13 Mai

Blick zurück und nach vorn: Von Brandherden, viel Engagement und Ideen für die Zukunft

Liebe Jugendliche, liebe Ehrenamtliche,

Ihr habt gemerkt, in den vergangenen Wochen und Monaten ist es ruhig geworden um und in encourage. Das hat viele unterschiedliche Gründe, das Wichtigste aber vorab: Zu Juli 2020 werden wir den Verein auflösen und damit auch offiziell beschließen, was seit einer kleinen Weile bereits praktisch gelebt wird.

encourage ist gestartet, als die Verzweiflung am größten war, nämlich 2015/2016, als viele Geflüchtete nach Berlin kamen und die damalige rot-schwarze Berliner Regierung & Senatsverwaltung unvorbereitet war und zauderte statt zu handeln. Wir sind in eine Aufgabe gesprungen, deren Zuständigkeit wir originär in der öffentlichen Hand sehen. Die Gründungsmitglieder unseres Vereins haben sich zufällig kennengelernt, als sie am Höhepunkt der Verwaltungskrise als ehrenamtliche Deutschlehrerinnen unterstützen wollten. Die Szenerie dieses Moments des Kennenlernens steht rückblickend symbolisch für vieles, was wir anschließend erlebt haben: Unvorbereitet und ohne Hilfe von öffentlicher Seite saßen wir in einer Veranstaltung, die eigentlich ein unverbindliches Kennenlernen mit einer Organisation sein sollte. Uns gegenüber saßen allerdings keine Mentor*innen, sondern rund zwanzig 12- bis 18-Jährige, genauso unvorbereitet und mit diffuser Vorstellung von dem, was kommt, wie wir. Also haben wir schlicht angefangen, zunächst mit Deutschunterricht nach bestem Wissen und Gewissen. Wir lernten uns kennen – schnell auch auf rechtlicher Ebene als Vormünder*innen und Pat*innen bzw. Mündel und Unterstützte, denn Sprache stellte sich innerhalb von Wochen als eines der überschaubarsten Probleme heraus.

Notwehr gegen öffentliches Versagen
Die Jugendlichen gingen nicht nur monatelang in keine Schule. Sie konnten keine Asylanträge stellen, da sie weder vollumfänglich von der Verwaltung registriert wurden, noch Vormünder*innen hatten, die Asylanträge für Minderjährige überhaupt erst hätten stellen dürfen. Ohne Asylantrag kein Schutz, ohne Schutz keine Familienzusammenführung, und bei allem tickt die Uhr. Zu dieser Thematik gab es zudem kaum Informationen online, und die traditionell finanziell kurz gehaltenen Beratungsvereine und die wenigen Fachanwälte kamen der Menge ihrer Aufgaben längst nicht mehr nach. Also lernten wir bei dem Versuch, den Jugendlichen ein Leben aufzubauen, Schritt für Schritt – direkt in Verwaltungen, Gerichten, unter Papierbergen und im Erfahrungsaustausch mit anderen Ehrenamtlichen. Immer kämpften wir um Existenzielles, stets schwebte das Damoklesschwert des nicht wieder gut zu machenden Fehlers über uns – Asyl- und Aufenthaltsrecht genau wie Landesjugendamt in Berlin akzeptierten damals wie heute kein „Entschuldigung, das haben wir nicht gewusst“. Immer drohte: Dublin-Abschiebung in überfüllte europäische Grenzregionen, Abschiebung ins sogenannte Herkunftsland, auf Dauer strandende Eltern und Geschwister in Kriegsregionen, Verlegung in Berliner Erwachsenencamps in Zuständen, die man nur glaubt, wenn man sie selbst gesehen hat.

Verwaltungsvorgang für die einen, Kampf und die Existenz für die Betroffenen
Wir versuchten, für so viele Minderjährige und junge Erwachsene wie möglich die Basis für eine eigene, lebenswerte Zukunft zu legen, und – worauf wir damals noch gehofft hatten – für Familienzusammenführungen. Uns gelang es, immer mehr Ehrenamtliche über unsere Initiative zu vernetzten. Diese wurden häufig zum Familienersatz und zu vertrauenswürdigen Begleitern für geflüchtete Jugendliche. Bei vielen anderen Zielen hatten wir nur in Ausnahmefällen Erfolg: In unserem Spurt gegen die verrinnende Zeit um Schutz und Familienzusammenführung haben wir den Kampf gegen blockierende Verwaltungsmühlen zu oft verloren. Viele der Entscheidungen, gegen die wir gekämpft haben und die uns damals schon falsch erschienen, haben sich später auch rechtlich als unhaltbar erwiesen: Europäische Gerichte etwa verurteilten die Praxis des BAMF, Familienzusammenführungen über die Volljährigkeit hinaus zu verschleppen. Dennoch kam für die meisten der durch uns begleiteten Jugendlichen solche Urteile schlicht zu spät. Ein anderes Beispiel ist die frappierend inhumane und wissenschaftlich unfundierte Praxis rund um Altersschätzungen, die durch unser Auflehnen dagegen politisch und öffentlich sichtbar wurde. Doch auch hier hat die entstehende Öffentlichkeit für das Problem nur noch wenigen betroffenen Jugendlichen helfen können.

Jede Menge Hilfe zur Selbsthilfe, Netzwerktreffen und private Spenden
Während diese Zeilen entstehen, kommen auch gute Erinnerungen an die Momente zurück, in denen wir den Unterschied machen konnten: Die zahlreichen Netzwerktreffen von ehrenamtlichen Vormünder*innen, in denen wir uns gegenseitig mit Tipps & Erfahrung weiter geholfen haben. Die Vorbereitung in Gruppen und Einzelgesprächen für die Anhörung beim BAMF, die den Jugendlichen Größtes abverlangt haben, und für die die Ehrenamtlichen jeder für sich zu einem Asylrechtsexperten werden mussten. Die Infoabende, in den erfahrende Vormünder*innen Anfänger*innen mit persönlichen Erfahrungen im Umgang mit traumatisierten Jugendlichen schulten, aber eben auch zu Vormundschaftsrecht genau wie zu Jugendhilfe und Vorschriften des SGB-Gesetzbuches. Der unfassbare Moment, wenn Eltern und Geschwister am Flughafen ankamen, teilweise nach Jahren der Trennung, Tage vor dem 18. Geburtstag, nachdem eine solche Zusammenführung nicht mehr möglich gewesen wäre. Der Moment, wenn die Aufenthaltserlaubnis ausgestellt wird und tatsächlich ein Leben beginnen kann.

Wir haben zudem immer wieder unfassbar viel Unterstützung auf individueller Basis bekommen, von einzelnen Abgeordneten, anderen Beratungsstellen wie Berlin hilft oder dem BBZ, über begleitende Presse und unzählige Vereine und Engagierte, die uns Räume zur Verfügung gestellt haben, um unsere zahlreichen Veranstaltungen überhaupt durchführen zu können. Wir bedanken uns aus vollem Herzen.

encourage e.V. @ Offenes Neukölln | Bilder-Copyright: Ahmad al Homsi

Keine Verstetigung der politischen Arbeit ohne öffentliche Förderung möglich
Woran es jedoch immer gefehlt hat, war Geld. Obwohl wir von privaten Spender*innen immer wieder großzügig unterstützt wurden, ist es uns nie gelungen, eine kontinuierliche  Finanzierung über öffentliche Töpfe zu generieren. Das lag auch an uns, denn wir haben unsere ehrenamtlich verfügbare Zeit und entsprechend unsere Prioritäten auf die Jugendlichen gesetzt. Diese Entscheidung kam selbstredend kaum mit Wahlfreiheit. Angesichts des existenziellen Drucks, der im Leben der Jugendlichen über deren Hintergrundgeschichte und die bürokratische Mühlen entsteht, zwischen den sie zerrieben werden, blieb kaum Zeit für endlose Recherchen für Antragsstellung um die hart umkämpften, wenigen Finanzierungstöpfe. Im Grunde haben wir also viele Feuer ausgetreten, ohne jemals den Brandherd zu erreichen.

 

Löschen des Brandherds ist ehrenamtlich nicht möglich
Nach rund vier Jahren zwischen Job und Ehrenamt geht den meisten von uns in dem Sprint, der zum Marathon wurde, die Luft aus: Wir konzentrieren uns nun wieder auf unsere eigenen Leben. Zu diesen privaten Leben gehören inzwischen selbstverständlich auch die Jugendlichen, für die wir individuell Verantwortung übernommen haben. Die sind nun älter und selbständiger, sprechen Deutsch und haben die ersten Hürden Bürokratie bewältigt und Schulabschlüsse oder Ausbildungen geschafft. Auch wenn nach wie vor immer wieder mal eine neue Herausforderung ansteht: Die Jugendlichen brauchen ihre ehemaligen ehrenamtlichen Vormünder*innen nicht mehr so oft wie zu Anfang, und das ist auch gut so. Denn wollten wir den Einsatz der vergangenen Jahre ehrenamtlich aufrecht erhalten, müssten wir uns selbst zu großen Teilen aufgeben, und das kann auch nicht die Lösung sein.

Wenn wir wirklich etwas ändern wollen
Sollten Veränderungswillige aus Politik und Verwaltung über diesen Text stolpern und sich fragen, was denn angepasst werden müsste, um mehr Jugendlichen zu helfen und Ehrenamtliche besser zu unterstützen, bitte:

  • Es braucht dauerhafte, unabhängige Finanzierungen für politisch arbeitende Beratungsvereine. Es ist lächerlich einfach, eine Förderung für einen Sommerkurs mit Malen und Basteln zu bekommen. Das ist gut und richtig, steht aber in starkem Kontrast zur fehlenden Finanzierung von Maßnahmen, die die Basis für ein Leben legen, in dem ein Malkurs ein sinnvoller nächster Schritt ist. Vereine, die politisch und kritisch beratend arbeiten, beantragen ihre Gelder bei just den Verwaltungen, zu denen sie kritischen Abstand halten müssten. Dieser Umstand macht Vereine, die ehrenamtliche Vormundschaften unterstützen, genau wie die Erstaufnahmestelle, die das Alter der Jugendlichen und damit ihren weiteren Werdegang bestimmt, abhängig. Diese absurde Situation schwächt unsere gesellschaftliche Vereinbarung, wie Rechte von Minderjährigen in Berlin geschützt werden.
  • Es braucht eine Kontrollinstanz mit Handlungsvollmacht, die die Praktiken der Verwaltungen wirksam und schnell verändern kann und will. Altersschätzungen, wie sie derzeit praktiziert werden, sind unfassbar inakzeptabel. Das Gleiche gilt für die Taktiken aus dem BAMF, die viele Jugendliche dauerhaft von ihren Familien in den Kriegsgebieten trennten oder auf Basis von fragwürdigen Lageberichten Schutz gleich ganz versagen. Auch der Umgang mit Geflüchteten jeden Alters in der Ausländerbehörde, die dort ohne deutsche Begleitung vorsprechen, lässt sich nur mit einem Wort beschreiben: unwürdig.
  • Es braucht insgesamt eine stärkere Kontrolle der verwaltenden Instanzen BAMF, Ausländerbehörde, Senatsverwaltung und Bezirksjugendämter durch die Öffentlichkeit. Die Ehrenamtlichen aus unserem Netzwerk sind in den vergangenen Jahren mit Verwaltungen in Kontakt gekommen, die sie abseits ihres Engagements nie kennen gelernt hätten. Dieser Kontakt hat überaus problematische Praktiken offen gelegt und Veränderungsdruck erzeugt. Es wurden Verbesserungen angestoßen, die mit der sinkenden Anzahl an ehrenamtlichen Begleitern nun langsam wieder verloren gehen. Ehrenamtliche Einzelvormundschaften geben den Jugendlichen privat Halt und Perspektive, gleichzeitig sorgen sie für den Schutz der Jugendlichen vor den Verwaltungsmühlen. Beides rechtfertigt deutlich mehr Öffentlichkeit und Förderung für Unterstützer dieses wichtigen Ehrenamts, als bisher verfügbar.

 

Blick zurück und nach vorn
Wir blicken zurück auf intensive, fordernde und völlig unerwartete vier Jahre, in die wir mehrheitlich mehr oder weniger zufällig hineingeschlittert sind. Wir bedanken uns bei allen, die mit uns gemeinsam über sich hinausgewachsen sind. Wir verabschieden uns zurück ins Private und hoffen, den ein oder anderen einmal wieder zu treffen.

 

Die Vertreter von encourage e.V., derzeit Andrea, Kaj, Katja, Flo

29 Jun

BBZ-Aufruf: Anträge auf Familiennachzug nur noch bis 11.7.18!

Sehr geehrte ehemalige unbegleitete Minderjährige, sehr geehrte Unterstützerinnen und Unterstützer,

wir haben dazu aufgerufen, schnellstmöglich fristwahrend Anträge auf Familiennachzug zu senden, wenn ihr bei der Asylantragsstellung noch nicht 18 Jahre alt wart.

Inzwischen denken viele der uns bekannten Anwält*innen, dass noch bis zum 11.07.2018 (3 Monate nach dem Urteil) Zeit ist, Anträge zu stellen.

  • Die ersten Reaktionen der Behörden sagen, dass nur die Botschaft zuständig sei. Bitte unbedingt dorthin faxen oder per Kurier senden und für die Eltern einen Termin buchen in einer oder mehreren Botschaften.
  • Die Behörden sagen auch, dass die Eltern selbst den Antrag stellen sollten. Wir empfehlen deshalb, die Anträge mit einer Vollmacht zu senden (Eltern bevollmächtigen Jugendlichen), wenn die Jugendlichen die Anträge von Deutschlans aus faxen. Beispiele finden Sie auf unserer Internet-Seite:

http://www.bbzberlin.de/projekte/familiennachzug-von-fl%C3%BCchtlingen-in-berlin-mitte.html

Anders als beim letzten Mal gibt es nun die Meinung, dass auch Jugendliche mit subsidiärem Schutz versuchen sollten, sich auf das EuGH-Urteil zu berufen (Begründung siehe unten). Ob es ihnen am Ende wirklich hilft, ist aber weiterhin unklar. Denn nach dem geplanten Gesetz soll es weiterhin keinen Rechtsanspruch auf Familiennachzug zu subsidiär Schutzberechtigten geben.

Weil es so kompliziert ist und viele Jugendliche Informationen braucht, laden wir alle Jugendlichen am nächsten Montag, 18.06.2018 um 14:00 Uhr in die Turmstraße 21, Haus M, 2. Etage, zu uns ein.

Bis dann,
das BBZ-KommMit-Team

 

Argumentation auf der Grundlage des „Asylmagazin“-Beitrags von Rechtsanwalt Heiko Habbe:

 

Zwar ist in der Familienzusammenführungsrichtlinie nur die Rede von anerkannten Flüchtlingen. Allerdings ist sie auch auf subsidiär Schutzberechtigte anzuwenden. Denn der subsidiäre Schutzstatus wurde erst nach der Verabschiedung der Familienzusammenführungsrichtlinie geschaffen, so dass er dort noch gar nicht auftauchen konnte. In der EU-Qualifikationsrichtlinie (2011/95/EU) dagegen ist mehrfach eine Gleichstellung beider Formen internationalen Schutzes gefordert. Artikel 20 Abs. 2 QRL sagt, dass dort, wo nicht explizit eine Ausnahme gemacht wird, den subsidiär Geschützten die gleichen Rechte zukommen sollen wie GFK-Flüchtlingen. Artikel 23 QRL betont die Bedeutung der Wahrung des Familienverbands für beide Gruppen.

29 Jun

BUNTE FERIEN mit encourage e.V. 2018

Du hast in den Ferien noch nichts vor? Verbring deine Sonmerferien mit encourage!
Bei uns ist für jeden Geschmack was dabei.

Du möchtest lernen, wie du coole Sachen selbst machen kannst? Dann mach mit im Projekt „Mach das Beste draus!“

Du möchtest dich auf das nächste Schuljahr oder eine Ausbildung vorbereiten? Du möchtest dein Deutsch verbessern? Dann komm zur encourage-Ferienschule!

Du möchtest mal eine Woche lang Dichter sein und deine Gedanken in Kunst verwandeln? Dann mach mit beim Poetry Project!

Du möchtest mehr über Menschenrechte erfahren? Dann geh mit uns spazieren und erfahre beim Stadtspaziergang mehr über Menschenrechte am Beispiel der roten Insel in Schöneberg.

Wir freuen uns auf bunte Ferien mit euch! Mehr zu den einzelnen Veranstaltungen erfahrt ihr unten. Mehr Infos bekommt ihr auch unter ferienschule@encourage-ev.de

 

Programm 1:

Ferienschule: Schule, Ausbildung, Zukunft. Nutze deine Möglichkeiten!

30.07. – 10.08.2018,   je 10:00 – 16:00 Uhr

Du hast in den Ferien noch nichts vor?

Du möchtest dein Deutsch verbessern? Du machst bald eine Ausbildung, beginnst bald ein neues Schuljahr oder weißt noch nicht so recht, wie es weiter geht?

Dann komm zur Ferienschule von encourage e.V.!

Wir treffen uns zwei Wochen lang, immer montags bis freitags von 10:00 – 16:00 Uhr.

  • Du lernst Deutsch mit jeder Menge Spaß.
  • Du kannst herausfinden, was du selbst mal werden willst. Welche Ziele, Träume und Wünsche hast du? Wir helfen dir dabei!
  • Bei uns lernst du außerdem, welche Möglichkeiten du in Deutschland hast. Schule? Ausbildung? Studium? Was ist das richtige für dich? Wie kommst du dorthin?
  • Und dann kannst du mit uns auch noch viele neue Projekte und Menschen kennenlernen, die dir nach dem Ende der Ferienschule weiterhelfen.

Bei uns gibt es keinen langweiligen Unterricht! Wir gehen gemeinsam raus, lernen mit Spaß und du kannst den Ablauf selbst mitbestimmen.

Wir sind mal ein Tag lang Student in der Uni. Dann sind wir Auszubildende in einem Betrieb. Wir bringen dich an so viele Orte wie möglich.

Wir essen jeden Tag zusammen Mittag – und dich kostet das keinen Cent.

Anmeldungen bitte an: ferienschule@encourage-ev.de

Ort: Nachbarschaftsheim Schöneberg, Rheinstraße 54, 12161 Berlin

Die Ferienschule wird gefördert durch die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung.

 

Das Programm wird veranstaltet in Kooperation mit:

 

 Programm 2:

Mach das Beste draus! Dein Upcycling-Projekt in den Sommerferien

23.07. – 27.07.2018, je 12:00 – 16:00 Uhr

Du hast noch nichts vor in den Sommerferien? 
Du hast Lust neue Sachen selbst zu machen?
Dann komm zu encourage und wecke den Künstler in dir!
Wir entwerfen Klamotten und Accessoires selbst – und das alles kostenlos!
Wir nutzen alte Stoffe, Plastiktüten, Kleidung, Papier und vieles mehr und machen daraus die schönsten Dinge. Nach dieser Woche kannst du coole Sachen selbst machen – ohne Geld dafür zu brauchen.

Das bekommst du bei uns:

Der Kurs „Mach das Beste draus!“ ist kostenlos!
Wir haben Material und Werkzeug für dich.
Du musst nichts mitbringen.
Wir essen gemeinsam Mittagessen – auch das ist umsonst.

Du möchtest dabei sein?

Du bist zwischen 14 und 20 Jahre alt?
Dann melde dich bei uns an!
Wir freuen uns auf eine tolle Woche mit dir!

Infos & Anmeldung  

Katja Schwabe
WhatsApp: 0177 – 16 55 333
ferienschule@encourage-ev.de

Veranstaltungsort: Monumentenstraße 5, 10829 Berlin

Das Projekt „Mach das Beste draus!“ wird vom Projektfonds des House of Resources

gefördert. Hierbei handelt es sich um Gelder des BAMF

.

PDF-Download: Bunte Ferien bei encourage

 

Programm 3:

The Poetry Project: Gedichte über Gedanken. 

30.07. – 03.08.2018, je 15:00 – 18:00 Uhr

Schreibworkshop vom 30. Juli bis zum 3. August im Rahmen der encourage-Ferienschule

Wohin mit meinen Gedanken? Schon mal Gedichte gelesen, gehört oder selbst geschrieben? In den Sommerferien hast Du Gelegenheit dazu, es auszuprobieren! Vom 30. Juli bis zum 3. August bietet encourage einen Workshop an – eine Schreibwerkstatt für junge Dichter. Eine Woche lang treffen wir uns jeden Tag von 15-18 Uhr in der Monumentenstraße 5.

– Wer kann mitmachen?

  • Maximal 6 Jungs und Mädchen von 14 bis 20 Jahren
  • Deine Muttersprache ist Dari/Farsi oder Englisch
  • Du hast Lust und Zeit, jeden Tag teilzunehmen
  • Du bewirbst dich über schlette@encourage-ev.de, und
  • Du schreibst uns drei Gründe, warum du Gedichte schreiben möchtest. Bitte melde dich bis zum 20. Juli an, da wir nur wenige Plätze haben!

Wie läuft der Workshop ab? 

Wir sprechen über Themen, die euch bewegen, über Sprache und Gefühle, und wie ihr sie in Gedichten und kurzen Geschichten ausdrücken könnt. Dann schreibt ihr sie in eurer Muttersprache auf. Wir haben Übersetzer, die beim Übertragen ins Deutsche und ins Englische helfen.

Und falls ihr auch Musik mögt: Es besteht die Möglichkeit, einige der Gedichte in einem kleinen Tonstudio zu vertonen.

Was hast Du davon? 

Du lernst nette Menschen kennen. Du erweiterst Deinen Wortschatz auf Deutsch. Du wirst sogar berühmt!

Am Ende des Workshops findet eine öffentliche Lesung statt: Jeder Teilnehmer, jede Teilnehmerin kann dort einige Gedichte selbst vortragen. Und es kann ein Buch daraus werden.

Die Workshop-Idee kommt von einer Initiative namens ThePoetryProject, mit der wir uns zusammen getan haben. Das Poetry Project unterstützt uns mit Übersetzern, Dichterlesungen und Veröffentlichungen: Die schönsten Gedichte werden in vier Sprachen übersetzt, kommen auf die Webseite oder mit etwas Glück sogar in eine Antologie – ein Gedichtsbuch.

Hier findet ihr mehr über die Initiative  Poetry Project in vielen Sprachen.

Programm 4:

Spaziergang über die „Rote Insel“: Auf der Spur der Menschenrechte mit Autor Martin Forberg

 

Dienstag, 10.07.2018 um 17:00 Uhr / Samstag, 11.08.2018 um 14:00 Uhr

Im Rahmen unseres bunten Ferienprogramms möchten wir wieder über Menschenrechte sprechen. Deshalb laden encourage e.V. und der Autor und Journalist Martin Forberg zum Stadtspaziergang ein. Eingeladen sind alle Ehrenamtlichen, alle jungen Menschen und alle die sich für unsere Arbeit interessieren!

Die „Rote Insel“ in Schöneberg ist ein Berliner „Kiez“, in dem sich Geschichte und Gegenwart ein spannendes Stelldichein geben.
Auf dem Spaziergang werden die Menschenrechte in ihrer Vielfalt am Beispiel konkreter Orte vorgestellt, z.B. das Recht auf Bildung, auf den Schutz vor rassistischer Diskriminierung und vor allen anderen Formen von Benachteiligung.
Weitere Themen sind u.a.: Frauenrechte, das Recht auf bezahlbaren Wohnraum, die Menschenrechte von Geflüchteten, Kinderrechte und das Recht auf eine inklusive Gesellschaft, die den verschiedenen Bedürfnissen der Menschen gerecht wird.

Anmeldungen bitte unter: ferienschule@encourage-ev.de
Die Veranstaltung kann mit einem Soli-Beitrag unterstützt werden. Das gesammelte Geld geht zu 100% an unseren Unterstützer Martin Forberg!

Der Treffpunkt wird nach Anmeldung bekannt gegeben.

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13 Apr

Nachbarschaftsfrühstück mit encourage e.V.

Vor kurzem haben wir unsere neuen Räumlichkeiten in Schöneberg bezogen. Als neue Nachbarn möchten wir uns nun im Kiez vorstellen, über unsere Arbeit informieren und die neuen Nachbarn kennenlernen. Hierzu sind natürlich auch alle Interessierten über die Kiezgrenzen hinaus herzlich eingeladen.

Wann? Samstag, 05. Mai 2018 ab 11 Uhr
Wo? encourage e.V. | Monumentenstraße 5 | 10829 Berlin

Anmelden bei der Facebook-Verstaltung:
https://www.facebook.com/events/621319928200634/

encourage e.V. bringt junge Geflüchtete und ehrenamtliche Vormünder*innen sowie Pat*innen zusammen, berät, informiert und begleitet. Dringend gesucht werden derzeit Ehrenamtliche, die sich als Pat*innen für junge Geflüchtete engagieren wollen!

Erfahren Sie mehr über uns, kommen Sie bei einem guten Frühstück mit uns ins Gespräch!

16 Mrz

Bitte um Spenden: Helfen Sie Aya!

Das Dilemma begann vor drei Jahren und endete fast in einer Katastrophe, als die Familie ihre 19-jährige Tochter alleine im Syrien-Krieg  zurücklassen musste. Zu Ayas Glück fand sich aber ein Verpflichtungsgeber, der bereit war, mit seinem Gehalt persönlich für das Mädchen zu bürgen. Den Verpflichtungsgeber, Aya und ihre zutiefst erleichterte Familie lassen wir mit der Last nicht allein: Helfen Sie mit Ihren Spenden! 
Spendenkonto: Ev. Klubheim e.V.
IBAN: DE14100205000003136303
BIC: BFSWDE33BER
Verwendungszweck: „Aya“

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16 Mrz

Teil2: Lauf gegen die Zeit um das Familienasyl

Zurück zu Seite 1: How to: Familiennachzug aus Syrien zu einem minderjährigen unbegleiteten Geflüchteten

Die erste Etappe in Richtung Familienasyl in Deutschland nach einem Familiennachzug ist eine aufenthaltsrechtliche Entscheidung: Grundsätzlich erhält die Familie eine Aufenthaltserlaubnis nach 25 (5), die die Berliner Ausländerbehörde unabhängig vom Alter des Jugendlichen, der in Deutschland Schutz bekommen hat, in der Regel für die Dauer des Aufenthaltstitels des Jugendlichen (also 3 Jahre) ausstellt. Das klingt zunächst gut, bedeutet aber, dass die Eltern und Geschwister keinen eigenen Aufenthaltsstatus haben und spätestens nach Ablauf der drei Jahre selbst Anträge stellen (müssen). Wer einen Aufenthaltstitel nach 25 (5) hat, wird vom Jobcenter versorgt und ist damit berechtigt, eine Wohnung anzumieten und ist von einer Verteilung in andere Bundesländer ausgeschlossen.

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16 Mrz

Teil1: How to: Familiennachzug aus Syrien zu einem minderjährigen unbegleiteten Geflüchteten

Dies ist ein Erfahrungsbericht zum Thema Familiennachzug zu einem unbegleiteten minderjährigen Geflüchteten sowie dem Antrag auf Familienasyl nach Einreise (Seite 2). Der nachfolgende Text kann Tipps und Hinweise geben, jedoch eine Beratung durch qualifizierte Stellen oder Anwält*innen mit Blick auf den jeweiligen Einzelfall und seine Besonderheiten wie immer nicht ersetzen!

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14 Feb

AWO: Infoseite “Einfach mein Recht”

Die Infoseite „Einfach mein Recht“ soll Geflüchteten und Migrant_innen ihre Rechte in Deutschland aufzeigen und Informationen bieten, wie sie diese durchsetzen können. Themen sind beispielsweise Rechte beim Asylverfahren, Anspruch auf Kitaplätze oder Unterstützung bei Gewalterfahrung. Die Seite bietet Texte als auch veranschaulichende Zeichnungen und Videos in acht verschiedenen Sprachen.
Informationen:
http://www.einfachmeinrecht.awo.org/

14 Feb

19.03.2018: InAct – “Was geht (noch) bei der Familienzusammenführung?”

Der Workshop richtet sich an Ehrenamtliche in der Geflüchteten-Arbeit und bietet Informationen zu dem Thema Familienzusammenführung. Die Referentin Dorothea Lindenberg gibt einen Überblick über die Möglichkeiten, Hürden und Grenzen des Familiennachzugs, um Ehrenamtlichen eine professionellere Unterstützung zu ermöglichen. Datum: 19.03.2018 // Zeit: 17 bis 19.30 Uhr // Ort: 4. OG. (VIA-Seminarraum), Petersburger Straße 92, 10247 Berlin // Anmeldung: info@in-act.de
Informationen:
https://in-act.de/Veranstaltung/was-geht-noch-bei-der-familienzusammenfuehrung-roter-faden/?instance_id=19

14 Feb

bis 16.02.2018: Aufruf zur Meldung diskriminierender Vorfälle

NARUD e.V. ist die Registerstelle für Berlin-Mitte und wird durch das Integrationsbüro des Bezirksamtes Mitte gefördert. Die Registerstelle erfasst rassistische, islamfeindliche, antisemitische, antiziganistische, LGBTIQ*-feindliche, ableistische bzw. behindertenfeindliche sowie sozialchauvinistische Vorfälle und Aktivitäten rechtsextremer Gruppierungen (inklusive Aufkleber und Graffiti). Für die Jahresauswertung 2017 bittet der Verein um Mithilfe: Haben Sie im Jahr 2017 diskriminierende Vorfälle beobachtet, erlebt oder berichtet bekommen? Dann können Sie diese – gerne anonymisiert – bis zum 16.2.2018 an die Registerstelle senden. Dabei sollten die folgenden Fragen beantwortet werden:

  • Was ist passiert?
  • Wann ist es passiert?
  • Wo ist es passiert?

E-Mail an: register@narud.org