11 Jul

Presseerklärung der Evangelischen Kirche Deutschland zur beabsichtigten Verschärfung im Umgang mit Kirchenasyl

Die evangelische Kirche hat die von den Innenministern beschlossenen Verschärfungen beim Kirchenasyl kritisiert. Die Erhöhung der sogenannten Überstellungsfrist von sechs auf 18 Monate bedeute eine sehr hohe Belastung für die Schutzsuchenden und die Kirchengemeinden, sagte der Bevollmächtigte der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) in Berlin, Martin Dutzmann, am Freitag dem epd. Er äußerte auch rechtliche Bedenken gegen die Verschärfung.

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11 Jul

Anerkennung der Muttersprache als zweite Fremdsprache

Viele Schulen wissen nicht, dass die Anerkennung einer zweiten Fremdsprache von der aufnehmenden Schule gestellt werden muss.

Auszug aus dem Leitfaden zur Integration von neu zugewanderten Kindern und Jugendlichen in die Kindertagesförderung und die Schule, S. 9f.:

„Schülerinnen und Schüler nichtdeutscher Herkunftssprache können nach Verlassen der Willkommensklasse und bei Aufnahme in die Regelklasse der weiterführenden Schule einen Antrag auf Befreiung von der 2. Fremdsprache und auf Anerkennung der Muttersprache als 2. Fremdsprache stellen (Sek-I-VO § 17 Absatz 6). Den Jugendlichen soll zusätzlich zu der Verpflichtung Deutsch zu lernen, das Erlernen einer weiteren Fremdsprache nicht zugemutet werden. Entweder erfolgt bereits aufgrund der vorgelegten Unterlagen eine Anerkennung der Muttersprache als 2. Fremdsprache oder es wird festgelegt, dass am Ende der 10. Jahrgangsstufe eine Muttersprachenprüfung abzulegen ist. Der Antrag erfolgt über die aufnehmende Schule bei der Senatsverwaltung fur Bildung im Referat II D.“

29 Jun

Datensammlung Afghanistan: Gefährliches Land

Wie gefährlich ist Afghanistan?

Sammlung nationaler und internationaler Medienberichte zur Sicherheitslage in Afghanistan. Diese Sammlung wird ehrenamtlich gepflegt und hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Kontinuierliche Sammlung des Flüchtlingsrats Niedersachsens:
https://www.nds-fluerat.org/infomaterial/afghanistan/ 

###Update 28.06.18

BAMF-AFG_Entscheidungen-unbereinigt

BAMF-AFG_Entscheidungen-bereinigt

BAMF-AFG_Anträge

Monatliche Grafiken zur Entscheidungspraxis des BAMF
für Anträge aus Afghanistan von Amnesty:

Zuerst, es gab zum ersten Mal seit April 2016 weniger als 1000
Entscheidungen insgesamt (874), mit der Ausnahme von Juli 2017 (als es
ein Entscheidungstop für einen Monat gab). Zum Vergleich: vor genau
einem Jahr wurden 18483 Entscheidungen in einem Monat getroffen. In Mai
2018 wurden so viele Entscheidungen in einem Monat getroffen, wie in 1.5
Tag in Mai 2017.

Was die bereinigte Statistik angeht, bewegen sie die Zahlen zum ersten
Mal seit Dezember 2017 wieder. Die Anerkennungsquote sinkt (17.4% auf
12%), die von Abschiebungsverboten steigt leicht (29.6% auf 33.2%),
genau wie die Ablehnungsquote (47.5% auf 50.7%). Es ist zu früh, und die
Zeiten sind gerade zu unruhig, um zu wissen, ob wir hier eine Folge des
neuen Lageberichts sehen.

Eine sehr deutliche Entwicklung sieht man aber in den unbereinigten
Zahlen. Zwischen Mai 2016 und Dezember 2017
waren nur zwischen 4% bis 12% der Antragen als „sonstiges“ erledigt (als
i.d.R. unzulässig wegen Dublin-III VO). Seit Dezember steigt diese Zahl
rasant: von 15% in Dezember 2017 bis 49.4% in Mai 2018. Mit anderen
Worten: die Hälfte von neuen Anträgen von Menschen aus Afghanistan sind
momentan als unzulässig abgelehnt. m.M.n zeigt es, dass die
Antragsteller zumindest zur Hälfte jetzt Menschen sind, die in anderen
EU-Ländern abgelehnt wurden. Die Angst vor Abschiebung aus Skandinavien
bringt viele Leute dazu, nach Deutschland zu fliehen, obwohl Ihnen die
Gefahr von Dublin bekannt sind.

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19 Jun

Beratung zu Arbeitsrecht auf Farsi

Viele Geflüchtete, die sozialversicherungspflichtige Stellen und Ausbildungsplätze gefunden haben, kennen ihre Rechte als ArbeitnehmerInnen oder Auszubildende ist natürlich meist gering. Die Organisation „Arbeit und Leben“ bietet deshalb seit kurzem Beratungen zum Arbeitsrecht auf Farsi an.

Anmeldungen und weitere Infos unter samareh@berlin.arbeitundleben.de oder 030/513019268

weitere Infos außerdem hier:  Aushang-persischsprachige Beratung

13 Jun

BumF – Aufenthaltssicherung nach dem 18. Geburtstag

Für viele junge Flüchtlinge ist der 18. Geburtstag sowie das Ende der Jugendhilfe mit Ängsten verbunden: Wo werde ich wohnen, werde ich weiterhin betreut und unterstützt, kann ich in Deutschland bleiben und kann ich meinen Bildungsweg fortsetzen? Das Tagesseminar „Übergänge gestalten, Aufenthalt sichern” richtet sich an Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe, um diese für die Übergangsgestaltung zu qualifizieren und Raum für den fachlichen Austausch zu geben.

Datum: 05.07.2018 // Zeit: 9.30 bis 17 Uhr //

Ort: Haus der Diakonie (Raum: Graf Zinzendorf), Paulsenstr. 55 – 56, 12163 Berlin //

Teilnahmegebühr (inkl. Verpflegung ohne Übernachtung) Regulär: 95 €, BumF-Mitglieder: 85 € //

Anmeldung online.

weitere Informationen hier

13 Jun

Narud – Interkulturelles Fußballturnier und Projektmesse

Das Team von NARUD e.V. läd in diesem Jahr bereits zum neunten Mal zum Interkulturellen Fußballturnier ein. Das Turnier versteht sich als ein generationsübergreifendes Familien- und Nachbarschaftsfest, dass neben dem sportlichen Wettbewerb die Willkommenskultur stärken und die kulturelle Vielfalt im Stadtteil stärken soll. Es möchte daher insbesondere Geflüchtete und migrantische Vereine einbeziehen. Im Begleitprogramm bietet es zusätzliche Angebote für Kinder und Jugendliche. Zudem sind Besucher*innen dazu eingeladen, sich in einer Ausstellung über die globalen Zusammenhänge von Migration und Flucht zu informieren. Im Rahmen der begleitenden BAOBAB-Messe können Vereine und Initiativen die Inhalte ihrer Projekte mit Informationsständen vorstellen. Das diesjährige Motto lautet: „Fluchtursachen bekämpfen!“. Über ein Online-Formular können sich NGOs und soziale Träger dazu anmelden, mit einem Stand ihr Projekt vorzustellen. Auch für Juniorinnen-Teams sind noch Plätze zur Teilnahme am Turnier frei.

Datum: 30.06.2018 // Zeit: 10 bis 18 Uhr //

Ort: Sportanlage Lüderitzstr. 31-53, 13351 Berlin-Wedding //

Kontakt und Anmeldung bis 15.05.2018: interkulturelles.fussball@narud.org

weitere Informationen 
hier

13 Jun

Zentrum Überleben: Nachhilfeunterricht für Geflüchtete in Deutsch und Mathe

Beim Zentrum Überleben gibt es derzeit freie Plätze im Unterricht in Deutsch und Mathematik. Das Kursangebot richtet sich an Geflüchtete ab 16 Jahren aus Berlin, die sich in einer Ausbildung, in einer EQ oder in Vorbereitung auf einen Schulabschluss befinden.

Nachhilfe pro Fach: 2-3 Stunden/Woche.

Anmeldung zum Kurs: Zentrum ÜBERLEBEN, Abteilung Flüchtlingshilfen und Migrationsdienste, Haus K, Eingang D, 2. Etage, Raum 246, Turmstr. 21, 10559 Berlin //

Kontakt: Valeska Ruppertshofen, Tel: (030) 30 39 06 -86/-723, E-Mail: v.ruppertshofen@ueberleben.org, Sprechstunde montags 13 -15 Uhr oder nach Vereinbarung

weitere Informationen hier

12 Jun

Ankerzentren für Kinder und Jugendliche ungeeignet 


Gemeinsame Stellungnahme von 24 Verbänden und Organisationen

Hannover, 28. Mai 2018 – gemeinsam mit 23 Verbänden und zivilgesellschaftliche Organisationen fordert der Flüchtlingsrat Niedersachsen in einem gemeinsamen offenen Brief an die Städte und Gemeinden sowie das Innen- und das Familienministerium, die Rechte und das Wohl von Kindern in der Debatte um die geplanten Ankerzentren zu achten.

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12 Jun

Arbeitshilfe vom Paritätischen Gesamtverband: 
Sicherung des Lebensunterhalts während einer Ausbildung für junge Menschen mit Aufenthaltsgestattung oder Duldung

Der Weg in die Ausbildung und das erfolgreiche Absolvieren dieser ist für viele Geflüchtete noch mit großen Hürden verbunden. Für diejenigen, die es geschafft und eine Ausbildung aufgenommen haben, stellt sich die Frage, wie die betroffenen Personen während ihrer Ausbildung ihren Lebensunterhalt sicherstellen können, wenn keine oder zu wenig Ausbildungsvergütung gezahlt wird und welche weiteren Förderleistungen in Anspruch genommen werden können. Insbesondere für Menschen mit einer Aufenthaltsgestattung oder einer Duldung ergeben sich hier vielfältige Probleme, da die Rechtslage dazu widersprüchlich und zum Teil integrationsfeindlich ausgestaltet ist.

Die Arbeitshilfe dazu vom Paritätischen Gesamtverband gibt es hier.

12 Jun

Stimmen zum Familiennachzugsneuregelungsgesetz

Presseerklärung PRO ASYL
 vom 7. Juni 2018

»Familiennachzugsverhinderungssgesetz« muss gestoppt werden
PRO ASYL: Gesetz atmet den Geist der Abschottung – Aus Grundrecht auf Familie wird Gnadenrecht des Staates

Anlässlich der ersten Beratung des Gesetzentwurfs »zur Neuregelung des Familiennachzugs zu subsidiär Schutzberechtigten« (sog. »Familiennachzugsneuregelungsgesetz«) richtet PRO ASYL einen eindringlichen Appell an den Deutschen Bundestag, das Gesetz nicht zu beschließen.

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