12 Jun

Gegenstimmen zu Abschiebungen nach Afghanistan

Pressemitteilung: AWO fordert: Uneingeschränkter Abschiebestopp nach Afghanistan!

Berlin, den 07.06.2018. Angesichts des aktuellen Lageberichts des Auswärtigen Amts zur Sicherheitslage in Afghanistan sieht Bundeskanzlerin Merkel keine Notwendigkeit mehr für einen Abschiebestopp. Sie sei nun überzeugt, dass die bisherigen Einschränkungen für die Abschiebung von Afghanen nicht mehr gelten müssen.

Brigitte Döcker, Mitglied des AWO Bundesvorstandes, erklärt dazu: „Wir halten an unseren lange gestellten Forderungen nach einem Abschiebestopp uneingeschränkt fest. Afghanistan ist nicht sicher – und Deutschland hat weiterhin die völkerrechtliche Verpflichtung, Asylsuchenden ein faires und sorgfältiges Asylverfahren zu bieten. Deutschland darf nicht in Länder abschieben, in denen den Menschen schwere Menschenrechtsverletzungen drohen.“

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17 Mai

Stellungnahme des KJHV zum Übergriff der Berliner Kriminalpolizei auf eine Jugendwohngruppe für umF

Berlin, 17. Mai 2018

Am frühen Morgen des 09. Mai 2018 verschaffte sich die Sicherungseinheit der Berliner Polizei auf Basis eines Durchsuchungsbeschlusses (angeordnet am 20.12.2017 zum Auffinden von Beweismitteln, insbesondere einer Geldbörse und eines Personalausweises) gewaltsam Zugang zu unserer sozialpädagogischen Jugendwohngruppe für unbegleitete minderjährige Geflüchtete. Dabei kam es zu unverhältnismäßigen und rechtswidrigen Handlungen, sowie zu Misshandlungen der Jugendlichen und jungen Erwachsenen. In Folge der Misshandlungen mussten zwei der Jugendlichen, zu deren Zimmern sich die Sicherungseinheit rechtswidrig Zutritt verschaffte, im Krankenhaus behandelt und einer von ihnen operiert und drei Nächte stationär aufgenommen werden. Außerdem kam es zu erheblichen Sachbeschädigungen in deren Folge die Jugendwohngruppe kurzzeitig unbewohnbar war.

Die vorliegende Stellungnahme möchten wir nutzen um den o.g. Übergriff aus Sicht der Jugendlichen, jungen Erwachsenen und Betreuer*innen zu schildern:

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13 Apr

Nachbarschaftsfrühstück mit encourage e.V.

Vor kurzem haben wir unsere neuen Räumlichkeiten in Schöneberg bezogen. Als neue Nachbarn möchten wir uns nun im Kiez vorstellen, über unsere Arbeit informieren und die neuen Nachbarn kennenlernen. Hierzu sind natürlich auch alle Interessierten über die Kiezgrenzen hinaus herzlich eingeladen.

Wann? Samstag, 05. Mai 2018 ab 11 Uhr
Wo? encourage e.V. | Monumentenstraße 5 | 10829 Berlin

Anmelden bei der Facebook-Verstaltung:
https://www.facebook.com/events/621319928200634/

encourage e.V. bringt junge Geflüchtete und ehrenamtliche Vormünder*innen sowie Pat*innen zusammen, berät, informiert und begleitet. Dringend gesucht werden derzeit Ehrenamtliche, die sich als Pat*innen für junge Geflüchtete engagieren wollen!

Erfahren Sie mehr über uns, kommen Sie bei einem guten Frühstück mit uns ins Gespräch!

15 Mrz

Positionspapier zur Unterbringung von Kindern in Unterkünften für Geflüchtete

Das ethnographische Forschungsprojekt „Alltagserleben von jungen Kindern in Unterkünften für geflüchtete Menschen“ wurde 2016/2017 in drei verschiedenen Unterkunftstypen in vier Einrichtungen unterschiedlicher Betreiber in Berlin durchgeführt. Es wurde ermöglicht mit Unterstützung der Bertelsmann Stiftung, der Stiftung Deutsche Jugendmarke, der Stiftung Parität Berlin und einer Spende an das INIB e.V. Die Erkenntnisse der 8-monatigen Feldforschung werden voraussichtlich in 2018 veröffentlicht.

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20 Feb

EU-Kommission und Stadt Amsterdam laden zur „Urban Academy on the Integration of migrants and refugees“

Die „Urban Academy on the Integration of migrants and refugees“ findet vom 16.- 18. April 2018 in Brüssel statt und lädt zu einem Erfahrungsaustausch zum Thema Integration ein. Themenschwerpunkt sind Bildung und die Zusammenarbeit mit der Zivilgesellschaft.  Die Anmeldefrist ist der 20.02.18.

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14 Feb

bis 16.02.2018: Aufruf zur Meldung diskriminierender Vorfälle

NARUD e.V. ist die Registerstelle für Berlin-Mitte und wird durch das Integrationsbüro des Bezirksamtes Mitte gefördert. Die Registerstelle erfasst rassistische, islamfeindliche, antisemitische, antiziganistische, LGBTIQ*-feindliche, ableistische bzw. behindertenfeindliche sowie sozialchauvinistische Vorfälle und Aktivitäten rechtsextremer Gruppierungen (inklusive Aufkleber und Graffiti). Für die Jahresauswertung 2017 bittet der Verein um Mithilfe: Haben Sie im Jahr 2017 diskriminierende Vorfälle beobachtet, erlebt oder berichtet bekommen? Dann können Sie diese – gerne anonymisiert – bis zum 16.2.2018 an die Registerstelle senden. Dabei sollten die folgenden Fragen beantwortet werden:

  • Was ist passiert?
  • Wann ist es passiert?
  • Wo ist es passiert?

E-Mail an: register@narud.org

25 Jan

Deutschförderkurse für Geflüchtete aus Afghanistan

Im Rahmen des vom Bezirksamt Berlin-Mitte geförderten Projekts „Afghanisches Kultur- und Beratungszentrum“ bietet der Yaar e.V. Deutschförderkurse für Geflüchtete aus Afghanistan an. Die Kurse dienen dem Zweck der Unterstützung, Förderung zu zertifizierten Kursen. Die Deutschlerner*innen werden zudem durch Orientierungskurse zu den Themen Kultur, Gesellschaft, Politik und Alltagsbewältigung zweisprachig begleitet. Kurssprache sind Deutsch und Farsi. Da nur eine begrenzte Anzahl an Plätzen zur Verfügung steht, bitten wir um die persönliche Anmeldung der Teilnehmer*innen. Die Kurse sind kostenlos und stehen allen afghanischen Geflüchteten, unabhängig vom Asylstatus, Alter oder Geschlecht, zur Verfügung.

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13 Jan

Terminvereinbarung für Anträge auf Familiennachzug zu subsidiär Schutzberechtigten wieder möglich

Das Auswärtige Amt bestätigt, dass Terminanfragen für Anträge auf Familiennachzug zu subsidiär Schutzberechtigten seit Anfang des Jahres wieder entgegengenommen werden. Aufgrund der langen Wartezeiten bis zu solchen Terminen, können Angehörige von Personen, die in Deutschland den subsidiären Schutz erhalten haben, bereits ab Januar 2018 Termine zur Visabeantragung vereinbaren, obwohl die Aussetzung des Familiennachzugs zu subsidiär Schutzberechtigten noch bis Mitte März 2018 gilt.
Seit Beginn des Jahres nehmen die Visastellen deutscher Auslandsvertretungen Terminanfragen von Angehörigen von subsidiär Schutzberechtigten wieder entgegen. Dies bestätigte das Auswärtige Amt auf schriftliche Frage der innenpolitischen Sprecherin der Linken, Ulla Jelpke (das Schreiben ist auf der Webseite der Abgeordneten abrufbar, siehe Pressemitteilung vom 9.1.2018).

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23 Dez

Familiennachzug: Verwaltungsgericht Berlin verpflichtet Deutschland zu Visumserteilung

Pressemitteilung von Jumen – Menschenrechte in Deutschland:

Das Verwaltungsgericht Berlin hat erstmals die Bundesrepublik Deutschland dazu verpflichtet, einer syrischen Familie ein Visum zum Familiennachzug zu ihrem 16-jährigen Sohn zu erteilen, der in Deutschland den subsidiären Schutz erhalten hatte (VG Berlin, Urteil vom 7. November 2017, VG 36 K 92.17 V). Der Familiennachzug zu subsidiär Schutzberechtigten wurde von März 2016 bis März 2018 ausgesetzt. Das Verfahren wird begleitet von JUMEN e.V. – Juristische Menschenrechtsarbeit in Deutschland und unterstützt durch den Rechtshilfefonds des Bundesfachverbandes unbegleitete minderjährige Flüchtlinge e.V..

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16 Dez

Bilanz des Flüchtlingsrates: Die flüchtlingspolitische Wende lässt auf sich warten 


Beim Umgang mit geflüchteten Kindern und Jugendlichen stellt der Flüchtlingsrat nach wie vor gravierende Kindeswohl- und Kinderrechtsverletzungen fest: mangelhafte Unterbringung, unzureichende psychosoziale, psychologische und medizinische Versorgung, willkürliche Altersfeststellungsverfahren, verwehrte Zugänge zu den Hilfen nach dem Kinder- und Jugendhilfegesetz usw. Hier besteht dringender Handlungsbedarf. Auch seinem Anspruch, geflüchteten Kindern und Jugendlichen möglichst schnell den Besuch einer Regelklasse zu ermöglichen (Koa-Vertrag S. 18), wird der Senat nicht gerecht. Im Oktober hat der Senat an der Teske-Schule in Schöneberg einen segregierten Schulstandort nur für geflüchtete Jugendliche geschaffen. Die Einschulung von Flüchtlingskindern und –jugendlichen bleibt wie unter der Vorgänger-Regierung chaotisch.

„Wenn es nach Noten ginge, würde ich dem Senat hier eine glatte 4 geben“, so Walid Chahrour, Vorstandssprecher des Flüchtlingsrats. „Der Senat muss endlich sicherstellen, dass alle Kinder und Jugendliche in Berlin gleichberechtigten, nicht segregierten und nicht verzögerten Zugang zu Kita, Schule und Ausbildung haben.“

Die Forderungen des Flüchtlingsrates kann man hier nachlesen.