Nach Bestallung und Asylantrag

Nach dem Asylantrag

Den Eingang des Asylantrags quittiert das BAMF mit einem Antwortbrief, der das Geschäftszeichen des Vorgangs, Belehrungen zum Verfahren und die Aufforderung enthält, bei einer bestimmten Ausländerbehörde vorzusprechen. Ziel des Termins ist es, die Aufenthaltsgestattung zu erhalten. Das Dokument gilt als eine Art Ausweisersatz, solange das Asylverfahren nicht entschieden ist. Engagierte Anrufe in der Zentrale mit Bitte um einen Termin vermeidet stundenlanges Warten. „Laufkunden“ ziehen frühmorgens Wartenummern für Tagestermine, diese sind jedoch oft nur für Personen verfügbar, die sich bereits um fünf Uhr morgens in die Schlange stellen. Folgende Unterlagen sollten mitgebracht werden:

  • Foto des Mündels
  • Bestallungsurkunde
  • Ausweis Vormund
  • EAC-Bescheinigung des Mündels

 

Zuweisung zu Bezirksjugendamt

Frisch gebackene Vormünder können bei der Senatsverwaltung nachfragen, wie der Stand des Clearingsverfahrens ist und ob bereits ein Bezirksjugendamt zugewiesen ist. In der Regel werden die Bezirkjugendämter zwar aus dem Geburtsmonat abgeleitet, hohe Arbeitsbelastung bestimmter Jugendämter können allerdings auch zu anderen Zuständigkeiten, etwa nach dem ersten Buchstaben des Nachnamens, führen. Ist eine Zuweisung in Sicht, kann der Vormund selbst tätig werden und eine Einrichtung mit betreutem Wohnen für seinen Mündel finden oder dies dem Bezirksjugendamt überlassen. Wichtig ist es, bei Zuständigkeit eines Bezirksjugendamts Hilfe zur Erziehung zu beantragen und Hilfeplangespräche mit dem zuständigen Bezirksjugendamt zu forcieren. Ist der Jugendliche älter als 17,5 Jahre, kann der Vormund überlegen, einen Antrag auf Hilfe für junge Volljährige anzuregen. Dabei helfen in der Regel die Betreuer der Träger, die das betreute Wohnen verantworten. Die Hilfe wird vom Bezirksjugendamt gewährt, wenn der Jugendliche noch nicht alleine in der Lage ist, einen Haushalt zu führen und ein Leben selbständig verantwortungsvoll zu führen.

Wichtig

  • Rechnungen / Quittungen des Mündels sammeln
  • Alle Umzüge des Mündels immer sofort an alle Stellen melden (wie bei Bestallungsurkunde)
  • Kein Termin ohne Begleitung
  • BAMF-Anhörung gründlich / mehrstufig vorbereiten
  • Mündel zu schriftlichen Fluchtbericht motivieren
    • Aufschreiben aus Erinnerung, so früh wie möglich
    • Bilder, Videos offline sichern
  • Zeugnisse anerkennen lassen (Senatsverwaltung, Bernhard-Weiß-Str. 6, 10178 Berlin, 030 90227-5220)
    • Es wird nicht nur die Schulbestätigung, sondern die Zeugnisse mit vermerkten Noten benötigt.