afghanistan

(November 2016)

Afghanistan allg.:

Sicherheitslage im Land aufgrund intensiver Taliban-Operationen „höchst unbeständig“; im 1. Hj. 2016 höchste Opferzahl unter Zivilisten seit 2009: 1.601 Tote, 3.565 Verletzte.

Quelle: Bericht des Special Inspector General for Afghanistan (SIGAR) der US-Regierung

https://www.sigar.mil/pdf/quarterlyreports/2016-10-30qr.pdf

(30.10.2016)

Afghanistan allg.

2016 größte Taliban-Geländegewinne seit 15 Jahren. 33 von 400 Bezirken unter ihrer Kontrolle, 115 umkämpft – „eines von vielen Zeichen dafür, wie sehr sich der Konflikt ausweitet“. Afghanische Sicherheitskräfte erreichen u.a. aufgrund von Desertion ihre Sollstärke nicht mehr. Laut UN mussten dieses Jahr 382.000 Zivilisten aus 196 Bezirken fliehen (2015: 135 Bezirke).

Quelle: New York Times

http://www.nytimes.com/2016/10/31/world/asia/taliban-afghanistan-army.html

(30.10.2016)

Afghanistan, allg.:

UN rechnen mit 600.000 Abgeschobenen aus Pakistan; ca. 150 Mio US-Dollar notwendig, um humanitäre Katastrophe abzuwenden.

Quelle: NDR

http://media.ndr.de/progressive/2016/1027/AU-20161027-1023-4500.mp3

(27.10.2016)

Afghanistan allg.:

382.371 neue Flüchtlinge Jan.-Okt. 2016; 8.397 Tote / Verletzte Jan.-Sept., 3.545 Tote in 2015, jährliche Steigerung

Quelle: ECOI (OCHA, UNAMA)

http://www.ecoi.net/local_link/331153/472349_de.html

(24.10.2016)

Afghanistan allg.:

zivile Opfer: 2.562 Tote, 5.835 Verletzte in ersten drei Quartalen 2016. Kinder immer stärker betroffen.

Quelle: Presseerklärung UNAMA / UNHCR

https://unama.unmissions.org/unama-releases-civilian-casualty-data-third-quarter-2016

(19.10.2016)

Kabul:

diverse Angriffe durch Aufständische, zunehmende sektiererische Gewalt, Erstarken von IS-Ableger

Quelle: Afghanistan Analyst Network

https://www.afghanistan-analysts.org/with-an-active-cell-in-kabul-iskp-tries-to-bring-sectarianism-to-the-afghan-war/

(19.10.2016)

Afghanistan allg.:

Dreivierteljahres-Statistik zu zivilen Opfern 2016: 2.562 Tote, 5.835 Verletzte Jan.-Okt. 2016, 23 % verübt durch Regierungskräfte, zunehmend Kämpfe in dichtbesiedelten Gebieten, Vergleich mit Vorjahren

Quelle: UNAMA

http://unama.unmissions.org/unama-releases-civilian-casualty-data-third-quarter-2016

(19.10.16)

Afghanistan allg.:

Tätigkeitsbericht UNICEF: „humanitäre Krise“; Anwachsen des Terrorismus; tägl. 4.700 Rückkehrer aus Pakistan, bis März 2017 voraussichtl. 1-1.5 Mio. (davon 600.000 Kinder u. 40.000 Schwangere)

http://reliefweb.int/report/afghanistan/unicef-afghanistan-humanitarian-situation-report-3-12-october-2016

Quelle: UNICEF

(12.10.2016)

Nord-Afghanistan:

Interner Lagebericht der Bundesregierung: „Sicherheitslage im Norden in einigen Teilen nicht mehr kontrollierbar.“

Quelle: Bild

http://www.bild.de/politik/inland/bundesregierung/sieht-schwarz-fuer-nord-afghani- stan-48210852.bild.html

(09.10.2016)

Afghanistan allg.:

59.000 Tote seit 2009, 81.445 neue Binnenflüchtlinge bis 05/2016, 9.827 Taliban-Angriffe März 2015 bis März 2016, 36.000 Polizisten quittierten in 2015 den Dienst, eine Infanterieeinheit einsatzbereit (von insg. 201), 30 Distrikte unter Kontrolle der Taliban, 68 Distrikte nur kommissarisch geführt

Quelle: Junge Welt (zit. UNAMA / Regierungskreise)

https://www.jungewelt.de/2016/10-06/053.php

(06.10.16)

Kabul:

Bericht zur Sicherheitslage: „Die Sicherheitslage in Kabul-Stadt hat sich in den letzten Jahren gemäss einer Vielzahl von Quellen deutlich verschlechtert.“ 27 Anschläge zwischen Oktober 2015 und August 2016

Quelle: Schweizer Flüchtlingshilfe

https://www.fluechtlingshilfe.ch/assets/fakten-statt-mythen/52-afghanistan-de.pdf

(05.10.2016)

Kunduz:

Eroberung der Stadt durch die Taliban Anfang Okt., Angriffe in Khanabad und an diversen Fernstraßen

Quelle: Afghanistan Analyst Network

https://www.afghanistan-analysts.org/the-taleban-assault-on-kunduz-city-deja-vu-but-why/

(03.10.2016)

Afghanistan allg.:

1.77 Mio. Vertriebene, 265.141 neue Flüchtlinge Jan.-Sept. 2016, täglich 5.000 Rückkehrer aus Pakistan

Quelle: ECOI (UNHCR, regierungsamtl. Erhebungen)

http://www.ecoi.net/local_link/330788/471954_de.html

(03.10.2016)

Afghanistan allg.:

Machtvakuum nach Rückzug der ISAF; Taliban kontrollieren ca. ein Drittel des Landes (Kunduz, Baghlan-Balkh-Fernstraße, Badakhshan, Kandahar, Badghis, Faryab, Ghor, Jowzjan, Farah, Nangarhar, Uruzgan, Ghazni, Zabul, Helmand); Erstarken neuer aufständischer Gruppen; 2015 Anstieg der zivilen Opfer um 4%, Ende 2015 neuer Höchststand (11.002), bis Mitte 2016 weitere 5.166; 16.287 sicherheitsrelevante Vorfälle Jan.-Juli 2016

Quelle: Schweizerische Flüchtlingshilfe, INSO

https://www.fluechtlingshilfe.ch/assets/herkunftslaender/mittlerer-osten-zentralasien/afghanistan/160930-afg-update-d.pdf

(30.09.2016)

Afghanistan allg.:

Friedensvertrag mit Hekmatyar / HIG: angekündigte Rückkehr von 20.000 exilierten Familien aus radikalislamischem Umfeld in Pakistan, zusätzl. potentielle djihadistische Kämpfer, drohende Verschärfung der Konflikte

Quelle: Afghanistan Analyst Network

https://www.afghanistan-analysts.org/peace-with-hekmatyar-what-does-it-mean-for-battlefield-and-politics/

(29.09.2016)

Afghanistan allg.

Timor Sharan, hochrangiger Analyst für die International Crisis Group in Afghanistan, bestreitet die von der EU behaupteten sicheren Fluchtalternativen innerhalb des Landes: „Die Sicherheitssituation ist im Fluss. Orte, Städte und Straßen, die vor einem Monat noch sicher waren, sind dies nicht mehr.“

Quelle: The Guardian

https://www.theguardian.com/global-development/2016/sep/28/eu-secret-ultimatum-afghanistan-accept-80000-deportees-lose-aid-brussels-summit-migration-sensitive

(28.09.2016)

Afghanistan allg.:

6 afghanische und 7 ausländische Terroristengruppen aktiv; Angriffe von IS-Ablegern in 5 Provinzen, permanente Etablierung in Nangarhar

Quelle: Afghanistan Analyst Network

https://www.afghanistan-analysts.org/descent-into-chaos-why-did-nangarhar-turn-into-an-is-hub/

(27.09.2016)

Afghanistan allg.:

über 200 der 384 Distrikte nicht mehr sicher; 1.2 Mio. Binnenvertriebene

Quelle: Human Rights Watch / afghan. Regierung

https://www.hrw.org/news/2016/09/20/afghanistan-conflict-fuels-desperate-journeys

(20.09.2016)

Afghanistan allg.:

„Der Sicherheitsrat bekundet erneut seine Besorgnis über die Sicherheitslage in Afghanistan.“

Quelle: Sicherheitsrat der Vereinten Nationen

http://www.un.org/depts/german/sr/sr_16/sp16-14.pdf

(14.09.2016)

Afghanistan, allg.:

Wehrbeauftragter des Bundestags, Hans-Peter Bartels: „Sicherheitslage hat sich dramatisch verschärft“, Soldaten fliegen zwischen Stützpunkten hin und her, weil es auf Straßen zu gefährlich ist

Quelle: Bild

http://www.bild.de/politik/ausland/afghanistan/taliban-ruecken-immer-weiter-vor-47757134.bild.html

(10.09.2016)

Afghanistan allg.:

Blitzappell UNOCHA u.a.: steigende Konfliktintensität, 225.000 Rückkehrer aus Pakistan u. Iran Jan.-Sept. 2016; 250.000 neue Binnenvertriebene; teilw. drohender Zusammenbruch der staatl. Hilfskapazitäten, bes. in Jalalabad u. Kabul; 1 Mio. Flüchtlinge Sept.-Dez. 2016 erwartet, humanitäre Krise

Quelle: UNOCHA

https://www.humanitarianresponse.info/en/operations/afghanistan/document/afghanistan-flash-appeal-2016-one-million-people-move

(07.09.2016)

Afghanistan allg.:

zweithöchste Kindersterblichkeitsrate weltweit. Von 1000 Kindern sterben 55 vor ihrem 5. Geburtstag.  35% aller Kinder schwere Mangelernährung. Nur 60% der Afghanen hat Zugang zu Kliniken

Quelle: Bild

http://www.bild.de/politik/aktuelles/politik-ausland/eine-million-kinder-in-afghanistan-unterernaehrt-47547854.bild.html

(29.08.2016)

Afghanistan allg.:

Sicherheitslage hat sich in den ersten vier Monaten 2016 laut dem UN-Generalsekretär „beträchtlich verschlechtert”, die Taliban sind „außergewöhnlich aktiv”.

Quelle: SIGAR

https://www.sigar.mil/pdf/quarterlyreports/2016-07-30qr.pdf

(30.07.2016)

Afghanistan allg.:

1.601 Tote Jan.-Juli 2016, Anstieg der zivilen Opfer um 47 % gegenüber Vorjahreszeitraum

Quelle: ECOI / UNAMA

http://www.ecoi.net/local_link/327857/468578_de.html

(27.07.2016)

Afghanistan allg.:

Rekordzahl zivile Opfer 1. Halbjahr 2016: 5.166 Tote / Verletzte; extremer Anstieg bei Kindern (388 Tote / 1.121 Verletzte); zunehmend zivile Opfer bei Angriffen von pro-Regierungseinheiten (1.1.80 Opfer, 47% Anstieg zu 2015); 157.987 neue Vertriebene (10% Anstieg); Gesamtzahl zivile Opfer seit 2009: 22.941 Tote, 40.993 Verletzte (weitere 80 Tote / 230 Verletzte bei 2 aktuellen Bombenanschlägen noch nicht eingeschlossen)

Quelle: Al Jazeera / UNAMA

http://www.aljazeera.com/news/2016/07/afghanistan-surge-civilian-children-death-tolls-160725063051899.html

(25.07.2016)

Afghanistan allg.:

US-Präsident Obama konstatiert steigende Zahl von Opfern unter “unschuldigen Zivilisten”; Taliban teilweise noch stärker geworden.

Quelle: US-Regierung

https://www.whitehouse.gov/the-press-office/2016/07/06/statement-president-afghanistan

(06.07.2016)

Afghanistan allg.:

Länderreport 2015: nach Rückzug der ISAF generelle Verschlechterung der Sicherheitslage (zahlreiche Fallbeispiele); Ausweitung der Kämpfe auf bislang sichere Gebiete (v.a. im Norden); Gebietsgewinne der Taliban; neue Akteure (IS-Ableger)

Quelle: US-State-Dept.

https://www.state.gov/j/ct/rls/crt/2015/257518.htm

(Juni 2016)

Afghanistan allg.:

Global Peace Index 2016: Sicherheitslage in Afghanistan ist die viertschlechteste von 163 untersuchten Staaten

Quelle: Institute for Economics & Peace

http://economicsandpeace.org/wp-content/uploads/2016/06/GPI-2016-Report_2.pdf

(Juni 2016)

Afghanistan allg.:

Verlängerung NATO-Einsatz in 2017: „Die Sicherheitslage in Afghanistan ist seit Samstag (21. Mai) nicht besser geworden, eher noch unberechenbarer und brüchiger.“

Quelle: Bundeswehr-Journal

http://www.bundeswehr-journal.de/2016/nato-verlaengert-afghanistan-mission-ueber-2016-hinaus/#more-6679

(22.05.2016)

Afghanistan allg.:

„Die Sicherheitslage hat sich seit dem Ende der ISAF-Mission verschlechtert. Wenn die Internationale Gemeinschaft nicht im jetzigen Format noch weit über 2017 hinaus bleibt, werden die afghanischen Sicherheitskräfte strategisch wichtige Räume nicht halten können. Dann dauert es nicht lange und die Region ist im freien Fall.“

Quelle: Bundeswehr-Journal

http://www.bundeswehr-journal.de/2016/dbwv-chef-wuestner-warnt-vor-scheitern-in-afghanistan/#more-6631

(06.05.2016)

Afghanistan allg.:

Dokumentation Expertengespräch: S. 24 ff: „Der Krieg hält mit hoher Intensität an.“; „Die Zahl relativ ruhiger urbaner Gebiete nahm 2015 ab“; in 2015 zeitweise Eroberung von 23 der ca. 400 Distriktzentren durch die Taliban; 60 bis 100 Taliban-kontrollierte Distrikte (Verdoppelung zu 2014), de-facto-Beherrschung weiter Gebiete in den anderen Provinzen; „sichere Zonen“ nach Abzug der ISAF unmöglich

Quelle: ACCORD (österr. Forschungsgruppe)

http://www.ecoi.net/file_upload/90_1466684031_dokumentation-coi-seminar-afg-20160623.pdf

(04.05.2016)

Afghanistan allg.:

UN-Bericht zur Sicherheitslage. Wichtig: Die bisher teilweise noch in der von dt. Verwaltungsgerichten herangezogene „Erkenntnisliste: Afghanistan“ ist nicht aktuell. Neue Richtlinien ersetzen die UNHCR-Richtlinien vom August 2013.

Quelle: Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen

http://www.unhcr.de/fileadmin/rechtsinfos/fluechtlingsrecht/6_laenderinformationen/6_2_asien/AFG_042016.pdf

(19.04.2016)

Afghanistan, allg.:

UNHCR-Richtlinien zur Feststellung des internationalen Schutzbedarfs afghanischer Asylsuchender:

S. 86: (…) „Im „Peoples under Threat”-Index von Minority Rights Group International ist Afghanistan als viertgefährlichstes Land der Welt für ethnische Minderheiten aufgeführt, insbesondere aufgrund der gezielten Angriffe auf Personen aufgrund ihrer Zugehörigkeit zu einer ethnischen Gruppe und Religion. Der Index weist insbesondere Hazara, Paschtunen, Tadschiken, Usbeken, Turkmenen und Belutschen als gefährdete ethnische Minderheiten in Afghanistan aus.

Auf Grundlage der oben beschriebenen Situation ist UNHCR der Ansicht, dass je nach den Umständen des Einzelfalls für Personen, die zu einer ethnischen Minderheit in Afghanistan gehören, insbesondere in Gebieten, in denen diese nicht die ethnische Mehrheit darstellt, ein Bedarf an internationalem Flüchtlingsschutz aufgrund ihrer Nationalität oder ethnischen Zugehörigkeit/Rasse oder aufgrund anderer relevanter Gründe bestehen kann.“

Quelle: UNHCR

http://www.unhcr.de/fileadmin/rechtsinfos/fluechtlingsrecht/6_laenderinformationen/6_2_asien/AFG_042016.pdf

(19.04.2016)

Kabul:

Kabul-Stadt im 1. Halbjahr 2015 68 Sprengstoffanschläge, insgesamt 217 gefährliche Vorfälle

Quelle: WDR

http://www1.wdr.de/daserste/monitor/sendungen/afghanistans-sichere-gebiete-100.html

17.03.2016

Afghanistan allg.:

Menschenrechtsreport 2015 (mit zahlreichen Fallbeispielen): massive Verschlechterung der Sicherheitslage, Zunahme der Kämpfe, mehr Opfer (17 % durch pro-Regierungseinheiten), Zunahme Vertriebene, Zunahme Gewalt an Frauen, Zunahme sexueller Missbrauch Minderjähriger, Angriffe auf das Recht der freien Meinungsäußerung, Bedrohung von Journalisten und Menschenrechtsaktivisten, Folter gang und gäbe, unfaire Verfahren

Quelle: Amnesty International

http://www.amnesty.de/jahresbericht/2016/afghanistan?destination=node%2F2738

(24.02.2016)

Afghanistan allg.:

Rückkehrer: Schulden müssen sofort zurückgezahlt werden. „Aggressives Geldeintreiben kann in Erpressungen, Entführungen, Attacken oder sogar Morden enden. Neben den ursprünglichen Fluchtgründen stellt die Abschiebung oftmals eine noch konkretere Gefahr für Leib und Seele dar.“ Quelle: Informationsverbund Asyl und Migration

http://www.asyl.net/fileadmin/user_upload/beitraege_asylmagazin/Beitraege_AM_2016/AM_16-1beitrag_Naber.pdf

(Jan./Feb. 2016)

2.) Fallbeispiele:

Paghman (Nähe Kabul):

3 Tote, 3 Verletzte bei Schießerei, Raketenangriffe, weitere Zwischenfälle

Quelle: Khaama Press

http://www.khaama.com/shooting-in-kabul-leaves-3-dead-and-3-others-wounded-02496

(18.12.2016)

Nangarhar:

mehrere koordinierte Angriffe auf Sicherheit-Checkpoints

Quelle: Khaama Press

http://www.khaama.com/5-militants-killed-6-wounded-as-afghan-forces-repulse-attack-in-nangarhar-02497

(18.12.2016)

Kandahar:

6 Tote bei Angriff auf weibl. Flughafen-Angestellte

Quelle: Afghanistan Times, Pajhwok Nachrichtenagentur

http://www.pajhwok.com/en/2016/12/17/5-women-workers-kandahar-airport-gunned-down

http://afghanistantimes.af/gunmen-shot-death-five-female-in-kandahar/

(17.12.2016)

Paghman (Nähe Kabul):

3 Tote, 2 Verletzte bei Angriff auf Gebäude des NDS (Sicherheitsdienst), auch Zivilisten

Quelle: Pajhwok Nachrichtenagentur

http://www.pajhwok.com/en/security-crime

(17.12.2016)

Provinz Logar:

Ermordung des Chefs eines lokalen Radiosenders durch Unbekannte

Quelle: BT, Global Times

http://home.bt.com/news/world-news/attackers-kill-afghanistan-radio-station-chief-11364121888555

http://www.globaltimes.cn/content/1024106.shtml

(16.12.2016)

Afghanistan allg.:

diverse Fallbeispiele von Rückkehrern

http://www.reuters.com/article/us-afghanistan-migrants-return-idUSKBN14512Q

(16.12.2016)

Provinz Kunduz:

afghan. Polizei fordert schwere Waffen für immer intensivere Kämpfe gegen Taliban

Quelle: Pajhwok Nachrichtenagentur

http://www.pajhwok.com/en/security-crime

(15.12.2016)

Provinz Badakhshan:

1 totes Kind, 2 Verletzte bei Angriff Aufständischer auf Bus

Quelle: Pajhwok Nachrichtenagentur

http://www.pajhwok.com/en/security-crime

(13.12.2016)

Provinz Kunar:

Kommandeur der Grenzpolizei u. Bodyguard ermordet (Bombenanschlag auf der Straße)

Quelle: Pajhwok Nachrichtenagentur

http://www.pajhwok.com/en/security-crime

(13.12.2016)

Prov. Zabul (Südafghanistan):

bei Bombenanschlag 2 Zivilisten u. 1 Polizist getötet, zahlreiche Verletzte

Quelle: Pajhwok Nachrichtenagentur

http://www.pajhwok.com/en/2016/12/12/8-people-killed-and-wounded-zabul-incidents

(12.12.2016)

Ghazni:

Anwohner zahlen Steuern an Taliban

Quelle: Pajhwok Nachrichtenagentur

http://www.pajhwok.com/en/security-crime

(12.12.2016)

Herat:

2 Zivilistinnen erschossen, 2016 10 ermordeter Frauen in Herat

Quelle: Pajhwok Nachrichtenagentur

http://www.pajhwok.com/en/security-crime

(12.12.2016)

Kandahar:

1 Zivilist, 1 Polizist getötet, 4 Zivilisten verletzt bei diversen Zwischenfällen

Quelle: Pajhwok Nachrichtenagentur

http://www.pajhwok.com/en/security-crime

(12.12.2016)

Sar-i-Pul:

mind. 5 Zivilistinnen erschossen, 2 verletzt von unbekannten Tätern

Quelle: Pajhwok Nachrichtenagentur

http://www.pajhwok.com/en/security-crime

(12.12.2016)

Provinz Parwan:

4 Zivilistinnen von Taliban wg. angebl. Spionagetätigkeit für die Regierung erschossen

Quelle: Pajhwok Nachrichtenagentur

http://www.pajhwok.com/en/security-crime

(10.12.2016)

Provinz Jawzjan:

1 Kind getötet, 2 verletzt von Blindgänger

Quelle: Pajhwok Nachrichtenagentur

http://www.pajhwok.com/en/security-crime

(10.12.2016)

Provinz Laghman:

5 verletzte Zivilisten bei Schießerei zw. Taliban und Sicherheitskräften

Quelle: Pajhwok Nachrichtenagentur

http://www.pajhwok.com/en/security-crime

(07.12.2016)

Andahar:

5 tote, 3 verletzte Polizisten bei Angriff auf Checkpoint

Quelle: Pajhwok Nachrichtenagentur

http://www.pajhwok.com/en/security-crime

(07.12.2016)

Kandahar:

mind. 20 tote Zivilisten bei Kämpfen zw. Regierungstruppen und Taliban

Quelle: Afghanistan Times

http://afghanistantimes.af/taliban-attack-repulsed-in-kandahar/

(06.12.2016)

Provinz Khushamand:

2 Tote, 2 Verletzte bei Straßenbombenangriff

Quelle: Pajhwok Nachrichtenagentur

http://www.pajhwok.com/en/security-crime

(05.12.2016)

Kandahar:

12 Polizisten getötet bei Kämpfen mit Taliban

Quelle: Pajhwok Nachrichtenagentur

http://www.pajhwok.com/en/security-crime

(04.12.2016)

Paktika:

3 Tote, 3 Verletzte bei Straßenbombenangriff

Quelle: Pajhwok Nachrichtenagentur

http://www.pajhwok.com/en/security-crime

(03.12.2016)

Farah:

mind. 5 Soldaten getötet bei Kämpfen mit Taliban

Quelle: Pajhwok Nachrichtenagentur

http://www.pajhwok.com/en/security-crime

(03.12.2016)

Nangahar:

4 Zivilisten erschossen von Unbekannten

Quelle: Pajhwok Nachrichtenagentur

http://www.pajhwok.com/en/security-crime

(01.12.2016)

Kabul:

2 Raketenangriffe auf diplomatisches Viertel

Quelle: Pajhwok Nachrichtenagentur

http://www.pajhwok.com/en/security-crime

(30.11.2016)

Distrikt Aqcha, Prov. Jawzjan (Nordafghanistan):

2 Zivilisten von Militanten ermordet, weitere Morde v.a. an Frauen

Quelle: Rawa News

http://www.rawa.org/temp/runews/2016/11/29/taliban-militants-execute-2-including-a-woman-in-north-of-afghanistan.html

(29.11.2016)

Kandahar:

1 Polizist erschossen bei Kämpfen an Checkpoint

Quelle: Pajhwok Nachrichtenagentur

http://www.pajhwok.com/en/security-crime

(29.11.2016)

Mazar-i-Scharif:

Dt. Diplomanten werden nach Anschlag in Bundwehrcamp umgezogen, Aufgabe des Konsulats

Quelle: Spiegel

http://www.spiegel.de/politik/ausland/afghanistan-diplomaten-ziehen-ins-bundeswehrcamp-a-1123105.html

(25.11.2016)

Provinz Wardak:

Student der techn. Universität Kabul von Taliban öffentlich gehenkt

Quelle: Rawa News

http://www.rawa.org/temp/runews/2016/12/02/afghan-taliban-hang-university-student-in-public.html

(22.11.2016)

Kabul:

mind. 30 Tote, über 70 Verletzte bei Bombenanschlag auf Moschee, Bekennerschreiben IS

Quelle: Wall Street Journal, CNN, UNAMA

http://www.wsj.com/articles/at-least-30-dead-in-kabul-mosque-bombing-1479730427

http://edition.cnn.com/2016/11/21/asia/afghanistan-suicide-bomb-mosque/

https://unama.unmissions.org/unama-condemns-killing-civilians-kabul-mosque-attack-0

(21.11.2016)

Kabul:

4 Tote, 11 Verletzte bei Selbstmordanschlag in der Nähe des Verteidigungsministeriums

Quelle: Handelsblatt

http://www.handelsblatt.com/politik/international/afghanistan-vier-tote-bei-selbstmordanschlag-in-kabul/14848680.html

(16.11.2016)

Bagram (Nähe Kabul):

4 Tote, 16 Verletzte (teilw. zivile Angestellte) bei Selbstmordanschlag auf Militärflughafen Bagram, zeitw. Schließung der US-Botschaft Kabul

Quelle: CNN

http://edition.cnn.com/2016/11/11/asia/afghanistan-bagram-blast/

(11.11.2016)

Mazar-i-Sharif:

6 tote, 130 verletzte Zivilisten bei Selbstmordanschlag auf dt. Generalkonsulat

Quelle: FAZ, UNAMA

http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/angriff-auf-deutsches-konsulat-in-mazar-i-sharif-14523494-p2.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2

https://unama.unmissions.org/unama-condemns-attack-civilians-mazar

(11.11.2016)

Provinz Kunduz:

30 tote und 25 verletzte unbeteiligte Zivilisten bei Militäroperation der afghanischen und US-Armee

Quelle: CNN, Tagesspiegel

http://edition.cnn.com/2016/11/05/politics/afghanistan-kunduz-operation/index.html

(05.11.2016)

http://www.tagesspiegel.de/politik/afghanistan-30-zivilisten-bei-nato-luftangriff-in-provinz-kun- dus-getoetet/14789844.html

(03.11.2016)

Farib:

Raketenbeschuss auf Hochzeit: 11 Tote, 12 Verletzte; afghan. Streitkräfte zunehmend verantwortlich für zivile Opfer, bis Ende Oktober 23 % aller Toten und Verletzten

Quelle: Tagesspiegel

http://www.tagesspiegel.de/politik/afghanistan-mehrere-tote-bei-raketenbeschuss-ei- ner-hochzeit/14793492.html

(04.11.2016)

Balkh:

Angriff auf Trauerzug (12.10.), 14 Tote

Quelle: Tagesspiegel

http://www.tagesspiegel.de/politik/afghanistan-neue-hochburg-fuer-den-is/14759408.html

(30.10.2016)

Provinz Ghor (Zentralafghanistan):

Racheakt der Taliban an Kollaborateuren der Sicherheitskräfte (nach Darstellung des Spiegel: versuchter Diebstahl von Schafen durch IS): Entführung und Mord von 20-30 tote Zivilisten, auch Kinder

Quelle: Die Zeit, Spiegel

http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2016-10/afghanistan-taliban-toetung-zivilisten

http://www.spiegel.de/politik/ausland/afghanistan-dutzende-dorfbewohner-getoetet-is-tat-vermutet-a-1118284.html

(26.10.2016)

Helmand:

Selbstmordattentat auf Polizeistation, Drohneneinsatz durch Taliban; Berichte von weiteren Angriffen mit mehreren Toten; Helmand zu 85% von Taliban kontrolliert (2015: 80%)

Quelle: Al Jazeera

http://www.aljazeera.com/news/2016/10/taliban-drones-film-attacks-afghanistan-161023061347421.html

(23.10.2016)

Kabul und Nord-Afghanistan

11.10.16: 18 Tote, 50 Verletzte bei Angriff auf Moschee in Kabul, vermutl. durch IS-Ableger

12.10.16: 14 Tote bei Angriff auf Moschee in Nord-Afghanistan

Quelle: Reuters

http://www.reuters.com/article/us-afghanistan-ashura-idUSKCN12C17E?il=0

(12.10.16)

Kunduz:

2 Tote und bis zu 200 Verletzte nach drei Tagen Kämpfen gegen Taliban

Quelle: Frankfurter Rundschau

http://www.fr-online.de/einsatz-in-afghanistan/afghanistan-menschen-fliehen-vor-kaempfen-aus-kundus,1477334,34828592.html

(05.10.2016)

Kabul:

5 Tote, 13 Verletzte bei Selbstmordanschlag in der Nähe des Verteidigungsministeriums

Quelle: Die Zeit

http://www.zeit.de/news/2016-09/05/afghanistan-fuenf-tote-bei-doppelanschlag-nahe-verteidigungsministerium-in-kabul-05142205

(05.09.2016)

Kabul:

12 Tote bei Angriff auf Universität

Quelle: CNN

http://edition.cnn.com/2016/08/24/asia/kabul-afghanistan-american-university-blast-gunshots-heard/

(25.08.2016)

Helmand:

Belagerung der Stadt durch Taliban, Kämpfe in Außenbezirken, 30.000 Flüchtlinge

Quelle: Agence France-Presse

http://reliefweb.int/report/afghanistan/afghan-taliban-close-helmand-capital

(10.08.2016)

Provinz Herat:

Taliban-Angriff auf Touristenkonvoi, mind. 7 Verletzte

Quelle: Al Jazeera

http://www.aljazeera.com/news/2016/08/foreign-tourists-convoy-attacked-afghanistan-160804081708739.html

(05.08.2016)

Kabul:

1 Toter, 4 Verletzte bei Bombenangriff auf Hotel

Quelle: Reuters

http://www.reuters.com/article/us-afghanistan-blast-idUSKCN10B0WA

(01.08.2016)

Kabul:

80 Tote, 234 Verletzte bei Bombenanschlag auf Demonstration (Juli), vermutl. durch IS-Ableger

Quelle: Reuters, CNN, UNAMA

http://www.reuters.com/article/us-afghanistan-protests-idUSKCN1030GB

(24.07.2016)

http://edition.cnn.com/2016/07/31/asia/kabul-blast/

(01.08.2016)

Provinz Ghor / Provinz Ghazi, Afghanistan allg.:

Ghor: 15jähriger wird von bewaffneten Kämpfern bei lebendigem Leibe gehäutet und dann von einer Klippe in den Tod gestürzt. Ghazi: Schüler wird von Taliban durch Abschneiden von Nase und Ohren ermordet. Beide Fälle werden von Analysten als Beispiele für ein noch brutaleres Vorgehen einer jüngeren Generation von Taliban gewertet.

Quelle: The Washington Post

https://www.washingtonpost.com/world/asia_pacific/a-young-man-was-skinned-alive-in-afghanistan-a-sign-of-new-taliban-brutality/2016/06/10/6b7592fa-2e8a-11e6-b9d5-3c3063f8332c_story.html

(11.06.2016)

verschiedene Orte (Chronik 20.-21.05.2016):

  • – Provinz Faryab: 10 Tote nach Taliban-Angriff u. anschl. Kämpfen zwischen rivalisierenden Pro-Regierungsmilizen
  • – Provinz Oruzgan: 6 Polizisten getötet von zu den Taliban überlaufenden Kollegen, Waffendiebstahl; Gouverneur Distrikt Charchino: „Der Distrikt ist komplett umzingelt von Taliban; täglich laufen Polizisten über.“
  • – Provinz Parwan: Tötung eines aufständischen Warlords (vormals regierungstreu), durch unbekannte Täter
  • – Angriff eines Selbstmordattentäters auf amerikanischen Konvoi
  • – Provinz Baghlan: zweiwöchige Umzingelung von Regierungstruppen durch Taliban, Verletzte, 1 Polizist getötet

Quelle: New York Times

http://www.nytimes.com/2016/05/22/world/asia/violence-flares-in-afghanistan-among-various-groups.html?_r=1

(21.05.2016)

Kabul:

7 Tote, 25 Verletzte bei Autobomben-Angriff auf afghan. TV-Mitarbeiter

https://www.yahoo.com/news/suicide-car-bomb-downtown-kabul-casualties-feared-official-131729835.html?ref=gs

Quelle: Agence France Presse

(20.01.2016)

Zabul:

Enthauptungen durch Taliban: 4 Männer, 2 Frauen, neunjähriges Mädchen

Quelle: Die Welt

https://www.welt.de/politik/ausland/article148790837/Seit-Taliban-den-IS-kopieren-eskaliert-der-Hass.html

(12.11.2015)

3.) Beispiele dt. Rechtssprechung:

(http://www.asyl.net/index.php?id=rechtsprechungsdatenbank)

Zuerkennung subsidiären Schutzes wegen der Gefahr aufgrund eines innerstaatlichen bewaffneten Konflikts und gefahrerhöhender Umständen, die in der afghanischen Provinz Logar für Familien mit minderjährigen Kindern anzunehmen sind.

http://www.asyl.net/fileadmin/user_upload/dokumente/23858.pdf

Zuerkennung von subsidiärem Schutz aufgrund der Verfolgung durch nichtstaatliche Akteure mit rein kriminellen Motiven in Afghanistan.

http://www.asyl.net/fileadmin/user_upload/dokumente/23623.pdf

Eine extreme Gefahrenlage, die in verfassungskonformer Auslegung des § 60 Abs. 7 S. 1 AufenthG in Einzelfällen ein Abschiebungsverbot begründet, kann sich in Bezug auf Afghanistan bei besonders schutzbedürftigen Rückkehrern ergeben.

http://www.asyl.net/fileadmin/user_upload/dokumente/24018.pdf

Eine extreme Gefahrenlage kann sich für besonders schutzbedürftige Rückkehrer wie alte oder behandlungsbedürftige kranke Personen, alleinstehende Frauen mit und ohne Kinder, Familien und Personen, die aufgrund besonderer persönlicher Merkmale zusätzlicher Diskriminierungen unterliegen, ergeben.

http://www.asyl.net/fileadmin/user_upload/dokumente/23480.pdf

Besteht keine Möglichkeit der engmaschigen Betreuung durch Familienangehörige zur Sicherstellung der erforderlichen medizinischen und psychotherapeutischen Behandlung in Afghanistan, ist ein Abschiebungsverbot gem. § 60 Abs. 7 AufenthG festzustellen.

http://www.asyl.net/fileadmin/user_upload/dokumente/23434.pdf

Die Familienangehörigen eines Regierungsbeamten in Afghanistan werden politisch verfolgt, wenn Taliban sein Kind entführt hatten und die Familie erneut bedroht haben. Der afghanische Staat ist nicht in der Lage, seine Bürger vor den Taliban zu schützen.

http://www.asyl.net/fileadmin/user_upload/dokumente/23359.pdf

Feststellung eines Abschiebungsverbotes nach § 60 Abs. 7 S. 1 AufenthG im Rahmen eines Wiederaufgreifensantrags aufgrund rezidivierender depressiver Störung und mangelnder Behandlungsmöglichkeiten in Afghanistan.

http://www.asyl.net/fileadmin/user_upload/dokumente/23139.pdf

Kein Widerruf der Feststellungen eines nationalen Abschiebungsverbotes nach § 60 Absatz 7 AufenthG im Hinblick auf einen jungen afghanischen Staatsangehörigen, da weiterhin eine extreme Gefahr für ihn besteht, die nicht durch sonstigen gleichwertigen Schutz ausgeglichen werden kann.

http://www.asyl.net/fileadmin/user_upload/dokumente/23608.pdf

Schlechte humanitäre Bedingungen können eine auf eine Bevölkerungsgruppe bezogene Gefahrenlage darstellen, die zu einer unmenschlichen oder erniedrigenden Behandlung im Sinn von Art. 3 EMRK führt. Dies ist bei der Rückkehr von Familien mit minderjährigen Kindern unter den in Afghanistan derzeit herrschenden Rahmenbedingungen im Allgemeinen der Fall, so dass für sie ein Abschiebungsverbot nach § 60 Abs. 5 AufenthG besteht.

http://www.asyl.net/fileadmin/user_upload/dokumente/22882.pdf

Nach der Auskunftslage geht das Gericht davon aus, dass afghanische Zivilisten, die für die internationalen Streitkräfte als Fahrer, Dolmetscher oder in anderen zivilen Funktionen arbeiten, bedroht und angegriffen werden.

Zudem sind Afghanen, die mit dem internationalen Militär oder Nichtregierungsorganisationen zusammenarbeiten, proklamiertes Ziel der Taliban und immer wieder Opfer von Anschlägen.

http://www.asyl.net/fileadmin/user_upload/dokumente/22683.pdf

Rückkehrern ohne familiäres Netzwerk, welches in der Übergangszeit nach der Rückkehr behilflich sein könnte, wieder Fuß zu fassen und auch vorübergehend bei der Erwirtschaftung des Existenzminimums unterstützen könnte, droht Verelendung in Afghanistan, wenn es nicht gelingt alsbald eine Erwerbsarbeit zu finden.

http://www.asyl.net/fileadmin/user_upload/dokumente/22128.pdf

In der Provinz Kunar ist von einem bewaffneten Konflikt auszugehen, der bei einer Person, die vor ihrer Ausreise bedroht wurde, zu einer Gefährdung im Sinn von § 4 Abs. 1 Nr. 3 AsylVfG führt.

http://www.asyl.net/fileadmin/user_upload/dokumente/21999.pdf

1. Die Bedrohung eines Mannes durch nichtstaatliche Akteure wegen einer nichtehelichen Liebesbeziehung zu einer Frau knüpft nicht an ein Verfolgungsmerkmal an und führt daher nicht zur Anerkennung der Flüchtlingseigenschaft.

2. Die Bedrohung und befürchtete Ermordung des Mannes stellt keine Verfolgung wegen seines Geschlechts nach § 60 Abs 1 S 1 AufenthG dar.

3. „Zina-Vergehen“ (außerehelicher Geschlechtsverkehr) gelten in Afghanistan als schwere Ehrverletzungen der Familien, vor allem der Familie der Frau, weshalb in der Regel drastische Vergeltungshandlungen der männlichen Familienmitglieder drohen.

http://www.asyl.net/fileadmin/user_upload/dokumente/21801.pdf

In Anbetracht der Auskunftslage hinsichtlich der aktuellen Situation in Afghanistan erscheint die Ablehnung eines Asylantrags als offensichtlich unbegründet ausgeschlossen.

http://www.asyl.net/fileadmin/user_upload/dokumente/21864.pdf

Nahen Angehörigen einer Person, die von einer mächtigen, verfeindeten Familie bedroht wurde, droht bei Rückkehr unmenschliche Behandlung, vor der der afghanische Staat keinen hinreichenden Schutz gewähren kann.

http://www.asyl.net/fileadmin/user_upload/dokumente/21570.pdf

Für Afghanen, die aus Europa heimgekehrt waren und in Afghanistan aufgrund der Vermutung, dass sie Geld haben müssten, bedroht wurden, besteht mangels Schutzmöglichkeiten durch die Behörden erhebliche Rückkehrgefahr.

http://www.asyl.net/fileadmin/user_upload/dokumente/21839.pdf

Eine Person, die denunziert und von den Taliban bedroht wird, weil sie Aufträge für Regierungsstellen ausgeführt hat, hat Anspruch auf die Anerkennung als politischer Flüchtling, da die Verfolgung an die vermutete politische Überzeugung anknüpft.

http://www.asyl.net/fileadmin/user_upload/dokumente/21844.pdf

Es ist eine klärungsbedürftige Tatsachenfrage, ob für afghanische Familien mit minderjährigen Kindern bei einer Rückkehr eine erhebliche konkrete Gefahr für Leib, Leben oder Freiheit in entsprechender Anwendung von § 60 Abs. 7 Satz 1 AufenthG besteht.

http://www.asyl.net/fileadmin/user_upload/dokumente/21230.pdf

Aufgrund der Mängel im Gesundheitsswesen und des Erfordernisses, über finanzielle Mittel zu verfügen, ist bei einer psychischen Erkrankung, die eine regelmäßige Einnahme von Psychopharmaka erfordert, die Behandlung in Afghanistan nicht gewährleistet.

http://www.asyl.net/fileadmin/user_upload/dokumente/21133.pdf

Eine Person, die als Dolmetscher für die US-amerikanischen und rumänischen Einsatzkräfte in Afghanistan tätig war und daher von den Taliban bedroht wurde, ist als Flüchtling anzuerkennen.

http://www.asyl.net/fileadmin/user_upload/dokumente/21063.pdf

Personen, die im Verdacht stehen, die afghanische Regierung oder die internationalen Streitkräfte zu unterstützen, sind in Gefahr, gezielt verfolgt oder getötet zu werden. Es gehört zu den Grundsätzen der Taliban, sowohl die von ihnen als Gegner angesehenen Personen selbst als auch deren Angehörige zum Ziel von Angriffen zu machen.

http://www.asyl.net/fileadmin/user_upload/dokumente/21174.pdf

Wer sich in Afghanistan für Demokratisierung engagiert und Kontakt zu US-Militärs hat, muss mit Verfolgung durch die Taliban rechnen.

Aus Sicht der Taliban sind Verfehlungen, durch denen sich eine Person als Abtrünniger vom Islam erwiesen hat, nicht verjährbar, und auch noch nach langer Zeit muss mit einer Bestrafung gerechnet werden.

Es besteht kein interner Schutz im Sinne von Art. 8 QRL bei Verfolgung durch die Taliban.

http://www.asyl.net/fileadmin/user_upload/dokumente/21060.pdf

Einem afghanischen Staatsangehörigen, der von den Taliban bedroht wurde, weil er Mitbegründer eines Kulturvereins ist, welcher eine Alphabetisierungskampagne in Afghanistan durchführt, ist Flüchtlingsschutz im Sinne von § 60 Abs. 1 AufenthG zu gewähren.

http://www.asyl.net/fileadmin/user_upload/dokumente/20862.pdf

Die Voraussetzungen des § 60 Abs. 1 AufenthG liegen bereits dann vor, wenn eine Verfolgung durch nichtstaatliche Akteure wegen eines vermeintlichen Verfolgungsmerkmals droht. Wird eine Person in Afghanistan von den Taliban bedroht, weil sie als Fahrer für ANSO gearbeitet hat und deswegen als Feind angesehen wird, ist ihr Flüchtlingsschutz gem. § 60 Abs. 1 AufenthG zu gewähren.

http://www.asyl.net/fileadmin/user_upload/dokumente/20801.pdf

Auch unvernünftiges oder nicht nachvollziebares Verhalten spricht nicht gegen ein glaubhaftes Vorbringen.

Es besteht kein interner Schutz in Kabul bei Verfolgung durch die Taliban, da sie ihre Verfolgung landesweit ausüben.

http://www.asyl.net/fileadmin/user_upload/dokumente/20752.pdf

Trotz erkennbarer Verbesserungen ist die medizinische Versorgung in Afghanistan auf Grund ungenügender Verfügbarkeit von Medikamenten, Geräten, Ärztinnen und Ärzten sowie mangels gut qualifiziertem Assistenzpersonal immer noch unzureichend. Selbst in Kabul, wo es mehr Krankenhäuser als im übrigen Land gibt, ist für die Bevölkerung noch keine hinreichende medizinische Versorgung gewährleistet.

http://www.asyl.net/fileadmin/user_upload/dokumente/20512.pdf

Download als PDF hier: 20161216_sicherheit_afghanistan

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