19 Okt

Aktuelle Fachinformationen des DRK Suchdienstes zum Familiennachzug

An dieser Stelle möchten wir auf die aktualisierte Fachinformation des DRK Suchdienstes zum Familiennachzug von und zu Geflüchteten mit folgenden Themen aufmerksam machen:

Umsetzung des EuGH-Urteils (C-550/16) vom 12.04.2018

Elternnachzug zu anerkannten minderjährigen Geflüchteten

Ergänzungen zum Thema Familiennachzug zu subsidiär Schutzberechtigten

17 Okt

Informationstage für BOF (Glas und Holz)

Die  Informationsveranstaltungen der BOF finden noch täglich bis zum 22.10.2018 in der Werkstatt der 1. Etage in der Glaser-Innung Berlin statt. Dazu sind sowohl Interessierte als auch Jobvermittler*innen herzlich eingeladen. Das ganze findet Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag von 8:30 Uhr bis 14:30 Uhr und Mittwoch von 8:30 Uhr bis 12:00 Uhr statt.

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09 Okt

Anforderungen an Atteste im Asylverfahren

Atteste, die im Asylverfahren beim BaMF eingereicht bzw. vor Gericht genutzt werden sollen, sollten folgende Punkte umfassen:

  • die tatsächlichen Umstände, auf deren Grundlage Ihre fachliche Beurteilung erfolgt ist (mit welcher Häufigkeit und Dauer erfolgten die Behandlung und die Patientengespräche? Welche Symptome hat der Patient [bei PTBS auch, ob ein „A-Kriterium“ vorliegt]? Auf welchen Schilderungen des Patienten beruht die Diagnose? Bitte geben Sie die Schilderungen in groben Zügen wieder.)
  • die Methode der Tatsachenerhebung (auf welches Prüfverfahren stützt sich die Diagnose? Wurden fremd anamnesistische Angaben herangezogen? Falls die Diagnose auf den Schilderungen des Patienten beruht, sind die Schilderungen glaubhaft?)
  • die fachlich-medizinische Beurteilung des Krankheitsbilds (Diagnose)
  • den Schweregrad der Erkrankungen und ihre Behandlungsbedürftigkeit
  • die Folgen, die sich aus der krankheitsbedingten Situation voraussichtlich ergeben (Beschreiben Sie diese bitte plastisch und konkret, am besten anhand von Beispielen.)
  • die Wahrscheinlichkeit, mit der die geschilderten Gefahren eintreten würden
  • ihre Behandlung (einschließlich Kontrolluntersuchungen, Operationen, und Medikamente, die erforderlich sind (mit Name, Wirkstoff, ggf. geeignete Substitute))
  • die Evaluation der Reiseunfähigkeit, bei psychischen Erkrankungen insbesondere, ob eine wesentliche Gefahr von Destabilisierung, Retraumatisierung oder Suizidalität besteht
  • falls Reiseunfähigkeit vorliegt, ob bzw. ggf. wann frühestens und unter welchen Voraussetzungen die Reisefähigkeit vorliegen könnte
09 Okt

Stellenausschreibung von Wildwasser e.V.

Das neue Mobile Schulungsteam Kinderschutz bei Wildwasser e.V.  führt ab voraussichtlich November die Schulungen zum Kinderschutz in Unterkünften (als Voraussetzung für Trägerverträge) durch. Für das Team wird noch eine Kollegin mit Erfahrung in der Erwachsenenbildung und mit Themen des Kinderschutzes gesucht.

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09 Okt

Menschenwürde statt Abschiebehysterie – Pressemitteilung des Bayerischen Flüchtlingsrats

3.300 Organisationen, Helferkreise, Ehrenamtliche und Einzelpersonen appellieren an die bayerischen Wähler*innen: Flüchtlinge haben keine Stimme bei der Wahl zum Bayerischen Landtag. Bitte bedenken Sie deren Situation bei Ihrer Wahlentscheidung!

Selb, Weiden, Schliersee, Babenhausen, Herrsching, Nördlingen, Kaufbeuren, Nürnberg, Steingaden, Obergünzburg, Jetzendorf, Feuchtwangen, Würzburg, Passau – aus ganz Bayern haben sich Helferkreise, Gruppen und Organisationen dem Appell an die bayerischen Wähler*innen angeschlossen. Dabei sind u.a. auch Refugio München, UnserVeto Bayern, mattheo, PAHN Nürnberg, AGABY, Bellevue die Monaco, BI Asyl Regensburg, Freund statt Fremd Bamberg, Augsburger Flüchtlingsrat und die bayerische Ärzteinitiative für Flüchtlingsrechte. Aber besonders stark vertreten sind die vielen ehrenamtlich Engagierten in der Flüchtlingsarbeit. Sie alle erleben hautnah, welch katastrophalen Folgen die Flüchtlingspolitik der bayerischen Staatsregierung hat. Sie sehen, wie Flüchtlinge psychisch Schaden nehmen, die für viele Monate und Jahre in großen Sammellagern untergebracht sind, ohne Perspektive für ihr Leben, ohne Bildung und Arbeit, isoliert und ausgegrenzt von der Gesellschaft. Und sie tun sich schwer, den Betroffenen zu erklären, warum ihre Lebenssituation in Bayern um so vieles schlechter ist, als in anderen Bundesländern.

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17 Sep

Upcycling-Workshop für Mädchen + Nachhilfe + Ferienschule

In unserem Upcycling-Workshop können Mädchen jeden Montag von 15-17 Uhr lernen, wie sie aus alten Dingen tolle Sachen selbst machen können. Der Workshop findet im Nachbarschaftsheim Schöneberg (Rheinstr. 54, 12161 Berlin) statt, Anmeldungen sind wünschenswert, aber nicht zwingend erforderlich. Anmeldungen und Fragen bitte an Katja Schwabe (k.schwabe@encourage-ev.de).

Unsere Nachhilfeangebote für die Fächer Mathe, Deutsch und Englisch sind ebenfalls dem Flyer zu entnehmen. Unsere Angebote sind offen konzipiert, so dass Teilnehmer*innen jederzeit dazu kommen und auch ohne Anmeldungen teilnehmen können.

In den Herbstferien bieten wir übrigens wieder eine der Berliner Ferienschulen an. Anmeldungen nehmen wir gerne ab sofort unter ferienschule@encourage-ev.de entgegen.

Weitere Infos hier: Upcycling_Workshop_encourage.

17 Sep

Erfahrungsbericht zur Passbeschaffung bei Afghanen

Quelle: Place4Refugees (https://www.facebook.com/place4refugees/)

Erfahrungsbericht: Ein junger afghanischer Mann mit einfacher Duldung wollte Ausbildungsduldung beantragen. Die Ausländerbehörde forderte ihn auf, dazu an seiner Passbeschaffung mitzuwirken, und innerhalb von 6 Monaten einen Pass vorzulegen. Nur so würde er eine Ausbildungsduldung erhalten können. Er sollte eine Bestätigung von der afghanischen Botschaft besorgen, dass er den Pass beantragt oder sich darum bemüht hat.
 Voraussetzung für eine Passbeantragung ist eine Tazkira (eine Art Personalausweis). Diese kann man in der Regel NUR im Heimatland besorgen. Das gelang dem jungen Mann. Den Pass konnte er am 29.8.2018 daraufhin ebenfalls in der afghanischen Botschaft in Berlin beantragen. Hier die Schritte [Anmerkungen in eckigen Klammern]:

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29 Aug

Aktuelles Vorgehen des BaMF

Das BaMF hat manchen der 2015 und 2016 angekommenen Syrern und Irakern im Eilverfahren und ohne persönliche Anhörung schriftlich den vollen Flüchtlingsstatus (nach Genfer Flüchtlingskonvention, GFK-Vermerk im Ausweis, Aufenthaltserlaubnis für 3 Jahre, i.d.R.) erteilt. Nun lädt das BaMF davon betroffene Syrer und Iraker schriftlich zu einem freiwilligen Gespräch ein. Ziel des Gesprächs ist die nachträgliche Befragung der Betroffenen zu ihren Asylgründen und eine evtl. Rücknahme der Entscheidung oder eine Herabsetzung des Status (z.B. subsidiärer Schutz). Folglich kann dies weitreichende Folgen für die Geflüchteten haben.

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22 Aug

Zum Familiennachzug (aus dem JUMEN-Newsletter August 2018)

Familiennachzug: Auch Person #1001 hat ein Recht auf Familie!

„Liebe Freund*innen von JUMEN,

in diesem heißen Sommer sind wir gerade vor allem mit dem neuen Gesetz zum Familiennachzug beschäftigt.

Für JUMEN steht fest: Der Anspruch auf Familie lässt sich nicht mit einem Kontingent vereinbaren. Grund- und Menschenrechte sind keine Wohltat, sondern stehen allen Menschen gleichermaßen als Rechte zu. Nach teilweise nunmehr dreijähriger Trennung von Familien fragen wir uns: Wann wird der Familiennachzug tatsächlich wieder ermöglicht?

Projekt Familiennachzug

Am 1. August 2018 ist das Gesetz in Kraft getreten, das den Familiennachzug für subsidiär Schutzberechtigte grundsätzlich wieder erlaubt. Allerdings mit restriktiven Bedingungen, es können nur 1000 Visa pro Monat erteilt werden. Was das bedeutet, bleibt für viele Menschen, auch für die von JUMEN begleiteten Familien, noch ungewiss.

JUMEN sieht die neue Regelung verfassungsrechtlich kritisch: Vor allem die zahlenmäßige Begrenzung, die nicht ausreichend klar geregelten Voraussetzungen, sowie das zu erwartende langwierige und intransparente Verfahren, bei dem sich drei Behörden abstimmen müssen. Die absehbare Verzögerung der neuen Prüfvorgänge lässt vermuten, dass schon die ersten 1000 Plätze nicht erreicht werden. Unklare gesetzliche Vorgaben erschweren zudem die gerichtliche Überprüfung des Auswahlverfahrens. Für unsere Fälle und die strategische Prozessführung bedeutet das eine Zeit der intensiven Recherche und des Monitorings, wie das Gesetz in der Praxis umgesetzt wird. Da sich das Bundesverfassungsgericht weiterhin nicht ausführlich in einem Hauptverfahren positioniert hat, gilt es für JUMEN weiterhin, gerichtlich überprüfen zu lassen, ob die Anwendung der Neuregelung mit den Menschenrechten vereinbar ist.“

22 Aug

Ratgeberhandbuch für Jugendliche in Erziehungshilfen (Neuauflage)

Rechte haben – Recht kriegen

Ein Ratgeberhandbuch für Jugendliche in Erziehungshilfen

Die Internationale Gesellschaft für erzieherische Hilfen und die Bundesarbeitsgemeinschaft der Landesjugendämter haben die dritte Auflage ihres Ragebers “Rechte haben – Recht kriegen” herausgegeben. Es ist in erster Linie ein Buch für Jugendliche in Erziehungshilfen selbst, doch auch eine Fundgrube für sozialpädagogische Fachkräfte, Eltern und interessierte Laien.

Welche Rechte haben Kinder und Jugendliche gegenüber den Erwachsenen in ihrem Umfeld? Welche Formen der Unterstützung durch das Jugendamt gibt es und welche Rechte bzw. Spielräume haben junge Menschen hierbei? Diese und weitere Fragen werden in jugendgerechter Sprache beantwortet.

Mehr Informationen hier