22 Aug

Zum Familiennachzug (aus dem JUMEN-Newsletter August 2018)

Familiennachzug: Auch Person #1001 hat ein Recht auf Familie!

„Liebe Freund*innen von JUMEN,

in diesem heißen Sommer sind wir gerade vor allem mit dem neuen Gesetz zum Familiennachzug beschäftigt.

Für JUMEN steht fest: Der Anspruch auf Familie lässt sich nicht mit einem Kontingent vereinbaren. Grund- und Menschenrechte sind keine Wohltat, sondern stehen allen Menschen gleichermaßen als Rechte zu. Nach teilweise nunmehr dreijähriger Trennung von Familien fragen wir uns: Wann wird der Familiennachzug tatsächlich wieder ermöglicht?

Projekt Familiennachzug

Am 1. August 2018 ist das Gesetz in Kraft getreten, das den Familiennachzug für subsidiär Schutzberechtigte grundsätzlich wieder erlaubt. Allerdings mit restriktiven Bedingungen, es können nur 1000 Visa pro Monat erteilt werden. Was das bedeutet, bleibt für viele Menschen, auch für die von JUMEN begleiteten Familien, noch ungewiss.

JUMEN sieht die neue Regelung verfassungsrechtlich kritisch: Vor allem die zahlenmäßige Begrenzung, die nicht ausreichend klar geregelten Voraussetzungen, sowie das zu erwartende langwierige und intransparente Verfahren, bei dem sich drei Behörden abstimmen müssen. Die absehbare Verzögerung der neuen Prüfvorgänge lässt vermuten, dass schon die ersten 1000 Plätze nicht erreicht werden. Unklare gesetzliche Vorgaben erschweren zudem die gerichtliche Überprüfung des Auswahlverfahrens. Für unsere Fälle und die strategische Prozessführung bedeutet das eine Zeit der intensiven Recherche und des Monitorings, wie das Gesetz in der Praxis umgesetzt wird. Da sich das Bundesverfassungsgericht weiterhin nicht ausführlich in einem Hauptverfahren positioniert hat, gilt es für JUMEN weiterhin, gerichtlich überprüfen zu lassen, ob die Anwendung der Neuregelung mit den Menschenrechten vereinbar ist.“

22 Aug

Ratgeberhandbuch für Jugendliche in Erziehungshilfen (Neuauflage)

Rechte haben – Recht kriegen

Ein Ratgeberhandbuch für Jugendliche in Erziehungshilfen

Die Internationale Gesellschaft für erzieherische Hilfen und die Bundesarbeitsgemeinschaft der Landesjugendämter haben die dritte Auflage ihres Ragebers “Rechte haben – Recht kriegen” herausgegeben. Es ist in erster Linie ein Buch für Jugendliche in Erziehungshilfen selbst, doch auch eine Fundgrube für sozialpädagogische Fachkräfte, Eltern und interessierte Laien.

Welche Rechte haben Kinder und Jugendliche gegenüber den Erwachsenen in ihrem Umfeld? Welche Formen der Unterstützung durch das Jugendamt gibt es und welche Rechte bzw. Spielräume haben junge Menschen hierbei? Diese und weitere Fragen werden in jugendgerechter Sprache beantwortet.

Mehr Informationen hier

22 Aug

Seminar „Jung – muslimisch – …?“ 16.-18.11.2018 in Goslar

Die Diözesanstelle Ökumene und Interreligiöser Dialog im Bistum Hildesheim laden  herzlich ein zum Seminar „Jung – muslimisch – …?“ vom 16. bis 18. November 2018 im St. Jakobushaus in Goslar.

Häufig stehen muslimische Jugendliche zwischen Tradition und Moderne. Der Spagat zwischen sogenannten „westlichen“ Werten und Brauchtum ist gerade in der Phase der Identitätsbildung für manche von ihnen schwierig und führt zu unterschiedlichen Lösungs- und Kompensationsstrategien. In diesem Seminar wollen wir einen Einblick in das religiöse Leben muslimischer Jugendlicher erhalten, uns Wege der Radikalisierung klarmachen und danach fragen, wie Gewaltprävention Erfolg haben kann. Zudem betrachten wir auch Beispiele gelungener Sozialisation von muslimischen Jugendlichen, die sich im interreligiösen Dialog oder anderen Netzwerken ehrenamtlich engagieren.

Continue reading “Seminar „Jung – muslimisch – …?“ 16.-18.11.2018 in Goslar” »

15 Aug

BumF-Broschüre für geflüchtete Jugendliche, die mit ihrer Familie in Deutschland leben

NEU ANFANGEN: Tipps für geflüchtete Jugendliche, die mit ihrer Familie in Deutschland leben

Bundesfachverband umF und Jugendliche ohne Grenzen, Berlin, Juli 2017.

Bestellung und Download: https://b-umf.de/p/neuerscheinung-tipps-fuer-gefluechtete-jugendliche-die-mit-ihrer-familie-in-deutschland-leben/

Nach der Willkommensbroschüre für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, hat der BumF gemeinsam mit der Initiative Jugendliche ohne Grenzen und einer Gruppe von 12 Jugendlichen nun eine Broschüre erarbeitet, die sich an geflüchtete Jugendliche richtet, die mit ihrer Familie in Deutschland leben.

Continue reading “BumF-Broschüre für geflüchtete Jugendliche, die mit ihrer Familie in Deutschland leben” »

15 Aug

Offene Sprechstunde bei encourage e.V.

Wann: mittwochs, 15 – 18 Uhr

Wo: Monumentenstraße 5, 10829 Berlin

Für wen: junge Geflüchtete, Vormünder*innen, Pat*innen, Innteressierte, Nachbar*innen

Ab sofort bieten wir jeden Mittwoch eine offene Sprechstunde in unserem Büro in Schöneberg an. Bringt eure Fragen mit oder lernt uns einfach kennen. Erfahrt mehr über unsere Arbeit oder informiert euch, wie ihr selbst mitwirken könnt. Wir sind eure Ansprechpartner für Fragen rund ums Ehrenamt und Hilfe für junge Geflüchtete.

15 Aug

Ausführungsvorschrift über die Gewährung von Jugendhilfe für nicht nur Personensorgeberechtigte begleitete minderjährige Flüchtlinge (AV-UMF)

vom 27.07.2018

Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie

Auf Grund des § 56 Abs. 1 in Verbindung mit § 33 Abs. 2 des Gesetzes zur Ausführung des Kinder- und Jugendhilfegesetzes (AG KJHG) in der Fassung vom 27.04.2001 (GVBl. S. 134), zuletzt geändert durch Art. XII des Gesetzes vom 15.12.2010, und auf Grund des § 68 S. 2 des Allgemeinen Sicherheits- und Ordnungsgesetzes (ASOG) in der Fassung vom 11.10.2006 (GVBl. S. 930), zuletzt geändert durch Artikel 5 des Gesetzes vom 16.03.2018 (GVBl. S. 186) wird bestimmt:

Continue reading “Ausführungsvorschrift über die Gewährung von Jugendhilfe für nicht nur Personensorgeberechtigte begleitete minderjährige Flüchtlinge (AV-UMF)” »

28 Jul

Bundesweiter Tag der Zivilcourage am 19.09.2018

Zivilcourage-Aktionstag „Besser miteinander leben“ auf dem Leopoldplatz – zum zweiten Mal in Berlin!

Liebe Freundinnen* und Freunde*, im Namen der Orga-Gruppe (s.u.) bitten wir Euch, den 19. September schon vorzumerken.
Wir werden auf dem Leopoldplatz voraussichtlich von 10 Uhr bis 22 Uhr Räume erzeugen, um Zivilcourage auf vielfältige Weise zu thematisieren und zu befördern:
• Thematische Informations- und Mitmachstände von Projekten, Initiativen, Vereinen, allg. sozialen Akteur_innen
• Vorstellung der Berliner Registerstellen zur Erfassung von rassistischen u.a. Übergriffen
• Kostenloses Zivilcourage-Training zur spontanen Teilnahme
• Austauschplattform/Gesprächscafé für Bürger_innen zum Thema Zivilcourage
• Plattform für persönliche Berichte: Erfolgs-Situationen der Zivilcourage und wo sie dringend nötig wäre
• Musik, Theater, sonstige künstlerische Aktivitäten und Ausstellungen
• Grußworte und Ansprachen durch Prominente
• Flashmob / Smart Mob
• Street Art
• …
• DEINE IDEE

Continue reading “Bundesweiter Tag der Zivilcourage am 19.09.2018” »

28 Jul

Workshop „Asylrecht: Schwerpunkt Klageverfahren“ am 13.08.2018

Am 13.8.18 um 18 Uhr wird die Anwältin Simone Rapp einen Input (ca. 3/4 Stunde) zum Thema „Asylrecht: Schwerpunkt Klageverfahren“ geben. Danach wird es ca. eine halbe Stunde Zeit für Diskussion geben. Dazu sind alle Begleiter*innen/Pat*innen des Projekts Charlottenburger Hafen und alle anderen Interessierten eingeladen.
 Ab 19:30 schließt dann das Austauschtreffen für Begleiter*innen/Pat*innen des Hafens an.
 Anmeldung bis spätestens zum 13.8 um 13 Uhr unter hafen@divan-berlin.de.

21 Jul

Offizielle Informationen des Auswärtigen Amts zur Neuregelung des Familiennachzugs zu subsidiär Geschützten ab 1. August 2018

Ab August 2018 können bis zu 1000 Personen pro Monat zu subsidiär Schutzberechtigten nachziehen, bisher ist der Nachzug ausgesetzt. Auch Eltern von unbegleiteten Minderjährigen können hiervon profitieren.

Angehörige können sich über die Internetseite der jeweils zuständigen Auslandsvertretung für einen Termin registrieren oder gelangen hier zur zentralen Terminliste.  Bereits bestehende Terminregistrierungen behalten ihre Gültigkeit.

Voraussetzung für die Visumserteilung ist, dass ein humanitärer Grund vorliegt. Wann dies der Fall ist und wie vorgegangen werden muss, kann in den “Informationen zur Neuregelung des Familiennachzugs zu subsidiär Schutzberechtigten ab dem 1. August 2018” des Auswärtigen Amtes nachgelesen werden. Das Dokument ist als pdf hier aufzurufen.