04 Jan

Fragwürdig: Anhörung von Geduldeten durch Vertreter mutmaßlicher Herkunftsstaaten

Die Redaktion erreichen immer mehr Berichte von Ehrenamtlichen, die die traurigen Erlebnisse, die sie mit den von ihnen begleiteten Minderjährigen oder jungen Volljährigen machen mussten, öffentlich machen wollen. Um die Privatsphäre der Jugendlichen zu schützen, geben wir ihnen und ihren unterstützenden Ehrenamtlichen neue Namen* und verändern ggf. auch Städte* oder Länder*. In diesem Artikel schildert eine ehemalige Vormünderin die fragwürdige und bedrohliche Befragungspraxis gerade volljährig gewordener Jugendlicher aus afrikanischen Staaten.

 

Autorin: Mara Hoffmann*

Die Abschiebung von Menschen, die in Deutschland Schutz suchen, scheitert oft an fehlenden Identitätsnachweisen oder Passpapieren. Einstige Vormünder*innen vor allem unbegleiteter Minderjähriger aus afrikanischen Staaten sind deshalb oft mit den Bemühungen der Ausländerbehörden konfrontiert, die betroffenen Geflüchteten Vertretern ihres mutmaßlichen Herkunftslandes vorzuführen, um sie identifizieren zu lassen. In der Folge erhalten diese jungen Menschen dann häufig Passpapiere, was zur Folge hat, dass sie ausgewiesen werden können.

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