06 Jan

Informationssammlung Altersschätzung

Minderjährigen Geflüchteten steht ein besonderer Schutz zu. Die Verwaltungen überprüfen, ob sie Jugendliche als minderjährig anerkennen oder nicht. Das Verfahren heißt „qualifizierte Inaugenscheinnahme“ und steht in juristischen wie ehrenamtlichen Kreisen in der Kritik. Wer von der Verwaltung volljährig geschätzt werden, kann nur gegen den Bescheid klagen – ohne aufschiebende Wirkung, ohne Prozesskostenhilfe, ohne Kulturmittler, der das Prozedere erklärt.

Nachfolgend findet sich eine Informationssammlung zum Thema für Ehrenamtliche, die sich in die Hintergründe einlesen möchten.

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19 Dez

Gemeinsamer Appell von 19 Verbänden und Organisationen aus Jugend- und Flüchtlingshilfe

Frohes neues… Nichts:

Perspektiven für junge Flüchtlinge schaffen statt gefährden – Jetzt verantwortlich handeln!

 


Die Unterzeichnenden, darunter die Jugendinitiativen Careleaver e.V. und Jugendliche ohne Grenzen (JoG), appellieren an Politik und Verwaltung, unbegleitete Minderjährige auf dem Weg in die Volljährigkeit nicht alleine zu lassen. Systembedingt werden zum Jahreswechsel jugendliche Geflüchtete regelmäßig volljährig (gemacht). Werden sie dann sich selbst überlassen, drohen Destabilisierung, Schul- und Ausbildungsabbrüche und im schlimmsten Fall die Obdachlosigkeit. Die Weichen für gute Übergänge und funktionierende Anschlussversorgung müssen daher jetzt von Politik und den zuständigen Trägern gestellt werden.
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03 Nov

22.11.2017: House of Resources – Schulung für Pat*innen zu Nähe und Distanz

Das House of Resources veranstaltet eine Fortbildung für Ehrenamtliche, die Menschen mit Flucht- und Migrationsgeschichte 1:1 begleiten, zur richtigen Balance zwischen Empathie und professioneller Distanz. Die Fortbildung richtet sich an Ehrenamtliche, die einen anderen Menschen eng und persönlich begleiten, beispielsweise im Rahmen einer Patenschaft, sowie an Freiwilligenkoordinator_innen und andere Ansprechpersonen für Freiwillige, die neue Anregungen suchen, wie sie Ehrenamtliche unterstützen können. Es werden theoretische Kenntnisse und Methoden zur Reflexion mit Freiwilligen vermittelt. // Datum: 22.11.2017 // Uhrzeit: 14:30 – 18 Uhr // Ort: House of Resources, Marchlewskistr. 27, 10243 Berlin // Anmeldung online
Informationen:
http://www.house-of-resources.berlin/event/zum-umgang-mit-naehe-und-distanz-tipps-fuer-ansprechpersonen-fuer-patinnen-und-integrationsbegleiterinnen/

02 Nov

18.02.2018: Benefizkonzert für junge Geflüchtete

Ein Liederabend: See / hear / touch / kiss / die

Herzlich willkommen zum zweiten Benefizkonzert am 18.02.2018 um 17 Uhr in der Kulturkirche Nikodemus (Nansenstraße 12/13, 12047 Berlin)  von KünstlerInnen der Deutschen Oper Berlin.

Nach dem Konzert „Io t’abbraccio -Ich umarme dich“, widmen wir uns dieses Mal Liedern von Dowland, Schumann, Schubert, Fauré, Tosti… u.v.m.

“Come again! sweet love doth now invite
Thy graces that refrain
To do me due delight,
To see, to hear, to touch, to kiss, to die,
With thee again in sweetest sympathy.”

(John Dowland)

von links vorne: Natali Buck, Sonja Bisgiel, Carolina Dawabe-Valle, Murat Acikada, Mahtab Keshavarz, René Tischlinger

 Mit: Elda Laro, Natali Buck, Sonja Bisgiel, Carolina Dawabe Valle, Mahtab Keshavarz, Stephanie Lesch, Johan Weigel, Thomas Kalka, Murat Acikada, René Tischlinger

Eintritt 15/12 €, BerlinPass 3 €, Kinder bis 14 frei

Die Einnahmen und Spenden von Besuchern gehen zu 100% an den Verein encourage e.V.

Der Raum umfasst maximal 200 Besucher. Kartenreservierung unter: anmelden@encourage-ev.de

Encourage e.V. fördert die Entwicklung und Integration von jungen Geflüchteten. Dazu werden Ehrenamtliche zu Vormündern und Paten qualifiziert, vernetzt und zum jeweiligen Einzelfall beraten. encourage e.V. steht darüber hinaus für die Rechte der jungen Geflüchteten gegenüber Politik und Verwaltung ein.

20 Okt

Englisch Nachhilfe in den den Herbstferien

Englisch Nachhilfe in den den Herbstferien für junge Geflüchtete  (max. 21 Jahre):

Ort: AKARSU e.V., Oranienstr. 25, 10999 Berlin
Jeweils 90 Minuten
Nach Anmeldung: anmelden@encourage-ev.de (max. 10 Teilnehmer)

Mo, 23.10.17, 13:00 Uhr
Do, 26.10.17, 13:00 Uhr
Fr, 27.10.17, 13:00 Uhr
Mo, 30.10.17, 13:00 Uhr
Do, 02.11.17, 13:00 Uhr
Fr, 03.11.17, 13:00 Uhr

Vor Ort gucken wir, welches Level die Jugendlichen jeweils schon mitbringen und entscheiden, ob wir Arbeitsblätter bearbeiten oder Schulstoff der vergangenen Wochen verfestigen.

06 Okt

Deutsch/ Mathematik für Geflüchtete

Im Rahmen des Bridge-Netzwerks bietet das Zentrum ÜBERLEBEN ab Oktober Unterricht in Deutsch und Mathematik für Geflüchtete in einer Ausbildung, in einer EQ oder in Vorbereitung auf einen Schulabschluss. Der Unterricht findet im Rahmen von Gruppennachhilfe zwei Mal pro Woche ab 16 Uhr statt und ist kostenlos. Kontakt: Valeska Ruppertshofen // Tel.: 030/ 303906 -86 / -723 // v.ruppertshofen@ueberleben.org //
Datum: noch nicht bekannt // Uhrzeit: ab 16 Uhr // Ort: Zentrum ÜBERLEBEN, Abteilung Füchtlingshilfen und Migrationsdienste, Turmstr. 21, 10559 Berlin, Haus K
Informationen:
http://www.ueberleben.org/home.html

04 Okt

Work for Refugees – 8. Jobbörse für Menschen mit Flüchtlingshintergrund

Das Projekt „Work for Refugees“ lädt zur 8. Jobbörse für Menschen mit Flüchtlingshintergrund ein. Es werden ca. 30 verschiedene Berliner Unternehmen vor Ort sein und konkrete Jobs oder Qualifizierungsangebote vorstellen. Es gibt Gelegenheit, um mit potentiellen Arbeitgebern und Qualifizierungsträgern in Kontakt zu kommen. Die Teilnahme an der Börse sowie die Nutzung der Leistungen für kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Alle Arbeitssuchenden mit Flüchtlingshintergrund sind willkommen, die Veranstaltung zu besuchen.

13.10.2017 // Uhrzeit: 11 – 13:30 Uhr // Ort: Nachbarschaftsheim Schöneberg e.V., Holsteinische Str. 30, 12161 Berlin
Informationen:
https://www.facebook.com/events/118746298809993/

04 Okt

Beuth-Hochschule: 4-Stufen-Programm für Geflüchtete

Refugees@Beuth ist ein Projekt an der Beuth Hochschule für Technik Berlin, das Geflüchtete unterstützt, die in Deutschland studieren möchten. Unter den Geflüchteten sind viele Menschen mit einem großen Bildungsinteresse, mit Hochschulreife oder auch angehende AkademikerInnen, die ihr Studium abschließen möchten, um in Deutschland Fuß zu fassen. Die Beuth-Hochschule hat daher ein 4-Stufen-Programm entwickelt. Ziel der geplanten Maßnahmen ist es einen bildungs- und gesellschaftspolitischen Beitrag zur Integration von Geflüchteten in Deutschland zu leisten. Adressaten sind bildungs- und studieninteressierte Geflüchtete. In dem 4-Stufen-Programm sollen Geflüchtete zunächst breit über Studien- und Ausbildungsmöglichkeiten informiert werden, eine Orientierung über das bundesdeutsche Bildungssystem und das MINT Studienangebot erhalten und durch aufeinander aufbauende Veranstaltungen auf ein Fachstudium an der Beuth Hochschule für Technik vorbereitet werden. Interessierte können sich anmelden unter der folgenden E-Mail-Adresse: refugees@beuth-hochschule.de

Nächste Informations- und Willkommensveranstaltung:

20.10.2017 // Uhrzeit: 9.30 – 12 Uhr // Ort: Luxemburger Straße 20a, 13353 Berlin, Haus Gauß, Raum B501 //
Informationen:
https://projekt.beuth-hochschule.de/welcome/

15 Sep

Offener Brief: Medizinische Altersschätzungen abschaffen!

Sehr geehrte Senatorin für Bildung, Jugend und Familie des Landes Berlin, Frau Scheeres,

die Beantwortung der aktuellen Kleinen Anfrage zu Altersschätzungen bei minderjährigen Ausländern hat in Helferkreisen nur noch zwei Dinge ausgelöst: Ungläubigkeit und Empörung. Das einzige, was sich aus unserer Sicht bei diesem Thema in den letzten beiden Jahren verbessert hat, sind die Textbausteine der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie.

Die Antworten stehen komplett konträr zu dem, was Beratungsstellen tagtäglich in der Praxis erleben. Fakt ist, dass Jugendliche, die sich gegen eine Volljährigkeit als Ergebnis der sogenannten qualifizierten Inaugenscheinnahme wehren (und nicht nur die), nach wie vor obdachlos werden, so sensibel ist die Überleitung ins Erwachsenensystem. Auch der erlebte zwischenmenschliche Umgang mit den betroffenen Jugendlichen steht im krassen Kontrast zu den scheinbar wertschätzenden Worten in dieser Kleinen Anfrage. Auch der Charité fehlt es an Einfühlungsvermögen: Zuletzt wurde ein Jugendlicher bei einer medizinischen Begutachtung zu seinem Alter solange bedrängt, sich vollständig auszuziehen, bis er angefangen hat zu weinen. Diese sehr sichtbare Angst des Jugendlichen hat das Personal vor Ort in keinster Weise irritiert. Vielmehr wurde der weiter bestehende Widerstand des Jugendlichen zum Anlass genommen, den begleitenden Ehrenamtlichen damit zu drohen, dass man ihnen die verweigerte Untersuchung in Rechnung stellen würde. Die Drohung darf durchaus vor dem Hintergrund betrachtet werden, dass die Termine mit Röntgen- und Zahnuntersuchung sowie körperlicher Begutachtung der Charité pro Fall vierstellige Beträge einbringen. Nur für was?

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