18 Jul

Kinder und Jugendliche haben ein Recht auf Schule und unterliegen der Schulpflicht

…egal woher sie kommen und unabhängig von ihrem aufenthaltsrechtlichen Status!

Geflüchtete Jugendliche, die noch nicht 10 Jahre Schulzeit hinter sich gebracht haben unterliegen im Land Berlin der Schulpflicht. Dies bezieht sich auf Regelschulen (Grundschulen und weiterführende allgemein bildende Schulen) und ist unabhängig vom aufenthaltsrechtlichen Status, d.h., es schließt auch die Jugendlichen mit einer Duldung ein. Diese Regelung gilt auch für ältere junge Geflüchtete, selbst wenn es absehbar ist, dass sie nicht vor dem 20. Lebensjahr ihre Schulzeit ( 10. Schuljahr) abgeschlossen haben können. Dies wurde bereits 2014 vom Verwaltungsgericht bestätigt.

Wie das Land Berlin insgesamt Zugang zu Schule und Bildung für geflüchtete und migrierte Kinder und Jugendliche organisiert, die meist ohne Deutschkenntnisse hier ankommen, ist dem Leitfaden zu entnehmen: www.fluechtlingsinfo-berlin.de/fr/pdf/Leitfaden_SenBJW_2016_Kita_Schule.pdf: „Leitfaden zur Integration von neu zugewanderten Kindern und Jugendlichen in die Kindertagesförderung und die Schule“

Es kann gute Gründe geben, warum sich ein junger Geflüchteter für den Besuch eines OSZ entscheidet und dabei auf seine weitere Schulpflicht verzichtet. Ein OSZ ist keine weiterführende allgemein bildende Schule. Im Einzelfall muss das aber gut überlegt sein. Das BBZ bietet Beratung dazu an. Für Fragen steht bei encourage e.V. auch Sabine Speiser zur Verfügung: s.speiser@encourage-ev.de

30 Jun

Leitfaden für Fachkräfte zur Situation geflüchteter junger Volljähriger im Übergang

Der Bundesfachverband umF hat einen Leitfaden für Fachkräfte zur Situation geflüchteter junger Volljähriger im Übergang erstellt. Wie erleben die Jugendlichen den Abschied aus den gewohnten Strukturen und was erwartet sie nach dem Ende der Jugendhilfe? In welchen Bereichen benötigen sie Unterstützung und was sind ihre Ängste? Dieser Handlungsleitfaden nimmt das Erfahrungswissen von jungen Geflüchteten, aber auch der sie begleitenden Fachkräfte sowie Ehrenamtlichen zum Ausgangspunkt. Er zielt darauf ab, die unterschiedlichen Perspektiven und Erfahrungen junger Geflüchteter im Übergang in ein eigenverantwortliches Leben transparent zu machen. Rechtliche Fallstricke und Herausforderungen werden aufgezeigt und Möglichkeiten sowie konkrete Handlungsspielräume eröffnet, um für alle Beteiligten größtmögliche Handlungssicherheit herzustellen und die Rechte der jungen Geflüchteten zur Geltung zu bringen. Der Leitfaden zum kostenlosen Download zur Verfügung und kann auch in Printform bestellt werden.

Zum Leitfaden für Fachkräfte